Profis | 19.10.2020

Rechtsverteidiger

Ehizibue: „Alle waren konstruktiv“

Kingsley Ehizibue hatte einen schweren Start in die Saison. Nach einer schwachen Vorbereitung lobte Markus Gisdol den FC-Außenverteidiger zuletzt. Im Interview spricht Ehizibue über seine Formsteigerung, die verletzungsbedingte Auswechslung gegen Frankfurt und seinen wichtigen Assist zum Ausgleich.

Easy, das Wichtigste zuerst. Du musstest gestern verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Wie geht es dir heute?
Ich fühle mich gut. Ich habe gestern nach einem falschen Schritt etwas hinten im Oberschenkel gespürt, an einer Stelle, an der ich letzte Saison schon mal Probleme hatte. Es wurde untersucht und heute Morgen behandelt – und es ist alles in Ordnung. Ich konnte heute ganz normal mittrainieren. 

Abgesehen von deiner Auswechslung: Wie denkst du über das Spiel gegen Frankfurt?
Für uns als Mannschaft war das ein Schritt in die richtige Richtung. Wir sind unglücklich in die Saison gestartet. Eigentlich hätte ich gestern deshalb gerne drei Punkte geholt, aber ein Punkt ist immerhin ein Anfang. Wir haben nach dem Rückstand gut dagegengehalten. Es ist immer schlecht, kurz vor der Pause ein Gegentor zu kassieren – aber ich finde, wir sind danach gut aus der Kabine gekommen.

Was ist in der Kabine passiert?
Jeder hatte das Gefühl, dass in diesem Spiel noch etwas drin ist für uns. Deshalb waren alle konstruktiv. Der Trainer hat uns nochmal Mut gemacht und wir uns gegenseitig auch. Wir wollten rausgehen und uns zurück ins Spiel kämpfen. Ich glaube, das ist uns gut gelungen. Am Ende wäre vielleicht sogar ein Sieg drin gewesen. Dazu hat es leider nicht mehr gereicht.

Du hast den Ausgleich vorbereitet. Wie hast du die Szene erlebt?
Nach dem Doppelpass mit Marius Wolf komme ich zur Grundlinie durch und bringe den Ball nach innen in den Rückraum. Genau an solchen Hereingaben haben wir in der vergangenen Woche mit Co-Trainer Frank Kaspari gearbeitet: diese Bälle von der Grundlinie gefährlich in den Sechzehner zu bringen. Es war schön zu sehen, dass sich die Arbeit im Training lohnt. Das hat Frank sehr gefreut und mich auch. Mein Job als Rechtsverteidiger ist zuallererst, gut zu verteidigen. Aber ich habe auch die Aufgabe, auf der rechten Seite Gefahr zu erzeugen, mit Läufen und Flanken. Meine Sprints funktionieren gut, aber meine Vorlagen müssen besser werden. Und daran arbeiten wir. Deshalb war es schön, dass es in dieser Szene geklappt hat.

Nach dem Spiel hat Cheftrainer Markus Gisdol das Zusammenspiel von Marius Wolf und dir auf der rechten Seite gelobt.
Marius ist erst seit kurzem hier, aber es war schon zu sehen, dass er ein guter Spieler ist. Er bringt uns mit seinen Qualitäten als Dribbler, Läufer und starker Passspieler sicher weiter. Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuspielen.

Markus Gisdol hat auch gesagt, dass deine Saisonvorbereitung nicht so gut gewesen sei, du aber jetzt immer besser in Form kommen würdest. Was hat sich verändert?
Ja, meine Vorbereitung war wirklich schlecht. Ich war nicht ganz fit, sondern hatte ein paar Wehwehchen. Es hat deshalb vieles auf dem Platz nicht so funktioniert, wie ich mir das selbst vorstelle und deswegen ist mein Selbstvertrauen ein bisschen verloren gegangen – zum Glück habe ich Menschen um mich herum, die mir helfen. Ich habe mich in den letzten Wochen viel mit meiner Familie und mit Freunden ausgetauscht, sehe die Dinge jetzt wieder positiver und konzentriere mich auf die Dinge, die ich beeinflussen kann. 

Schon am Freitag steht die nächste Partie bevor: auswärts in Stuttgart. Worauf wird es da ankommen?
Stuttgart ist sehr stark gestartet – im Gegensatz zu uns. Aber wir haben jetzt einen guten Schritt gemacht. Die Saison ist noch jung, der Punkteabstand zwischen den Mannschaften ist noch nicht groß. Wir wollen gegen Stuttgart nachlegen.

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14Sport-Club Freiburg7
151. FC Köln6
161. FSV Mainz 055