Profis | 11.11.2019

Der Tag beim FC

Aehlig: „Wir haben ein Profil erstellt“

Nach der schmerzhaften Niederlage gegen Hoffenheim und der Freistellung von Cheftrainer Achim Beierlorzer sind die FC-Profis am Montag in die neue Trainingswoche gestartet. Geleitet wurde die Einheit interimsweise von André Pawlak und Manfred Schmid. Anschließend sprachen Frank Aehlig, sportlicher Leiter des FC, und Angreifer Simon Terodde über die aktuelle Situation.

Frank Aehlig sagte über… 

… den Verzicht auf ein Karnevalstraining: Es kam aus der Mannschaft selbst, da musste keiner drauf hinweisen, dass heute nicht der Tag ist, um hier ein Karnevalstraining abzuhalten. Auch wenn Karneval in Köln ein richtig gutes Kulturgut ist: Ich glaube, in unserer Lage ist es angemessen, dass wir darauf verzichten. Es wäre nicht das richtige Signal, wenn wir jetzt hier einen auf gute Laune und Alaaf machen würden. 

… die interimistische Trainingsleitung durch André Pawlak und Manfred Schmid: Wir haben in den Gesprächen am Wochenende und heute Morgen mit dem Stab und mit der Mannschaft für klare Verhältnisse gesorgt. Wir sind handlungsfähig. Die zwei Assistenztrainer übernehmen das Training für diese Woche. Wir bleiben bei den bekannten Abläufen. Das Team ist in guten Händen. Wir wollen nach vorne blicken und uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren. 

Schmid Pawlak

… zu der Frage, warum die beiden Assistenztrainer die Trainerarbeit nicht dauerhaft übernehmen: Wir haben uns entschieden, eine externe Variante zu suchen und zu prüfen, wer verfügbar ist und bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen. Die Länderspielpause gibt uns glücklicherweise ein paar Tage mehr Zeit dafür. 

… zum Gesprächen mit möglichen Kandidaten: Ich habe noch gar keine geführt. Ich habe mich damit beschäftigt, Verfügbarkeiten und Bereitschaften abzuklopfen. Wenn das geklärt ist, wird die Gesprächsphase beginnen. 

… zum Kandidatenprofil: Wir haben ein Profil erstellt. Ich glaube aber nicht, dass es sinnhaft ist, wenn ich dieses Profil hier in aller Öffentlichkeit ausbreite, weil jede Entscheidung an diesem Profil gemessen würde. Es kann sein, dass wir an der einen oder anderen Stelle abwägen müssen zwischen den möglichen Kandidaten – und deshalb bitte ich um Verständnis, dass ich kein detailliertes Profil herausgeben werde. 

… zu Spekulationen um Pal Dardai: Es werden jetzt viele Namen gespielt. Man muss realistisch damit umgehen. Der Markt ist nicht riesengroß und unüberschaubar. Dementsprechend wundert es mich nicht, welche Namen gehandelt werden. Ihr macht es ja auch alle beruflich und beschäftigt euch tagtäglich mit der Branche. Deshalb bin ich mit allen Namen völlig fine, die da gespielt werden. Es sind logischerweise Leute, die über hinreichend Qualifikationen verfügen, so ein Amt auszuüben. 

… zur Nachfolge von Armin Veh: Es ist ein Prozess, der nicht von mir verantwortet und geführt wird. Der läuft parallel. So bin ich vom Vorstand informiert. Das ist aber ein Thema, mit dem ich mich im Moment nicht beschäftige, weil ich mit dem anderen gut zu tun habe. 

… zum Zeitrahmen der Trainersuche: Es wäre schön, wenn wir der Mannschaft in die Vorbereitung auf das Spiel in Leipzig einen neuen Cheftrainer mit auf den Weg geben könnten. Ob uns das gelingt, kann ich nicht sagen, aber das ist unsere Wunschvorstellung. Wenn sich die nicht realisieren lässt, haben wir eine Interimslösung. 

... zu seinem Eindruck von der Mannschaft: Sie sind sehr, sehr nachdenklich und in sich gekehrt und das gilt es jetzt erstmal aufzubrechen und den Blick nach vorne zu richten. Das habe ich der Mannschaft heute Morgen auch gesagt. Bei allen Lehren und Rückschlüssen, die man aus der Vergangenheit ziehen muss, sollte das nicht alles dominieren. Wir müssen uns nach vorne orientieren. 

Simon Terodde sagte über… 

… die Stimmung in der Mannschaft: Das Wochenende haben wir gebraucht – wir waren sehr niedergeschlagen. Aber es muss ja weitergehen. Man kann sich 24 Stunden ärgern, aber dann muss der Kopf wieder nach oben gehen. Wir haben jetzt noch einige wichtige Spiele vor der Winterpause und da müssen wir punkten.

… über Gefühl nach dem Schlusspfiff gegen Hoffenheim: Ich glaube, jeder im Stadion hat gesehen, dass wir mit aller Macht versucht haben, das Spiel zu gewinnen und dass wir gut eingestellt waren. Achim Beierlorzer hat eine gute Ansprache an die Mannschaft und wenn du dann mit sieben Punkten dastehst, ist es echt bitter.

… über den Abschied von Beierlorzer: Er hat sich am Wochenende uns verabschiedet, mit einer Nachricht. Jeder geht da anders mit um. Sicher werden viele Spieler den Kontakt suchen, aber es geht ja im Fußball auch schnell wieder weiter. Die Mannschaft steht jetzt in der Pflicht. Wir haben jetzt sieben Punkte. Wir als Mannschaft müssen uns auch hinterfragen und schleunigst die Kurve kriegen.

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PL. Verein Pkt.
16 Fortuna Düsseldorf 12
17 1. FC Köln 9
18 SC Paderborn 07 8

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