Profis | 07.02.2019

Interview im GeißbockEcho

Clemens: „Wir wollen Wiedergutmachung“

Christian Clemens hat einen sehr erfolgreichen Saisonstart hingelegt, der durch eine Verletzung im Oktober jäh unterbrochen wurde. Seit Jahresbeginn steht der Außenbahnspieler dem Team wieder zur ­Verfügung, aber die Wiedergutmachung der bitteren Niederlage bei Union Berlin wurde kurzfristig vertagt. Rückschläge lassen den 27-Jährigen jedoch nicht verzagen – im Gegenteil.

Christian, ihr habt einen Fünf-Tages-Trip ohne Punkte hinter euch. Wie ist die Stimmung bei dir und im Team?
Wir wollten in Aue die Niederlage gegen Union Berlin unbedingt wiedergutmachen. Daher ist der Gesamt­eindruck der Reise getrübt. Mit der Leistung in Berlin ist niemand auch nur im Ansatz zufrieden. Trotzdem war die Spielabsage in Aue die richtige Entscheidung. Wer den Platz gesehen hat, der musste einsehen, dass ein halbwegs normales Fußballspiel unmöglich gewesen wäre.

War die Absage schon morgens absehbar als ihr im Hotel aus dem Fenster geschaut habt?
Am Vorabend des Spiels haben wir zwar von schlechten Vorhersagen gehört, aber zu diesem Zeitpunkt lag ja noch überhaupt kein Schnee. Morgens fing es dann an und es wurde bald immer deutlicher, dass eine Spielabsage das einzig Sinnvolle ist.

Nach deinem Syndesmosebandriss im Oktober hast du in Berlin erstmals wieder bei einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden. Wie fällt dein persönliches Fazit aus?
Ich bin sehr froh, dass ich wieder spielen kann. Nach einer längeren Leidenszeit war es schön, wieder mit der Mannschaft bei toller Kulisse auf dem Platz zu stehen. Das ändert aber nichts daran, dass die Partie in Berlin überhaupt nicht zufriedenstellend war.

Die Verletzung im Herbst war nicht deine erste schwere Verletzung. Du hast schon in der Vergangen­heit einiges mitmachen müssen. Wie war es diesmal? Insbesondere vor dem Hintergrund, dass du nach den ersten fünf Spielen schon sechs Scorerpunkte (zwei Tore/vier Vorlagen) auf dem Konto hattest.
Genau das war so bitter. Für die Mannschaft und mich persönlich lief es zu Saisonbeginn sehr gut. Aber jammern nützt ja nichts. Ich habe mich sofort auf die neuen Umstände eingestellt – das gehört zum Profifußball dazu. Mein Fokus lag permanent darauf, schnell wieder fit zu werden.

Hast du im Laufe der Jahre eine härtere Schale entwickelt oder war es schon immer eine Charaktereigenschaft von dir, Rückschläge schnell zu ver­arbeiten?
Das kommt einfach mit der Erfahrung. Reha ist nie eine einfache Zeit. Aber alles Grübeln oder Ärgern bringt ja nichts. Es gibt weitaus schlimmere Verletzungen. Ich war rund drei Monate außer Gefecht, aber jetzt greife ich wieder an und freue mich, der Mannschaft wieder auf dem Platz helfen zu können.

Was hilft dir in solchen Phasen am meisten?
Die Unterstützung meiner Freundin, Familie sowie meines näheren Umfelds und Beraters.

Das komplette Interview mit Christian Clemens gibt es hier oder in der GeißbockEcho-App für Apple und Android.

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1 1. FC Köln 51
2 Hamburger SV 50
3 1. FC Union Berlin 47

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