Profis | 19.10.2020

FC-Geschäftsführer im Gespräch

Heldt: „Ein Schritt nach vorn“

Nach dem Punktgewinn gegen Frankfurt sprach FC-Geschäftsführer Horst Heldt am Montag über das Spiel, Länderspiel-Abstellungen für Freundschaftsspiele und den kommenden Gegner.

Horst Heldt sagte über…

… das Remis gegen Frankfurt: Nicht nur der Punkt selbst, sondern auch die Art und Weise, wie wir zurück ins Spiel gefunden haben, war wichtig. Wir zeigen nach wie vor zwei Gesichter. Das resultiert aber auch aus den Ergebnissen davor. Dadurch geht man nicht mit dem besten Selbstvertrauen in das Spiel. Das hat man in der ersten Hälfte gemerkt. Erfreulich ist, dass wir mehr gelaufen sind und in den Zweikämpfen ein leichtes Übergewicht hatten. Das müssen wir beibehalten, denn das ist die Grundlage, um zu punkten. Wir müssen jetzt anhand der zweiten Hälfte versuchen, den nächsten Schritt zu machen und noch mehr spielerische Akzenten zu setzen. Daran müssen wir in dieser Woche ansetzen und versuchen, weiter zu punkten – am besten schon im nächsten Spiel. 

… noch fehlende Automatismen: Wir konnten in der Länderspielpause an vielen Dingen arbeiten. Doch der Feinschliff ist natürlich nicht möglich, wenn viele Spieler unterwegs sind. Das ist ein Problem, das auch andere Mannschaften hatten. Dann kommt das nicht vorhandene Selbstvertrauen hinzu. Punkte und Siege fördern die Automatismen. Wir haben jetzt bis zur nächsten Länderspielpause Zeit, mit allen Spielern zu arbeiten.

… Anthony Modeste: Er hat gestern nur kurzgespielt, aber das, was er gemacht hat, war dann gleich gefährlich. Wir brauchen jeden – und das ist keine Floskel. Tony hat in den vergangenen Wochen sehr intensiv und gut gearbeitet und hatte sich deswegen seinen Einsatz verdient. Es war schwierig, im Laufe der zweiten Hälfte zu wechseln, weil sich viele Spieler gesteigert haben. Trotzdem war es wichtig, ihn wieder auf dem Platz zu haben. Ich glaube, es hat ihm gutgetan. Er hat jetzt in den nächsten Einheiten Gelegenheit, weiter Gas zu geben.

… Länderspiel-Abstellungen für Freundschaftsspiele: Die Nations League wurde uns als ein Modell verkauft, um weniger Freundschaftsspiele stattfinden zu lassen. Jetzt findet aber beides statt, die Nations League und Freundschaftsspiele. Damit kann ich nichts anfangen. Ich spreche mich nicht gegen die Nations League aus, aber ich kann mich gut daran erinnern, mit welchem angeblichen Ziel das damals initiiert wurde. Und aktuell muss man auch Corona mit einfließen lassen. Besonders deshalb, weil alles um uns herum und rot ist und überall Risikogebiete ausgesprochen werden. Ich bin dafür, die Wettbewerbe unter der größtmöglichen gesundheitlichen Absicherung stattfinden zu lassen – egal ob es die Nations League, Champions League, Euro League, Bundesliga oder DFB-Pokal ist. Aber Freundschaftsspiele gilt es zu vermeiden. Wir müssen alle Kompromisse eingehen und da ist meine Erwartung an die Verbände, dass sie das auch tun. Das war jetzt schon die zweite Länderspiel-Abstellung gewesen und bald kommt noch eine. Der Terminkalender ist ohnehin voll. Wir haben zeitlich kaum Luft und müssen immer damit rechnen, mögliche Spielausfälle kompensieren zu müssen. Daher sollten wir alle an einem Strang ziehen.

… den möglichen Fall, dass die Saison erneut Corona-bedingt unterbrochen wird: Es hängt immer wie ein Damoklesschwert über uns, dass so etwas passieren kann. Wir haben immer gesagt: Wenn es bei den Testkapazitäten zu Engpässen kommt, dann ruht der Spielbetrieb wieder. Das ist aber nicht das, was wir wollen. Wir hatten gestern 300 Zuschauer im Stadion und es hätten noch ein paar mehr reingepasst, ohne dass man damit das Infektionsrisiko erhöht. Unser Konzept ist gut. Wir müssen alle einen Mix finden zwischen einer gewissen Sensibilität, die wir nach wie vor brauchen, und gleichzeitig einer Normalität, in die wir wieder hineinkommen möchten. Wenn es zu Engpässen kommt, ist es wichtig, die Verantwortung zu übernehmen. Wir versuchen aber weiter, unseren Spielbetrieb aufrechtzuerhalten.

… das kommende Spiel in Stuttgart: Stuttgart ist gut in die Saison gestartet. Aber bis auf den einen oder anderen Verein sind wir gegen jeden in der Lage, zu punkten und auch Dreier zu holen. Das nehmen wir uns vor, auch wenn die Stuttgarter zu Hause sicher mit einer breiten Brust auftreten werden. Wir brauchen die Basis, die wir zuletzt gelegt haben, und müssen sie jetzt in Punkte ummünzen. Wir haben einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Beim nächsten Spiel brauchen wir nicht nur eine gute Hälfte, sondern zwei.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
14Sport-Club Freiburg8
151. FC Köln7
16DSC Arminia Bielefeld7