Profis | 04.11.2020

FC-Youngster im Interview

Thielmann: „Handlungsschnelligkeit ist wichtig“

Jan Thielmann aus dem FC-Nachwuchs spielt mit 18 Jahren bereits seine zweite Saison bei den Profis. Im Interview spricht er über seine Entwicklung, den Konkurrenzkampf im Team und seine persönlichen Ziele.

Jan, in der vergangenen Saison hast du zwölf Bundesliga-Einsätze bei den Profis gehabt, diese Saison sind es auch schon wieder vier. Fühlst du dich inzwischen voll angekommen im Profi-Bereich? 
Letzte Saison war alles noch ganz neu für mich, diese Saison fühle ich mich schon ein Stück weiter. Aber ganz angekommen bin ich im Profi-Bereich auch noch nicht. Da bin ich noch ein paar Profi-Spiele von entfernt. Ich hoffe, dass ich diese Spiele schnell sammeln kann und schnellstmöglich ganz ankommen kann. 

Wo musst du dich noch weiterentwickeln?
Die Handlungsschnelligkeit unter Druck ist wichtig und bei mir noch ein großes Thema. Unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen, darum geht es. Die Basis ist gelegt. Aber auch an ein paar technischen Dingen muss ich noch feilen. Das alles kann durch die Erfahrung kommen, die ich in den Spielen sammle. Aber vor allem auch durch viel Training: Mannschaftstraining, aber auch durch zusätzliches Einzeltraining. Außerdem ist es wichtig, den Körper gut vor- und nachzubereiten nach den Einheiten. Dann kann man auch im Training 100 Prozent geben, um sich jeden Tag ein Stück zu verbessern. 

Du hast in dieser Saison sowohl als Links-, als auch als Rechtsaußen gespielt. Im Pokal gegen Altglienicke sogar als Stürmer. Wo fühlst du dich wohler?
Momentan fühle ich mich rechts außen und auf der Zehn am wohlsten. Ich bin es seit der Jugend gewöhnt, über außen zu spielen. Im Sturm ist einiges noch neu für mich.

In den ersten beiden Spielen gegen Hoffenheim und Bielefeld hast du in der Startelf gestanden. Gegen Gladbach und München kamst du von der Bank ins Spiel. Wie beurteilst du den teaminternen Konkurrenzkampf um die Startplätze?
Die Startformation hat sich in den letzten vier Spielen oft geändert. Das ist manchmal auch gut. Die Konkurrenz ist eine sehr gesunde in der Mannschaft. Wir verstehen uns alle gut und keiner hat ein Problem mit dem anderen. Auf dem Platz kann es im Training trotzdem mal heiß hergehen. So muss es aber auch sein. Ich fühle mich wohl in der Truppe – und auch mit meinen Konkurrenten.

Zwei Assists hast du schon beigesteuert in dieser Saison. Wie blickst du persönlich auf deine bisherigen Spiele? Was hast du dir vorgenommen?
Das erste Spiel gegen Hoffenheim fand ich gut. Auch gegen Bayern war es wieder besser. Gegen Bielefeld war ich nicht zufrieden mit mir selbst und mit meiner Leistung. Nach einem schlechten Spiel ist es wichtig, diese negative Energie dann ins Training zu stecken. Jetzt blicke ich positiv auf die nächsten Spiele und hoffe auf weitere Einsatzzeiten.  

Ein gutes Spiel gegen einen guten Gegner, aber keine Punkte. Was sind deine Lehren aus dem Bayern-Spiel?
Das Spiel gegen Bayern hat uns gutgetan. Wir sind trotz der Niederlage mit vielen positiven Ansätzen rausgegangen. Das gibt uns auf jeden Fall Hoffnung und Selbstvertrauen für das Spiel am Freitag gegen Bremen und für die kommenden Wochen. 

Mit welchen Erwartungen gehst du in das Spiel am Freitag?
Ich erwarte eine umkämpfte Partie. Bremen ist ordentlich gestartet. Wir wollen endlich unsere ersten drei Punkte holen. Das steht über allem. Das ist auch wichtig für das Selbstvertrauen. Danach steht die Länderspielpause an und es warten mit Union und Dortmund schon die nächsten wichtigen Aufgaben. 

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
14Sport-Club Freiburg8
151. FC Köln7
16DSC Arminia Bielefeld7