• Club | 13.02.2019

    Neu in der HALL OF FAME

    Weber und Thielen berufen

  • Club | 13.02.2019

    Neu in der HALL OF FAME

    Weber und Thielen berufen

Die HALL OF FAME des 1. FC Köln wächst um zwei Legenden. Wolfgang Weber und Karl-Heinz Thielen werden am 71. FC-Geburtstag in die ehrenvolle Runde aufgenommen. Die persönliche Ehrung findet im Rahmen des Heimspiels gegen den SV Sandhausen statt.

Zusammengenommen haben sie fast 30 Jahre für den 1. FC Köln auf dem Platz gestanden. Hinzu kommen viele Jahre Gremiumsmitgliedschaft und ehrenamtliche Vereinsarbeit.  Der FC würdigt ihre Verdienste, indem er Karl-Heinz Thielen und Wolfgang Weber in seine HALL OF FAME aufnimmt. 

 „Karl-Heinz Thielen und Wolfgang Weber stehen für maximalen Erfolg. Als Aktive haben sie den FC zu dem großen Club gemacht, der er insbesondere in den 60er- und 70er-Jahren war. Ich bin stolz, dass ich noch mit ihnen spielen durfte“, sagt FC-Vizepräsident Toni Schumacher. „Über seine erfolgreiche Karriere als Spieler und später Manager und Funktionär hinaus hat Kalli ebenso wie Bulle den FC als herausragende Persönlichkeiten geprägt. Beide tun dies bis heute.“ 

FC-Präsident Werner Spinner betont: „Nachdem wir die HALL OF FAME im vergangenen Jahr eingeführt hatten, war völlig klar, dass Karl-Heinz Thielen und Wolfgang Weber zu den ersten Kandidaten gehören. Sie sind Legenden des FC und haben es sich beide auf ihre Art gleichermaßen verdient, deshalb nehmen wir sie auch gemeinsam in unsere Ehrenhalle auf.“ 

Thielen war an allen großen FC-Titeln beteiligt

Karl-Heinz Thielen war an bislang allen großen Titeln des 1. FC Köln als Spieler oder Funktionär direkt beteiligt. Das kann kein anderer Akteur der 71-jährigen Clubgeschichte von sich behaupten. 

Nur einmal wechselte Thielen den Club – 1959 kam er von seinem Heimatverein TSV Rodenkirchen zum 1. FC Köln. Bis 1973 absolvierte er 401 Pflichtspiele und erzielte dabei 146 Tore. In der Saison 1961/62 wurde der offensive Rechtsaußen mit 24 Treffern Torschützenkönig der Oberliga West. Dieselbe Spielzeit wurde nach erfolgreicher Endrunde und dem souveränen 4:0-Finalsieg gegen den 1. FC Nürnberg mit der ersten Deutschen Meisterschaft für den FC gekrönt. 

Nach dem Gewinn der zweiten Deutschen Meisterschaft 1964 übernahm Thielen im November 1965 die Kapitänsbinde von Wolfgang Weber. Sein Anschlusstreffer zum 1:2 gegen Liverpool im Viertelfinale des Pokals der Landesmeistester wenige Monate zuvor machte die legendäre Münzwurf-Episode erst möglich. Im Sommer 1968 nahm „Kalli“ Thielen dann als erster FC-Kapitän den DFB-Pokal entgegen.

Bis heute dem FC eng verbunden 

Als gegen Ende seiner aktiven Laufbahn die Einsätze verletzungsbedingt weniger wurden, bot sich zu Jahresbeginn 1973 für dem damals 32-Jährigen die Möglichkeit, das Amt des Geschäftsführers von Hans-Gerhard König zu übernehmen. Bis 1987 blieb Thielen Vorstandsmitglied, Vizepräsident und zeitweise auch Schatzmeister. So war er auch an den Titelgewinnen 1977, 1978 und 1983 direkt beteiligt. Sogar den Gewinn des DFB-Hallenmasters im Frühjahr 1993 kann sich Karl-Heinz Thielen mit anrechnen – war er doch von Herbst 1992 bis Sommer 1993 erneut FC-Manager. Wegen seines stets eleganten und selbstsicheren Auftretens verpasste Toni Schumacher Thielen den Spitznamen „Robert Redford vom Geißbockheim“.

