Profis | 19.01.2022

Mixed Zone

Kessler: „Bochum wird ein Gradmesser für uns“

Nach dem bitteren Ausscheiden im DFB-Pokal sprach Thomas Kessler, sportlicher Leiter der FC-Lizenzspielerabteilung, in einer Medienrunde nach der Trainingseinheit am Mittwoch über das Pokalaus gegen den Hamburger SV, die anstehende Bundesliga-Partie beim VfL Bochum und mögliche Wintertransfers.

Thomas Kessler über…

…das verlorene DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den HSV: „Es war eine kurze Nacht. Wenn man auf die Art und Weise ausscheidet, ist es natürlich extrem bitter. Da braucht es etwas länger, bis man den Schlaf bekommt. Die Regel mit der doppelten Berührung bei einem Strafstoß ist eine Tatsachenentscheidung. Es haben sich alle etwas fragend angeschaut. Mein erster Impuls war: Gott sei Dank ist er reingegangen. Dann wird der Treffer nicht gegeben. Der Sinn der Regel ist sicherlich nicht, dass der Elfmeter, wenn jemand wegrutscht, zurückgepfiffen wird. Wir müssen am Ende mit der Entscheidung leben.“

…die gezeigte Leistung und den Gegner: „Ich denke, dass die Mannschaft eine gute Leistung gezeigt hat. Der HSV hat gut dagegengehalten. Es sind zwei Mannschaften aufeinandergetroffen, die sehr mutig und offensiv agiert haben. Wir hatten über die 120 Minuten schon ein Chancenplus. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir die Möglichkeiten nicht genutzt haben.“

…die Rotation: „Es hat uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet, dass die Jungs, die von der Bank gekommen sind, oft für die Entscheidung gesorgt haben. Viele Punkte, die wir vor Weihnachten geholt haben, haben wir Spielern zu verdanken, die gebrannt haben, eingewechselt zu werden. Über Trainings- und Spielleistungen haben sich die Jungs empfohlen, von Beginn an zu spielen. Wenn man ausscheidet, kann man die Diskussion über Rotation immer führen. Das wäre aber nicht fair, da wir von Beginn an eine Mannschaft auf dem Platz hatten, die in der Lage war, die Partie nach 90 oder 120 Minuten zu entscheiden. Am Ende muss man trotzdem den Charakter der Mannschaft hervorheben. In der 120. Minute noch den Ausgleich zu erzielen, zeigt die starke Mentalität, die im Team herrscht.“

…das Fehlen der Großzahl der Zuschauer: „Die Rahmenbedingungen waren perfekt, es war alles gegeben für ein tolles Fußballfest. Das Wetter war schön, es trafen zwei Traditionsvereine im DFB-Pokal-Achtelfinale aufeinander. Wenn man dann nur vor 750 Zuschauern spielt, ist es natürlich bitter, für alle Beteiligten. Die Jungs hätten es sich verdient gehabt, der HSV hätte wahrscheinlich auch viele Fans mitgebracht.“

…die Partie gegen den VfL Bochum: „Der VfL Bochum ist immer ein ernstzunehmender Gegner, der ein Konkurrent bei der Erreichung unserer Saisonziele ist. In Bochum wird sehr gute Arbeit geleistet. Nach einem schwachen Saisonstart haben sie sich sehr gut zurückgekämpft. Es wird ein sehr schwieriges Auswärtsspiel. Da haben wir die gleiche Thematik mit den Zuschauern. Das wäre meiner Meinung nach auch wieder ein schönes Auswärtsspiel gewesen. Die Partien an der Castroper Straße haben immer einen besonderen Flair. Als Spieler habe ich sehr gerne dort gespielt. Sportlich wird es ein Gradmesser für uns. Wir müssen eine Topleistung bringen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

…mögliche Neuzugänge: „Wir sind in Gesprächen. Wenn es etwas zu vermelden gibt, dann werden wir das tun. Grundsätzlich werden wir mit dem Kader so in die Begegnung in Bochum gehen. Es würde keinen Sinn ergeben, einen Spieler in den Kader zu nehmen, selbst, wenn wir heute jemanden verpflichten würden. Das Ziel ist es, in der spielfreien Woche einen Neuzugang zu präsentieren.“

…eine mögliche Kaufoption bei Noah Katterbach: „Der Junge hatte eine schwierige Situation bei uns. Wir haben jetzt erst einmal versucht, eine Lösung zu finden, weil es sportlich für ihn hier nicht weiterging. Aber vertragliche Inhalte werden wir, wie gewohnt, öffentlich nicht kommunizieren.“

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