Club | 11.10.2018

FC-Mitgliederversammlung 2018

Mitgliederrat neu gewählt

Mehr als 6.100 stimmberechtigte FC-Mitglieder haben bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des 1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V. einen neuen Mitgliederrat gewählt. Zuvor gab es emotionale Momente und Rekordzahlen.

Auf der Mitgliederversammlung des 1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V. ist am Mittwochabend ein neuer Mitgliederrat gewählt worden. Folgende zwölf FC-Mitglieder engagieren sich in den kommenden drei Jahren ehrenamtlich im Mitgliederrat: Nicole Bender, Walther Boecker, Josef Derkum, Engelbert Faßbender, Fritz Guckuk, Christian Hoheisel, Ho-Yeon Kim, Frank Leifer, Stefan Müller-Römer, Fabian Schwab, Michael Trippel und Carsten Wettich. Insgesamt hatten 41 Mitglieder für den Mitgliederrat kandidiert – und sich und ihre Standpunkte den Mitgliedern vorgestellt.

Vor der Wahl des Mitgliederrats begann der Abend wie gewohnt: Mitglieder und FC-Profis sangen gemeinsam die Vereinshymne. Zuvor waren Mannschaft und Trainerteam mit Standing Ovations begrüßt worden. In einem kurzen Interview auf der Bühne betonte Markus Anfang: „Es macht mich wahnsinnig stolz, Trainer beim 1. FC Köln zu sein.“

Der FC hat mehr als 105.000 Mitglieder

Nach der Totenehrung, bei der auch der im November 2017 gestorbenen FC-Legende Hans Schäfer mit einem Ehrenapplaus gedacht wurde, folgte die Ehrung der Jubilare. Max Esser, der aufgrund der Erkrankung seiner Frau nicht persönlich anwesend war, wurde für 80 Jahre Treue zum FC gedankt, Rolf Heydmann, Werner Magierski und Helmut Opper für je 65 Jahre. Sie sind Teil der mittlerweile 105.752 Mitglieder starken FC-Familie. 6.128 davon kamen am Mittwoch in die Lanxess arena.

„Ich freue mich über jeden, der heute hier ist“, sagte FC-Präsident Werner Spinner. In seinem Jahresbericht ging Spinner auf die abgelaufene Abstiegssaison ein und betonte: „Vor einer Krise und vor Kritik wegzulaufen, ist genau das Gegenteil von Verantwortung übernehmen. Als Vorstand sind wir in der Pflicht für den 1. FC Köln.“ Vizepräsident Toni Schumacher sagte: „Auch wir im Vorstand haben Fehler gemacht. Wir werden alles dafür tun, den Abstieg mit einem Aufstieg wiedergutzumachen.“

Die besten Geschäftszahlen der Clubgeschichte

Die Voraussetzungen dafür seien vorhanden. „Dank der hervorragenden Arbeit seit 2012, als wir den FC vor der Insolvenz gerettet haben, haben wir uns wirtschaftlich ein Polster geschaffen, das es uns erlaubt hat, für diese Saison von Anfang an mit einem Kader zu planen, der aufsteigen kann“, sagte Spinner. Untermauert wurde die Aussage von Geschäftsführer Alexander Wehrle, der die Geschäftszahlen der abgelaufenen Saison präsentierte. Mit 171,8 Millionen Euro Umsatz und einem Gewinn von 27,4 Millionen Euro vor Steuern hat der 1. FC Köln in der abgelaufenen Saison 2017/2018 zum vierten Mal in Folge die besten Ergebnisse der Clubgeschichte erzielt. „Auch wenn wir gut dastehen, der Weg zum Aufstieg ist noch lang und schwer – und es wird Rückschläge geben“, sagte Geschäftsführer Armin Veh. „Diesen Weg schaffen wir nur gemeinsam. Wir wollen alle gemeinsam das Beste für den 1. FC Köln.“

Der Vorstand sprach in seinem Jahresbericht auch über Ausschreitungen während und am Rande von FC-Spielen. „Wir sind stolz auf unseren FC und schämen uns, wenn wir Kölner mit Straftaten einiger weniger Schläger in Zusammenhang gebracht werden“, sagte Vizepräsident Markus Ritterbach. Daher habe man beschlossen, diejenigen Vereinsmitglieder, die auf den Überfall auf den Union-Fanbus beteiligt waren, aus dem Verein auszuschließen. Ritterbach: „Der FC muss sich von solchen Menschen distanzieren.“

Der Mitgliederratsvorsitzende Stefan Müller-Römer hob in seinem Jahresbericht die Bedeutung des Gremiums hervor: „Wir mischen uns als Mitgliederrat nicht in das Tagesgeschäft ein. Wir beraten und überwachen ausschließlich den Vorstand. Der Mitgliederrat ist das wichtigste Aufsichtsgremium unseres Vereins.“

Neben der Wahl des Mitgliederrats standen auch Abstimmungen über Satzungsänderungsanträge auf der Tagesordnung. Der Antrag des Vorstands, Beschlüsse über Entlastungen von Organmitgliedern künftig im Wege der Gesamtentlastung zu erfassen und für das Vorschlagsrecht des Mitgliederrats für den Vorstand eine Frist bis zum 31. Mai zu setzen, wurde von den Mitgliedern abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag eines Mitglieds, keine Mitgliederrats-Kandidaturen von Personen zuzulassen, die eine vergütete Tätigkeit für den Verein oder die KGaA ausüben. Der Antrag, in der Satzung Geschenke für das Erscheinen auf der Mitgliederversammlung zu verbieten, erhielt ebenfalls nicht die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 1. FC Köln 19
2 1. FC Union Berlin 17
3 Hamburger SV 17

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