Kooperation mit SK Gaming

E-Sport

2018 stieg der 1. FC Köln in den E-Sport ein und kooperiert mit SK Gaming, einem der erfolgreichsten Gaming-Unternehmen weltweit. Im Zentrum der strategischen Partnerschaft der beiden kölschen Sport-Institutionen steht gegenseitiger Know-How-Transfer.

Seit 2019 hat der 1. FC Köln als erster deutscher Fußballclub in ein E-Sport-Unternehmen investiert und hält nun gemeinsam mit der Daimler AG Anteile an SK Gaming. Das Engagement im E-Sport ist Teil der Digitalisierungsstrategie des 1. FC Köln, mit der sich der FC  veränderten Ansprüchen seiner Fans sowie neuen, jungen Zielgruppen öffnen will – mit dem Ziel, die Basis des FC nachhaltig zu stärken.

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle sagt: „Entscheidend ist aufm Platz. Dieser Satz widerspricht in keiner Weise unserem Anspruch, sich auf allen möglichen Feldern weiterzuentwickeln. Immer vorausgesetzt, diese Weiterentwicklung lähmt nicht, sondern stärkt den FC als professionellen Fußballclub. Und genau darum geht es bei unserem Engagement im E-Sport. Wir wollen beim FC nicht den Ball durch den Controller ersetzen, sondern bei Ideen, Trends und Geschäftsmodellen dabei sein, mit denen wir die Daseinsberechtigung des FC, den professionellen Fußball, stärken können.“  

Im Zuge der Beteiligung berät SK Gaming den 1. FC Köln zu Entwicklungen und Möglichkeiten im rasant wachsenden Markt des E-Sports, über den der 1. FC Köln sich auch neue Möglichkeiten der Internationalisierung verspricht. Der FC wird die Spieler von SK Gaming in der Vorbereitung auf ihre Turniere im Bereich Training, Fitness und Ernährung unterstützen. 


  • Virtuelle Bundesliga (VBL)

    Die Virtuelle Bundesliga Club Championship ist der erste Wettbewerb, der sich direkt an die E-Sport-Abteilungen der deutschen Profivereine richtet. In der Saison 2020/21 nehmen insgesamt 26 Mannschaften aus der ersten und zweiten Bundesliga teil, um den Deutschen Meister in der Fußball-Simulation FIFA21 zu ermitteln. Das Teilnehmerfeld wird dabei in zwei Divisionen aufgeteilt: die Nord-West-Division und die Süd-Ost-Division mit jeweils 13 Clubs. 

    In den Divisionen treten die Teams jeweils in einem Hin- und einem Rückspiel gegeneinander an. Eine Begegnung besteht dabei aus drei Einzelspielen: Jeweils ein 1-gegen-1 Spiel auf der Xbox One von Microsoft und der Sony PlayStation 4 sowie ein 2-gegen-2-Spiel auf einer der beiden Konsolen, die durch den Gastgeber bestimmt wird. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der beiden Divisionen sind automatisch für die Finalrunde der VBL Club Championship gesetzt. Die Clubs auf den Plätzen drei bis sechs jeder Division kämpfen in K.o.-Spielen um ein Ticket fürs Finale, das am 27. und 28. März 2021 mit den besten acht Teams ausgetragen wird. 

    Wie schon in den Vorjahren bietet die Club Championship zudem die Chance auf die Teilnahme am Einzel-Wettbewerb der VBL, dem Grand Final. Jeweils zwei Spieler der ersten vier Clubs beider Divisionen ziehen direkt ins große Finale ein. Die Vereine auf den Plätzen fünf bis zehn stellen je zwei Akteure für die Playoffs, über die ebenfalls der Einzug ins Finale möglich ist. Dieses steigt dann vom 4. bis zum 6. Juni 2021.

    In dieser Saison wird im neu kreierten 90er-Modus gespielt. Dieser setzt die Spielstärke aller eingesetzten Spieler auf ein und dasselbe Niveau, um grundsätzlich Chancengleichheit zwischen allen Clubs zu gewährleisten. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Spielstärke damit von 85 auf 90 angehoben, um das Spiel insgesamt schneller und trickreicher zu gestalten. 

    SK Gaming schickt für den 1. FC Köln dasselbe FIFA-Team wie in der vergangenen Saison ins Rennen – mit einer Ausnahme: Mirza Jahic tritt nicht mehr für den FC in der VBL an, wird aber bei den Streams teilweise als Experte und Kommentator dabei sein. Tim Katnawatos („TheStrxngeR“) spielt weiter an der PlayStation 4, Michael Gherman („Phenomeno“) und Timo („Praii“) Gruneisen bestreiten ihre Partien an der XBox One.

    Der FC tritt in der Nord-West-Division an und trifft auf folgende Teams: 

    VfL Bochum, Eintracht Braunschweig, SV Werder Bremen, Hamburger SV, Hannover 96, Holstein Kiel, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, SC Paderborn, FC St. Pauli, FC Schalke 04, VfL Wolfsburg. 

  • SK Gaming

    SK ist ein professionelles Gaming-Team mit 20-jähriger Geschichte und mehr als 60 internationalen Titeln. Gegründet 1997 in Oberhausen, sitzt SK seit 2001 in Köln. Geschäftsführer Alexander Müller ist einer der Mitgründer von Turtle Entertainment (ESL), dem größten Turnierveranstalter im E-Sport. SK Gaming beschäftigt aktuell 15 Mitarbeiter, von Redaktion, Grafik, Marketing und Sales bis hin zu Analysten und einem Mentaltrainer.

    Ähnlich wie im traditionellen Sport haben Teams verschiedene Disziplinen, die unterschiedlich populär sind. Die bekannteste und beliebteste Sparte von SK Gaming war Counter-Strike. 2016 und 2017 gewann SK mit seinem fünfköpfigen Spielerteam in Köln jeweils die Weltmeisterschaft. SK ist heute im Bereich League of Legends, FIFA, Hearthstone und Vainglory vertreten.

  • E-Sport-Hauptstadt Köln

    Dank der Computerspiele-Messe Gamescom, dem Sitz von Turtle Entertainment und EA, einer großen Gaming-Community sowie der ESL One Cologne, dem Weltmeisterschaftsfinale Counter-Strike, ist Köln die E-Sport-Hauptstadt Deutschlands. Mit dem 1. FC Köln und dem mehrfachen Weltmeister-Team SK Gaming arbeiten zwei Aushängeschilder der Sportstadt zusammen. 

  • E-Sport

    Der Begriff E-Sport (elektronischer Sport) bezeichnet den sportlichen Wettkampf zwischen Menschen mit Computerspielen. Dabei hat sich eine Profi-Szene in verschiedenen Spielen entwickelt. Es gibt Ligen und Meisterschaften, die von Sponsoren unterstützt und mit riesigen Reichweiten weltweit live gestreamt werden. Die Branche setzte 2017 knapp 600 Millionen Euro um. Auch die Anforderungen an die professionellen Spieler sind hoch. Sie müssen motorische und geistige Fähigkeiten wie Hand-Augen-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit und Durchhaltevermögen sowie räumliches Orientierungsvermögen, Spielübersicht, taktisches Verständnis und vorausschauendes und kreatives Denken mitbringen. Daher wird E-Sport in Ländern wie den USA, Brasilien, China oder Frankreich inzwischen als Sportart anerkannt. Klassische Sportclubs aus den USA und Europa haben das Potenzial erkannt und engagieren sich im E-Sport, darunter Teams wie Paris Saint-Germain, Manchester City oder der FC Schalke 04. 

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