Profis | 03.07.2018

Interview

Thomas Kessler: „Der Aufstieg wird viel Arbeit“

Am Dienstag endet für die Profis des 1. FC Köln das erste Trainingslager der Vorbereitung. Zum Abschluss sprach FC-TV mit Thomas Kessler über die Zeit in Bad Gögging, die Stimmung im Team und die Erwartungen an die neue Saison.

Kess, wie ist bisher dein erster Eindruck von der Mannschaft?
Ich habe einen guten Eindruck. Es ist alles total neu und wir bekommen viel neuen Input im taktischen Bereich. Es ist eine ganz andere Art Fußball zu spielen. Es dauert seine Zeit, aber ich denke, dass wir in dieser Woche richtig gut gearbeitet haben. Im Testspiel haben wir auch schon schon das ein oder andere, was wir trainiert haben, umgesetzt. Das sind Mechanismen, die jetzt immer wieder wiederholt werden müssen, damit sie in Fleisch und Blut übergehen. Der eine merkt es schneller, der andere braucht länger. Es ist wichtig, dass sich die erfahrenen Jungs auch neben dem Platz intensiver damit auseinandersetzen, sodass man auf dem Platz spezifischer coachen kann.

Die Tage im Trainingslager sind lang und intensiv. Wie wichtig ist es, dass die Stimmung tatsächlich gut ist?

Interessant wird es immer, wenn das Trainingslager über sieben Tage hinausgeht. Das hat man im Laufe der Karriere gelernt. Es wird dann irgendwann für den Kopf problematisch. Deswegen ist es wichtig, dass wir auch neben dem Platz eine homogene Einheit sind und auch Spaß haben. Aber vor allem sind wir zum Arbeiten da. Die Rahmenbedingungen hier in Bad Gögging waren gut. Es ist immer wichtig, dass man gut schlafen und regenerieren kann und ein vernünftiges Essen hat. Das war hier alles gegeben. Wir kennen auch die Bedingungen in Kitzbühel. Die sind dort genauso gut. Wir haben ein großes Ziel und dafür müssen wir arbeiten.

Wie sehr ist die vergangene Saison an die Substanz gegangen?
Extrem. Das letzte Jahr war das anstrengendste meiner Karriere, obwohl ich zum ersten Mal keine einzige Minute gespielt habe. Es war eine Ausnahmesituation, die unglaublich schwer zu verdauen war. Es ging bis ins Privatleben hinein. Man war zu Hause anwesend, aber irgendwie auch nicht. Die Gedanken haben sich permanent um diese Situation gedreht. Wenn es nicht nur ein Job ist, sondern dieser Verein einem so sehr ans Herz gewachsen ist, dann kann man es zu Hause nicht abschütteln. Der Urlaub in der Sommerpause hat mir so gutgetan wie noch nie. Ich habe die Zeit mit der Familie genossen und fühle mich jetzt körperlich und geistig in einem super Zustand.

Wie bereitet man sich darauf vor, dass man in der kommenden Saison fast immer der Favorit sein wird und liefern muss?
Wir nehmen diese Rolle an. Egal in welchem Stadion wir spielen werden, für unseren Gegner wird das Spiel gegen den FC das Highlight der Saison sein. Das muss uns bewusst sein. Wir wissen, dass wir in der Favoritenrolle sind. Aber der Aufstieg wird absolut kein Selbstläufer.  Es ist viel Arbeit und wir werden auch gegen Widerstände ankämpfen müssen. Es ist wichtig, dass wir einen guten Start haben. Wir müssen Selbstvertrauen haben und auch ausstrahlen.

Das ganze Interview mit Thomas Kessler sehen FC-Mitglieder auf NetCologne FC-TV:

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