Stiftung | 03.12.2022

Tag der Menschen mit Behinderung

Baumgart: „Wir können alle viel voneinander lernen“

Die Stiftung 1. FC Köln und die Gold-Kraemer-Stiftung setzen sich mit ihrer Saisonpartnerschaft „FC-Doppelpass“ für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Yvonne Freiberg ist Reporterin mit Lernschwierigkeiten und Teil des Bildungsprojekts „Fit für Medien“. In Kooperation mit der CaritasStiftung im Erzbistum Köln und der Kämpgen-Stiftung werden ihr Grundlagen des Journalismus vermittelt. Bei einer Veranstaltung zum 125-jährigen Bestehen der Caritas hat Yvonne ein Interview mit FC-Cheftrainer Steffen Baumgart zum Thema Nächstenliebe und Inklusion geführt, das am heutigen Tag der Menschen mit Behinderung wichtige Botschaften sendet.

Yvonne Freiberg: Schön, dass ich Sie richtig mal sehe. Ich habe ein paar Fragen an Sie.

Steffen Baumgart: Hallo Yvonne. Schieß los.

Fußball und Nächstenliebe – wie passt das zusammen?

„Fußball ist ja Gemeinschaft, da macht man Vieles gemeinsam und dabei ist es wichtig, dass der eine dem anderen auch mal hilft. Vielleicht ist Nächstenliebe nicht der richtige Ausdruck, aber miteinander etwas machen und miteinander arbeiten und etwas erreichen, hat auch schon viel damit zu tun und geht in Nächstenliebe über.“

Wenn jemand einem anderen nicht hilft oder wegguckt, ist das dann die gelbe Karte und gleich die rote Karte?

„Rot!“

Wann haben Sie das letzte Mal jemandem geholfen?

„Ich bin mir relativ sicher, dass ich jeden Tag, irgendwo jemandem im Kleinen helfe, aber auch immer Hilfe bekomme. Ich glaube, dass die meisten Menschen helfen wollen.“

Wie fühlen Sie sich dann?

„Wenn ich helfen kann oder Hilfe bekommen, dann fühle ich mich gut und ich finde, das gehört auch dazu.“

Wenn sich Fans von Fußballvereinen kloppen, wie reagieren Sie da drauf?

„Das gehört nicht zum Fußball dazu, auch wenn das oft so dargestellt wird. Ich finde es sehr traurig und werde mich dann auch immer dementsprechend äußern.“

Wenn Sie nach einem Spiel schlechte Laune haben, weil die Mannschaft verloren hat, wer oder was hilft Ihnen dann?

„Die Familie, ein bisschen Ruhe und manchmal, das glaubt man nicht, habe ich gute Laune, selbst wenn die Mannschaft verloren hat, weil es dann immer auf die Leistung der Jungs ankommt.“

Ist das wirklich wahr: Wenn Sie verloren haben, dass Sie gute Laune haben, oder ist das so, dass Sie die Mannschaft dann zusammenstauchen?

„Nee, nicht zusammenstauchen! Ich bin ja nicht jemand, der nur mit der Mannschaft schimpft oder meckert. Wenn du gewonnen hast, gibt es Sachen, die nicht gut waren und wenn du verloren hast, gibt es Sachen, die sehr gut waren, aber trotzdem hast du verloren. Man ärgert sich zwar, wenn man verloren hat, das heißt aber nicht, dass man gleich schlechte Laune hat.“ 

Warum ist es Ihnen so wichtig, auf das Thema Inklusion aufmerksam zu machen? 

„Inklusion ist ein Thema, das überall ist und wir sind mittendrin. Es ist wichtig, darauf aufmerksam zu machen, und – das ist viel wichtiger – die Leute am Leben teilhaben zu lassen und zu zeigen, dass es nichts Außergewöhnliches ist. Jeder Mensch sollte sich mit Inklusion beschäftigen, denn wir alle, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, können sehr viel voneinander lernen.“

Ihre Botschaft zur Nächstenliebe?

„Jeder kann helfen und jeder sollte helfen, der helfen kann.“

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PL.VereinPkt.
10SV Werder Bremen24
111. FC Köln23
121. FSV Mainz 0523
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PL.VereinPkt.
1Nice9
2Partizan Belgrade9
31. FC Köln8
4Slovácko5

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