Club | 02.09.2020

Einordnung der Leipziger Zuschauerplanung

Wehrle: „Kleine Schritte sind notwendig“

Am Dienstag hat RB Leipzig die Freigabe des Gesundheitsamtes erhalten, zum Saisonstart vor rund 8.500 Zuschauern spielen zu können. FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle hat zu diesem Thema Stellung bezogen.

Alexander Wehrle ist Geschäftsführer des 1. FC Köln und zudem Mitglied im Präsidium des DFL e.V. Am Geißbockheim sprach Alexander Wehrle...

...über den Leipziger Vorstoß vom 1. September:
„Der Bund-Länderbeschluss hat Großveranstaltungen unter Berücksichtigung von Hygieneregeln und Kontaktverfolgung grundsätzlich keine Absage erteilt. Deswegen kann ich den mutigen aber gleichzeitig besonnenen Vorstoß der Leipziger nachvollziehen. Die lokalen Behörden haben das Konzept geprüft und als tragfähig eingestuft. Insgesamt war das jetzt kein überraschendes Ergebnis und nach meinem Kenntnistand wird das Spiel stattfinden können.“

...über die Pläne für den 1. FC Köln:
„Wir stehen mit unseren Behörden und dem Gesundheitsamt seit vielen Wochen im Austausch und haben mehrere Konzepte vorgestellt. Alle Vorschläge wurden als tragfähig eingestuft. Ich bin zuversichtlich – natürlich immer unter Berücksichtigung der pandemischen Entwicklung und des Pandemie-Levels –, dass die ein oder andere lokale Behörde die Lage aufgrund des Sachverhalts in Leipzig neu bewerten wird. Selbstverständlich sind hierbei die Zuständigkeiten und Vorgaben zu beachten: Zuerst muss die Landesregierung die Coronaschutzverordnung anpassen, erst dann können die lokalen Gesundheitsbehörden entsprechend agieren.“

...über die Rolle der DFL und der Bundesliga-Clubs:
„Die Beschlüsse der letzten Vollversammlung der DFL bleiben in diesem Zusammenhang völlig unberührt: kein Alkoholausschank, keine Gästefans und keine Stehplätze bis zum 31. Oktober. All das, was jetzt im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung bewilligt oder nicht bewilligt wird, müssen die Länder entscheiden. Wir können und werden als Bundesligisten eines immer zweifelsfrei und selbstbewusst sagen: Wir können Großveranstaltungen managen! Alle Clubs sind in der Lage, innerhalb eines Zeitfensters von drei bis vier Stunden, mehrere Tausend Fans mit digitalen Registrierungsmaßnahmen und unter Einhaltung von Hygieneregeln ins Stadion zu bekommen. Wir haben bewiesen, dass wir den Vertrauensvorschuss nach dem erfolgreichen Re-Start auch berücksichtigen. Keiner fordert, dass wir wieder mit vollem Haus starten wollen, aber kleine Schritte sind notwendig. Mit allen Regeln, die vom Gesundheitsamt als tragfähig eingestuft wurden, wünsche ich mir und hoffe ich, dass auch in Bezug auf die Vereine in Nordrhein-Westfalen eine Entwicklung stattfinden wird. Was in Leipzig in Absprache mit den lokalen Behörden funktioniert, sollte Vorbild für alle anderen Bundesligisten sein. Dass jedes Spiel ohne Fans für jeden Club riesige finanzielle Verluste bedeutet, muss ich nicht mehr betonen. Aber man darf aber auch nie unsere Fans vergessen, die seit Monaten zurückstecken. Ich bin mir sicher, dass unter Berücksichtigung aller Regeln und Maßnahmen, auch wieder Fans im Stadion möglich sind. Das wünsche ich mir, denn Fußball ohne Fans darf und wird niemals Normalität sein.“

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15Hertha BSC3
161. FC Köln2
17FC Schalke 041