Profis | 05.09.2020

Interview

Florian Kainz: „Ich bin positiv gestimmt“

In der Vorbereitung auf die neue Spielzeit war Florian Kainz in überzeugender Form. Doch kurz vor Saisonstart hat sich der Österreicher am Knie verletzt und fällt länger aus. Im Interview spricht der FC-Profi über den ersten Schock, die nächsten Schritte und seine neue Rolle als Familienvater.

Kainzi, die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es dir?
Ich habe keine Schmerzen und ich bin froh, dass die Operation gut verlaufen ist. Mir geht es den Umständen entsprechend gut. 

Du bist vorzeitig aus dem Trainingslager in Donaueschingen abgereist, um dich in der MediaPark Klinik untersuchen zu lassen. War direkt klar, dass es etwas Ernsthafteres sein muss?
Nein, überhaupt nicht. Ich habe mittwochs das Training vorzeitig abgebrochen. Danach haben wir besprochen, dass ich nach Köln fahre, um ein MRT machen zu lassen. Ursprünglich wäre ich sonntags zur Nationalmannschaft gereist. Wir wollten schauen, ob ich fahren kann oder besser zu Hause bleibe. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich letztlich sogar operiert werden muss. 

Du warst gerade richtig gut drauf, wie hast du die Diagnose deiner Knieverletzung aufgenommen?
Im ersten Moment war es ein Schock. Man muss es aber einfach annehmen. So ist das manchmal im Fußball und man kann es nicht ändern. Ich war zwar gut drauf, aber es gibt nie einen guten Zeitpunkt für eine Verletzung. Deswegen nehme ich es jetzt an und mache mir nicht so viele Gedanken.  Ich versuche, immer die positiven Dinge zu sehen und nicht in Selbstmitleid zu verfallen.

Was motiviert dich in der aktuellen Phase?
Meine Familie. Ich bin kurz vor dem Trainingslager Vater geworden. Durch die Verletzung kann ich jetzt viel mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen und die ersten Wochen seines Lebens richtig miterleben. Mit den Krücken ist es aber schwierig. So kann ich meiner Frau nicht wirklich helfen. Trotzdem freue ich mich, dass ich bei ihr und meinem Sohn sein kann.

Wie sehen die nächsten Wochen für dich aus?
Die nächsten Wochen werden ruhig verlaufen, denn noch bin ich auf Krücken. Ich bin aber schon regelmäßig zur Behandlung am Geißbockheim und bei den Physiotherapeuten zur Therapie. Die Reha hat also schon begonnen. Wir schauen Schritt für Schritt, was ich machen kann.

Auch wenn du nicht spielen kannst: Wie blickst du auf den Saisonstart?
Es wird eine schwierige Saison – das ist uns allen bewusst. Wir nehmen das an, und wir haben in der Vorbereitung gut gearbeitet. Durch Corona ist alles etwas anders als sonst. Aber so, wie wir trainiert haben, bin ich positiv gestimmt, dass wir gut in die ersten Wochen starten.

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15Hertha BSC3
161. FC Köln2
17FC Schalke 041