Profis | 13.02.2019

FC gegen Paderborn

Treffen der Torfabriken

Das Gastspiel des 1. FC Köln beim SC Paderborn verspricht spektakulär zu werden. Es ist das Duell der beiden torgefährlichsten Mannschaften der Liga. Ein Blick in die Statistik.

Natürlich könnte es ganz anders kommen. Natürlich könnten sich der 1. FC Köln und der SC Paderborn am Freitagabend ein Duell der Marke „Sie haben sich neutralisiert“ liefern. Die Zahlen lassen aber anderes erwarten. Ein Torfeuerwerk zum Beispiel. Belege? Bitteschön:

Vier Treffer pro Spiel

In den 41 Spielen, die der FC und Paderborn in dieser Spielzeit in Summe bestritten haben, sind insgesamt 159 Tore gefallen. Macht pro Partie fast vier Stück. Torlos ging in dieser Saison noch keine FC-Partie aus, Paderborn spielte bisher auch nur einmal 0:0. Beim letzten direkten Aufeinandertreffen gab es sogar acht Treffer (davon leider fünf auf der falschen Seite).

„Ich habe das Hinspiel noch in Erinnerung. Es war sehr intensiv. Und Paderborn hat seine Spielweise seitdem nicht verändert. Sie sind eine Mannschaft, die schnell umschaltet und immer nach vorne spielt, auch mit dem Risiko, selbst mal ein Tor zu bekommen“, sagt FC-Cheftrainer Markus Anfang. 50 Tore hat der SC Paderborn mit diesem Ansatz in dieser Saison bereits erzielt. Nur eine Mannschaft traf häufiger: der 1. FC Köln (51 Saisontore – der viertbeste Wert zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte der zweiten Liga)

Überhaupt gibt es nur wenige Offensivstatistiken in der 2. Bundesliga, bei denen der FC und Paderborn nicht oben stehen. Keine andere Mannschaft schießt häufiger aufs Tor (Paderborn 17,3 Mal pro Spiel, der FC 15,8 Mal), keine Mannschaft erzielt mehr Tore aus dem Spiel heraus (Paderborn 30, Köln 31) oder durch Standards (13 bzw. 11). Und: Der FC stellt mit Simon Terodde (23 Tore) den gefährlichsten Torjäger der Liga, Paderborn mit Philipp Klement den drittbesten (11).

Es ist auch nur folgerichtig, dass Markus Anfang in dieser Woche beim Training einen Schwerpunkt auf das Umschaltspiel gelegt hat. Köln und Paderborn haben beide bereits vier Kontertore erzielt, nur Union schaffte so mehr Treffer (6).

Unterschiede im Stil

Einen großen Unterschied gibt es aber zwischen den beiden Teams: Die Art und Weise, wie sie ihre Tore erzielen. Paderborn attackiert meist über die außen und kommt nur bei 23 Prozent seiner Angriffe durch die Mitte – so selten wie kein anderes Team. Der FC hingegen greift bei 30 Prozent seiner Vorstöße über das Zentrum an – Ligahöchstwert. Und im Gegensatz zum FC setzen die Paderborner schwerpunktmäßig auf Distanzschüsse. Fast jeden zweiten Schuss geben sie von außerhalb des Strafraums ab.

Welcher Stil sich am Freitag durchsetzt? Laut Markus Anfang liegt die Antwort auf diese Frage nicht in der Offensive – sondern in der Verteidigung. „Dadurch, dass beide Mannschaften in der Offensive sehr stark sind, wird es darauf ankommen, wie gegen den Ball gearbeitet wird. Die Mannschaft, die das am besten macht, wird das Spiel für sich entscheiden.“

  • empfehlen

Tabelle

Menu
Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 1. FC Köln 51
2 Hamburger SV 50
3 1. FC Union Berlin 47

FC-FANSHOP