Profis | 27.08.2020

FC im Trainingslager

Czichos: „Die Mannschaft ist sehr lernwillig“

Seit einer Woche befindet sich der 1. FC Köln im Trainingslager in Donaueschingen. Nach zwei anstrengenden Einheiten am Mittwoch sprach Rafael Czichos über seine Eindrücke aus dem Trainingslager, die Stimmungslage im Team – und über abendliche Duelle an der Konsole.

Rafa, das Trainingslager ist fast zu Ende. Wir wirkt sich das auf deine Gefühlswelt aus? 

Czichos: „Nach sieben, acht Tagen reicht es dann auch für jeden. Ich glaube, alle sind froh, wenn sie wieder zu ihren Familien können und mal ein, zwei Tage nicht jeden aus der Mannschaft sehen. Das tut jedem ganz gut. Aber ein paar Einheiten, die bestimmt auch sehr intensiv werden, stehen ja noch auf dem Programm, bevor wir am Freitag abreisen.“

Wie schwer sind die Beine nach acht Tagen Trainingslager?

Czichos: „Die Beine sind schon sehr schwer. Am Dienstag und Mittwoch haben wir nochmal richtig gut gearbeitet. Wir werden am Freitag mit einigen Kilometern in den Beinen zurück nach Köln reisen. Und dann bin ich gespannt, wie wir am Samstag das Testspiel gegen Wolfsburg bestreiten werden. Hoffentlich erfolgreich und mit einer ähnlich guten Defensivleistung wie in den letzten Spielen.“

Wie und mit wem verbringst du die freie Zeit im Trainingslager?

Czichos: „Die Zeit zwischen zwei Einheiten versuche ich effektiv zu nutzen, indem ich auf mein Zimmer gehe und die Beine hochlege. Am Abend wird dann ab und zu noch die Playstation angeschmissen oder ich spiele Nintendo Switch mit Drex (Dominick Drexler) und Chrille (Christian Clemens). Meistens spielen wir Mario Kart gegeneinander. Vor dem Trainingslager haben wir gesagt, dass derjenige zum Essen eingeladen wird, der während unserer Zeit in Donaueschingen die meisten Siege holt. Kleine Anreize gehören dazu. Wer der Führende ist, kann man sich ja denken. Der bin ich. (lacht) Chrille müsste nach jetzigem Stand zahlen.“ 

Wie ist die Stimmungslage in der Mannschaft?

Czichos: „Die Stimmung ist gut. Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Ich bin mit 30 der drittälteste Spieler, der auf dem Trainingsplatz rumläuft. In jeder Einheit ist zu spüren, wie lernwillig und wissbegierig die gesamte Mannschaft ist. Wir nehmen das, was der Trainer uns mit auf den Weg gibt, sehr gut an und haben das in den Testspielen bislang auch gut umgesetzt.“   

Worauf freust du dich nach dem Trainingslager am meisten? 

Czichos: „Ich freue mich darauf, wieder in den eigenen vier Wänden zu sein, im eigenen Bett zu liegen. Ich freue mich auf das eigene Sofa und den eigenen Fernseher. Zu Hause fühle ich mich einfach am wohlsten. Meine Freundin kocht dann wieder, was ich alltäglich am liebsten mag. Das Hotelessen ist zwar wirklich gut, aber wie sagt man so schön: Zu Hause schmeckt es einfach am besten. Neun Tage Hotelleben reichen auch ganz ehrlich einfach. Es ist ja auch kein Urlaub hier, sondern wir arbeiten ziemlich viel.“

Du hast einen Sohn, der bald drei Jahre alt wird. Wir hältst du während des Trainingslagers den Kontakt zu deinem Kind und deiner Freundin aufrecht? 

Czichos: „Wir facetimen mehrmals täglich. Das Problem ist, der Kleine hat nicht so häufig Bock darauf. Er hätte seinen Papa lieber live vor sich, damit ich wieder mit ihm spielen kann. Aber Facetime ist, glaube ich, der sinnvollste Weg, um mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Seitdem ich den Kleinen habe, ist es auf jeden Fall etwas anderes, länger von zu Hause weg zu sein. Aber er wächst gerade damit auf und ich kenne es ja auch nicht anders. Wir managen das schon ganz gut.“

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15Hertha BSC3
161. FC Köln1
17FC Schalke 041