Bis heute gehört Karl-Heinz Thielen zum engsten FC-Umfeld und steht dem Club für offizielle Termine und auch interne Ratschläge stets zur Verfügung. Daran änderte sich auch seit 2012 nichts, nachdem er gemeinsam mit Dr. Bernd Steegmann und Franz-Josef Wernze für das Präsidentenamt kandidiert hatte. Karl-Heinz Thielen gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Spieler- und Funktionärspersönlichkeiten des FC-Historie. 


Weber war bester Abwehrspieler der WM 1966

1962 traf Wolfgang Weber eine der besten und wichtigsten Entscheidungen seines Lebens – er wechselte von der Sportvereinigung Porz zum 1. FC Köln. Dabei warben parallel Viktoria Köln, damals von Hennes Weisweiler trainiert, und Bayer Leverkusen mit lukrativen Angeboten um den Defensivspieler, der in Porz, in der Mittelrhein- sowie in der Deutschen Juniorenauswahl mit besten Leistungen auf sich aufmerksam machte. „Ich habe mir angehört, was sie zu bieten hatten. Jedoch zeichnete sich die Einführung der Bundesliga ab und für mich war entscheidend, wo ich sportlich die besten Möglichkeiten hatte. Und die gab es ohne Zweifel beim FC.“ 

Aus diesen Möglichkeiten hat „Bulle“, wie er aufgrund seiner kraftvollen und konsequenten Spielweise von seinen Mitspielern getauft wurde, zahlreiche Erfolge gemacht. Mit dem FC feierte er 1964 die erste Bundesliga-Meisterschaft und gewann 1968 und 1977 den DFB-Pokal. Mit der Nationalmannschaft erreichte er 1966 das WM-Finale, in dem er kurz vor Spielende den Treffer zum 2:2 erzielte. Ohne diesen Treffer wäre das legendäre und umstrittene „Wembley-Tor“ in der Verlängerung nicht gefallen. Weber wurde zum besten Abwehrspieler der WM gewählt und ist bis heute der einzige FC-Spieler, der ein Tor in einem WM-Finale erzielte. Unvergessen ist zudem die Geschichte aus dem legendären Viertelfinale gegen den FC Liverpool, als Weber mit gebrochenem Wadenbein die komplette zweite Spielhälfte durchhielt – und als junger Spieler am Ende sogar noch die Koffer des Teams schleppen musste. 

In den 1970er-Jahren erlebte der „Bulle“ einige Höhen und Tiefen. Mit dem FC verlor er drei DFB-Pokalendspiele (1970, 1971, 1973), wurde 1973 Vizemeister und erreichte jeweils das Halbfinale im Messepokal (1971) und UEFA-Pokal (1975). Er nahm an der WM 1970 in Mexiko teil, kam dort aber nur zu zwei Einsätzen. Um an der WM teilnehmen zu können, brach er sein Studium an der Kölner Sporthochschule ab – er schloss es aber 1997 mit einer Diplomarbeit über Sepp Herberger ab.

Pate im Nachwuchs, Betreuer der Traditionsmannschaft

Im Frühjahr 1977 musste der damals 32-Jährige seine aktive Karriere beenden, da eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert worden war. Dem FC blieb Wolfgang Weber bis zum Vertragsende 1978 als Assistenztrainer, Scout und Spielbeobachter treu. Am 25. Oktober 1978 wurde zu seinen und Hannes Löhrs Ehren ein Abschiedsspiel gegen eine DFB-Auswahl im Müngersdorfer Stadion ausgerichtet. 25.000 Zuschauer verabschiedeten sich von Weber, der zu diesem Zeitpunkt bereits Trainer von Werder Bremen war. Dieses Engagement  endete im Januar 1980. 

Wolfgang Weber steht der FC-Nachwuchsabteilug als Pate zur Seite, betreut seit vielen Jahren die FC-Traditionsmannschaft und ist bei nahezu jedem FC-Heimspiel anzutreffen. Der FC ohne Weber, Weber ohne den FC – beides unvorstellbar.

  • empfehlen

Tabelle

Menu
Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 1. FC Köln 63
2 SC Paderborn 07 57
3 1. FC Union Berlin 57

FC-FANSHOP