Frauen | 07.06.2021

Meisterschaft der FC-Frauen im Video

Mit einer HUMBA in die Bundesliga

Die FC-Frauen haben ihr großes Ziel erreicht. Die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd und der Aufstieg in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga – nach einer sehr beeindruckenden Saison.

„Gebt mir ein H“, hallt es durch das Stadion von Eintracht Frankfurt II. „Gebt mir ein U“, fordert FC-Spielerin Rachel Rinast anschließend. „Gebt mir ein 1. FC Köln!“, schreit sie aus voller Kehle. „1. FC Köln“, brüllen ihre Mitspielerinnen zurück. „Gebt mir ein Meister!“ „Meiiiiiiister“, antworten die FC-Mädels lautstark, als solle ganz Frankfurt an diesem Tag mitbekommen, wer gerade die Meisterschaft der zweiten Liga durch einen 3:0-Sieg eingetütet hat. Der abgewandelte, bekannte Humba-Gesang spiegelt genau das wider, was die FC-Frauen in der gesamten Saison ausgezeichnet hat. Mit Leidenschaft und purer Freude ihr Ziel zu erreichen: Die Meisterschaft der 2. Bundesliga Süd und der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.

Im Video: FC-Frauen feiern die Meisterschaft

„Wir sind unheimlich stolz auf diese Mannschaft“, sagt Trainer Sascha Glass. „Wir waren zwar der Aufstiegsfavorit in der Liga. Aber dass die Mädels dieser Rolle so eindrucksvoll gerecht geworden und souverän aufgestiegen sind, ist keine Selbstverständlichkeit.“ In 16 Spielen fuhren sie 15 Siege ein, nur einmal gab es ein Remis gegen den 1. FC Saarbrücken. „Wir haben uns über die Saison spielerisch weiterentwickelt und auch in der Ligapause durch die Corona-Pandemie diszipliniert gearbeitet. Dafür muss man den Spielerinnen, aber auch dem gesamten Funktions-Team ein riesiges Kompliment machen“, lobt Glass. Die Rückkehr in die Bundesliga nach nur einem Jahr stand bereits vier Spiele vor Saisonende fest, die Meisterschaft einen Spieltag später. Die Meisterschale bekamen die FC-Frauen am letzten Spieltag nach ihrem 2:0-Heimsieg gegen die SG 99 Andernach im Franz-Kremer-Stadion überreicht.

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle sagt: „Glückwunsch an unsere FC-Frauen, die eine großartige Saison gespielt haben und hochverdient in die Bundesliga aufsteigen. Die Mädels haben keine Partie verloren und haben 46 von 48 möglichen Punkten geholt. Das ist trotz der Favoritenrolle, die wir in dieser Liga hatten, eine beeindruckende Leistung. Wir sind sehr erleichtert, dass wir mit unseren Herren und unseren Damen in der kommenden Spielzeit in der höchsten Spielklasse antreten werden.“

Den Rhythmus gefunden

Gegen die SG 99 Andernach schossen Eunice Beckmann und Karoline Kohr, in ihrem letzten Spiel für den FC, die beiden Treffer. „Wir wollten ungeschlagen in die Bundesliga aufsteigen. Das haben wir geschafft“, sagt Mandy Islacker, mit elf Treffern beste Torschützin des FC. Die Stürmerin wurde bereits Olympia-Siegerin mit der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft und schoss den 1. FFC Frankfurt 2015 zum Champions League-Sieg. „Einen Aufstieg in die Bundesliga gab es für mich zum ersten Mal“, sagt Islacker lachend. „Und es hat sich einfach saugut angefühlt. Wir mussten uns als Mannschaft zu Saisonbeginn noch etwas finden, da hatten wir noch nicht unseren Rhythmus und die Ergebnisse waren dementsprechend noch häufig knapp. Im Laufe der Saison sind wir aber immer besser ins Rollen gekommen.“

Nicole Bender, Sportliche Leiterin der FC-Frauen, sagt: „Wir sind sehr stolz auf unsere Mädels. Unsere Spielerinnen haben sich über die gesamte Spielzeit in dieser Corona-geprägten Saison sehr diszipliniert verhalten, sodass wir keinen positiven Corona-Fall hatten. Wir sind zudem sehr dankbar über die Unterstützung von Alexander Wehrle, Dr. Werner Wolf, Dr. Carsten Wettich, Eckhard Sauren und unserer Partner wie Heiko Hünemeyer von Schaebens. Jetzt freuen wir uns auf die nächste Aufgabe, uns in der Bundesliga zu etablieren. Die Zeit der Auf- und Abstiege muss jetzt vorbei sein. Ich hoffe, wir sind jetzt zum letzten Mal aufgestiegen.“

Verstärkungen für die Bundesliga

Vier Neuzugänge vermeldeten die FC-Frauen für die neue Saison bislang. Jana Beuschlein stürmt von Bundesligist TSG Hoffenheim nach Köln, Verteidigerin Irini Ioannidou wechselt von der SGS Essen zum FC, genauso wie Mittelfeldspielerin Manjou Wilde – und vom SC Freiburg holten die FC-Frauen Nationaltorhüterin Elvira Herzog zurück. Weitere Verstärkungen sollen folgen. „Wir möchten einen Kader in die Bundesliga schicken, der in der Lage ist, Platz zehn oder besser zu erreichen. Deswegen tauschen sich Sascha Glass und ich regelmäßig zusammen mit unserem Scoutingbereich aus. Es ist für uns eine Ehre und eine tolle Aufgabe, dass wir uns nun in der Liga wieder gegen die besten Clubs Deutschlands messen dürfen“, sagt Bender, die im Oberhaus mit einer gesunden Portion Mut auftreten möchte. „Wir haben mit Sascha einen Trainer, der gerne offensiv ausgerichtet spielen lässt. Wir werden also auch als Außenseiter nicht den Mannschaftsbus vor unserem Tor parken, um Punkte mitzunehmen.“

Vorne soll in der Bundesliga unter anderem Islacker wirbeln, die in ihrer Karriere schon zweimal Bundesliga-Torschützenkönigin wurde. Islacker sagt: „Das Leistungsniveau in der Bundesliga ist natürlich deutlich höher als in der zweiten Liga. Ich freue mich auf Spiele gegen große Clubs, auf spannende Duelle gegen ähnlich aufgestellte Gegner und darauf, auf viele ehemalige Weggefährten zu treffen. Ich bin überzeugt, dass wir mit geschlossenen Teamleistungen auch dort unsere Zähler holen werden.“ Damit am Ende der neuen Saison die „Humba“ erneut durch das Franz-Kremer-Stadion hallt.  

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