Profis | 26.06.2019

Wolfgang Weber

Der Bulle wird 75

Besonderer Geburtstag einer FC-Legende: Wolfgang Weber wird am heutigen 26. Juni 75 Jahre alt.

Deutscher Meister, zweifacher Pokalsieger – und Mitglied in der HALL OF FAME des 1. FC Köln. Am heutigen Mittwoch hat einer der größten Spieler Geburtstag, die der FC je hervorgebracht hat: Wolfgang Weber. Er wird 75 Jahr alt. Der 1. FC Köln gratuliert ganz herzlich.

Weber feiert seinen Ehrentag dort, wo er aufwuchs und bis heute zu Hause ist: in Porz. Dort hatte er einst auch mit dem Fußballspielen begonnen. Als kleiner Junge, der seinem Idol, dem damaligen FC-Flügelstürmer Hans Schäfer, nacheiferte. 1962 holten ihn Franz Kremer und Jupp Röhrig zum FC. Lizenzspieler wurde Weber zur ersten Saison der neugegründeten Bundesliga.

Zeitweise der wohl beste Verteidiger der Welt

Die Meisterschaft in seinem ersten Jahr als Profi war nur einer der vielen Erfolge, die Weber mit dem FC feierte: 1968 und 1977 gewann er den DFB-Pokal, 1965 und 1973 wurde er Vizemeister und galt zeitweise als bester Verteidiger der Welt. Seine Markenzeichen: Zweikampf- und Kopfballstärke. Sein Spitzname: „Bulle“. Ein Name, der ihm von seinem Mitspieler Wolfgang Overath verliehen wurde und vor allem Webers Härte gegen sich selbst beschreibt – denn einen Platzverweis bekam der „Bulle“ in seiner Karriere nie. In keinem der insgesamt 470 Pflichtspiele für den FC – von denen er eins sogar mit gebrochenem Wadenbein bestritt.

FC-Geschichte gegen Liverpool

Es war der 24. März 1965, als der „Bulle“ FC-Geschichte schrieb. Der 1. FC Köln spielte im Europapokal der Landesmeister das Entscheidungsspiel gegen den FC Liverpool, nachdem die ersten beiden Begegnungen jeweils unentschieden ausgegangen waren. Weber prallte mit Liverpools Gordon Milne zusammen und konnte danach kaum noch laufen. Trotz starker Schmerzen spielte Weber weiter – 75 Minuten lang. Am Ende entschied die Münze über das Aus des FC im Europapokal. Erst in Köln erfuhr Weber, was genau ihm solche Schmerzen bereitet hatte: sein Wadenbein war gebrochen.

Vizeweltmeister 1966

 Weber überzeugte auch als Nationalspieler. Für Deutschland bestritt er 53 Spiele und erzielte zwei Tore. Eins davon schoss Weber bei der Weltmeisterschaft 1966, im legendären Finale gegen England. in der letzten Spielminute der regulären Spielzweit war es Webers Treffer zum 2:2, der die deutsche Elf in die Verlängerung brachte. Der Rest ist Fußballgeschichte: Wolfgang Weber erlebte das legendäre „Wembley-Tor“ aus nächster Nähe mit. Er war es, der den zurückspringenden Ball ins Aus köpfte - und Weber ist bis zum heutigen Tage fest davon überzeugt, dass der Ball zuvor nicht im Tor gewesen war, sondern nur auf der Linie. Bis heute ist Wolfgang Weber übrigens der einzige FC-Spieler, der in einem WM-Finale einen Treffer erzielte.

Den FC im Herzen

Nach seinem Karriereende 1977 blieb Weber dem FC noch ein Jahr als Assistenztrainer von Hennes Weisweiler, Scout und Spielbeobachter erhalten und war damit Teil der erfolgreichen Double-Mannschaft von 1978. Bis heute engagiert sich Weber für den 1. FC Köln. Als Betreuer der FC-Traditionsmannschaft oder bei Heimspielen des 1. FC Köln: Der „Bulle“ hat den FC für immer im Herzen – und der FC ihn.

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1 1. FSV Mainz 05 0
1 1. FC Union Berlin 0
1 1. FC Köln 0

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