Club | 11.12.2012

Stellungnahme zu BILD-Bericht

1. FC Köln stellt richtig

Die BILD-Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 11. Dezember 2012 unter der Überschrift „Wer kriegt wie viel Macht?“ über die von den Vereinsgremien des 1. FC Köln auf der Mitgliederversammlung vom 11. Dezember 2012 zur Abstimmung gestellte Satzungsänderung. Der Artikel suggeriert u.a., der Präsident des FC habe auch in der neuen Satzung so viel Macht wie gemäß der bisher gültigen Satzung. Einige Aussagen bedürfen der Klarstellung bzw. Korrektur.

BILD versucht, diese These mit der Behauptung zu belegen, der Vorstand solle bei den Sitzung der neuen Gremien Mitgliederrat und Beirat anwesend sein.

Dazu ist festzustellen: Bei den Sitzungen des Mitgliederrats ist der Vorstand nur dann anwesend, wenn er von dem Gremium selbst ausdrücklich eingeladen wird (§ 22.5). Im Beirat dient das Anwesenheitsgebot des Präsidiums der Information des Gremiums, das die Aufgabe hat, den Vorstand in seiner Arbeit zu beraten und zu unterstützen. Ganz grundsätzlich ist festzuhalten, dass es im Interesse des Vereins ist, wenn die Organe des FC eng zusammenarbeiten und sich regelmäßig austauschen.

Als weiteres Argument führt BILD an, im Gemeinsamen Ausschuss reichten die Stimmen des Vorstands und des „selbst ausgesuchten Beiratschefs“ zur Mehrheit.

Dazu ist festzustellen: Nach alter Satzung hat ausschließlich der Vorstand Stimmrecht in der Gesellschafterversammlung. Im neuen Gremium „Gemeinsamer Ausschuss“, das über Themen mit großer wirtschaftlicher Bedeutung in den Beteiligungsgesellschaften befindet, entscheiden neben dem Vorstand und dem Vorsitzenden des Beirats auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA und die beiden Vertreter des von der Mitgliederversammlung gewählten Mitgliederrats mit. Das ist nicht mehr und auch nicht gleich viel Macht für den Vorstand, sondern eindeutig weniger. Der Vorstand muss sich in dem Gremium erstmals Mehrheiten für die Zustimmung zu seinen Vorhaben sichern. Der Vorsitzende des Beirats wird übrigens von den Mitgliedern des Beirats gewählt, der Vorstand hat lediglich Vorschlagsrecht.

Die BILD suggeriert, dass Mitglieder die gemäß dem Satzungsentwurf vorgesehene Möglichkeit, mit 1.000 Mitglieder-Unterschriften eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu initiieren, zum wirtschaftlichen Schaden des Vereins ausnutzen könnten.

Dazu ist festzustellen: Der Vorstand unterstellt den Mitgliedern derartige Absichten nicht. Sollte entgegen dieser Einschätzung eine Mitgliedergruppe wiederholt außerordentliche Mitgliederversammlungen beantragen und dadurch offensichtlich nur bezwecken, dem Verein  wirtschaftlich zu schaden, besteht gemäß dem allgemeinen verbandsrechtlichen Grundsatz des Rechtsmissbrauchs die Möglichkeit, die entsprechenden Anträge nicht zuzulassen. Auch die Formulierung zur Abwahl des Vorstands legt nahe, die Hürde hierfür sei gemäß neuer Satzung sehr hoch. In Wahrheit ist es faktisch leichter geworden, einen Vorstand abzuwählen. 1.000 Mitglieder-Unterschriften reichen nach der neuen Satzung bereits aus, um einen Antrag auf Abwahl zu stellen. Nach bisheriger Satzung war eine Abwahl nur auf Antrag von 20 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder möglich, also faktisch gar nicht.

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PL. Verein Pkt.
12 1. FC Union Berlin 20
13 1. FC Köln 20
14 Hertha BSC 19

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