Profis | 20.11.2020

Pressekonferenz vor Union Berlin

Gisdol: „Freuen uns auf den Wettkampf“

Am Sonntag ist Union Berlin im RheinEnergieSTADION zu Gast. Vor der Partie sprachen FC-Geschäftsführer Horst Heldt und Cheftrainer Markus Gisdol über die zurückliegende Länderspielpause, die Besetzung im Sturm und den kommenden Gegner.

Markus Gisdol sagte über…

… die Personalsituation: Bei Sebastian Andersson gehe ich nach heutigem Stand davon aus, dass er zum Kader zählen kann. Die nächsten zwei Tage müssen wir noch abwarten. Bei Benno Schmitz, Anthony Modeste und Jonas Hector reicht es nicht für Sonntag. Dass Florian Kainz nicht dabei sein kann, ist klar.

… Benno Schmitz und Anthony Modeste: Benno hatte eine heftige Verletzung im Pokalspiel erlitten. Es ging danach zügig vorwärts. Unter größerer Belastung hat er dann aber gespürt, dass wir langsamer machen müssen. Den gleichen Fehler wollen wir nicht noch einmal machen. Wenn alles nach Plan läuft, sehen wir ihn nächste Woche wieder auf dem Platz. Bei Anthony kann ich es noch nicht abschätzen. Wir kommen immer wieder einen Schritt vorwärts und dann wieder einen Schritt zurück. Es ist schwierig, damit umzugehen, weil wir ihn bräuchten. Aber er kann gerade nicht zuverlässig trainieren. Ich kann nicht absehen, ob er nächste Woche zur Verfügung steht. Da müssen wir wirklich von Woche zu Woche schauen. 

… die Länderspielpause: Wir sind gut durch die zwei Wochen gekommen. In der ersten Woche spürt man immer, dass man eine niedrigere Spannung hat, weil der Wettkampf fehlt. In dieser Woche haben wir wieder angezogen. Je näher es zum Spiel geht, desto mehr Spannung und Intensität kommt rein. Die Jungs sind gut drauf. Wir haben eine positive Stimmung. Ich freue mich auf den Wettkampf. Ich hätte die Länderspielpause nicht unbedingt gebraucht. Jetzt ist die Vorfreude groß.

… die Besetzung im Sturm: Vielleicht kann Sebastian Andersson direkt beginnen. Vielleicht spielen wir ohne echten Stürmer. Und wir haben auch noch Tolu, der die Position spielen kann. Wir schauen uns im Training an, was gut passt. Es ist die Position, die noch am offensten ist. Es macht es für den Gegner aber auch nicht einfacher, uns auszurechnen. Daraus können wir vielleicht einen Vorteil ziehen. 

… den Saisonstart von Union Berlin: Kompliment an Union für ihren guten Saisonstart. Es wird eine Mannschaft zu uns kommen, die mit breiter Brust spielen wird. Der Gegner hat aber gerade auch Personalsorgen. Genau wie wir. Union hat eine gute Vorbereitung gemacht. Im Sommer haben wir im Testspiel gegen sie gewonnen. Man hat aber gemerkt, dass etwas entsteht, sie einen guten Fußball spielen und einiges ausprobieren. Damals war Max Kruse noch nicht da. Er gibt ihnen nochmal ein Extra. Ich sehe uns aber in einer guten Chance, einen Sieg einzufahren und damit vieles zu lösen. 

… die Serie ohne Sieg: Wir müssen damit leben, dass die Serie immer wieder angeführt wird. Wir haben in den letzten vier Spielen aber einen Aufwärtstrend gesehen. Den gilt es zu verstärken. Wir haben stabil gespielt in der Defensive. Das müssen wir über 90 Minuten machen und nach vorne ruhiger im Passspiel werden. Es gibt viele gute Ansätze, aber auch kritische, an denen wir weiterarbeiten. 

… Druck und das nächste Auswärtsspiel in Dortmund: Druck haben wir sowieso immer. Den haben wir uns selbst gemacht, dadurch, dass wir nicht gewonnen haben. Wir wollen die Partie gegen Union zu Hause gewinnen. Das ist Fakt. Wir schauen noch nicht auf die Woche danach. 

… das Selbstbewusstsein der Mannschaft: Es gibt keinen Ersatz für Siege. Das ist so. Wir haben jetzt eine Mannschaft beisammen, die in den ersten drei Spielen nicht gepunktet hat und das mit sich rumschleppt. Zuletzt haben wir aber ordentlich gespielt und in den letzten vier Spielen dreimal gepunktet. Das hat der Mannschaft ein kleines Pflänzchen Selbstvertrauen gebracht. Das gilt es jetzt zu gießen. Wir müssen guten Fußball spielen. Das ist unser Weg. Dadurch werden wir einen Sieg holen – früher oder später.

… Max Kruse: Er versteht es, in Räume reinzustoßen, die der Gegner ihm bietet. Er hat ein gutes Auge und Gefühl dafür. Wir würden aber einen Fehler machen, uns nur auf ihn zu fokussieren. Oft ist er der Vorbereiter und jemand anders vollendet. Union hat eine Reihe guter Spieler, die wir beachten müssen. Wahrscheinlich tut es den anderen gerade gut, dass er so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. 

Horst Heldt sagte über… 

… Transferaktivitäten im Winter: Wir werden den Kader genau beobachten und dann gemeinsam mit dem Trainerteam, der Geschäftsführung und dem Vorstand eine Entscheidung treffen, ob wir noch einmal nachjustieren. Die Möglichkeit dazu besteht.  Wir beschäftigen uns mit Szenarien und Alternativen. 

... Länderspiele: Viele Verantwortliche in der Liga haben sich dafür ausgesprochen, Wettbewerbe durchzuführen. Vordergründig nationale Wettbewerbe wie Bundesliga und DFB-Pokal, aber auch internationale Wettbewerbe wie Champions League und Europa League. Dazu gehören aber auch Länderspielabstellungen mit einem Wettbewerb wie der Nations League. Das muss man akzeptieren. Man kann nicht sagen, dass das eine besser ist als das andere. Darum geht es nicht. Wogegen ich mich aber immer ausgesprochen habe und was ich kritisch sehe, sind Freundschaftsspiele in Corona-Zeiten. 

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PL.VereinPkt.
14Sport-Club Freiburg8
151. FC Köln7
16DSC Arminia Bielefeld7