Club | 23.04.2012

Werner Spinner ist neuer Präsident des 1. FC Köln

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des 1. FC Köln am Montagabend, 23. April 2012, in der LANXESS arena in Köln-Deutz sprachen sich 91,4 Prozent der 4.279 anwesenden und stimmberechtigten FC-Mitglieder für den neuen Vorstand mit Präsident Werner Spinner und den Vizepräsidenten Markus Ritterbach und Harald „Toni“ Schumacher für den im November 2011 zurückgetretenen Vorstand mit Wolfgang Overath, Jürgen Glowacz und Friedrich Neukirch aus. Zuvor hatte unter anderem Trainer Frank Schaefer zu den Mitgliedern gesprochen und eine Bündelung aller Kräfte im Abstiegskampf gefordert.


Begrüßung der Mitglieder durch Dr. Werner Wolf

Nachdem Frank Schaefer, Dirk Lottner und Stephan Engels mit viel Beifall begrüßt wurden, verkündete der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Dr. Werner Wolf, dass die außerordentliche Mitgliederversammlung mit einigen Minuten Verzögerung beginnen müsse, da noch zahlreiche Mitglieder vor der Arena auf Einlass warten. Mit fünf Minuten Verzögerung ertönte um 19.05 Uhr die FC-Hymne, in die die über viertausend anwesenden FC-Mitglieder lautstark mit einstimmten. Im Anschluss nahm der Sitzungsleiter Dr. Werner Wolf die Begrüßung der Mitglieder und Medienvertreter vor und stellte die Beschlussfähigkeit der außerordentlichen Mitgliederversammlung fest. „Wir treffen heute eine wegweisende Entscheidung für die Zukunft des Vereins “, stellte Wolf fest und kündigte an, dass Frank Schaefer an diesem Abend noch zu den Mitgliedern sprechen werde. Anschließend bat Dr. Werner Wolf um einen respektvollen und fairen Umgang miteinander: „Es ist unsere Pflicht, dass der 1. FC Köln in der Öffentlichkeit ein positives Bild abgibt. Dafür wollen wir heute sorgen.“ Für diese Äußerung erntete er viel Applaus aus dem Plenum. Im Rahmen des ersten Abstimmungspunktes wurde das Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 13. November 2011 anschließend von 96,6 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder genehmigt.

Schaefer: „Glaube an den Klassenerhalt“

Mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen begleiteten die Mitglieder Interimstrainer Frank Schaefer auf dem Weg zum Podium. „Wir haben bis jetzt noch nichts erreicht und noch einen weiten Weg vor uns“, mahnte Schaefer an, zeigte sich aber optimistisch, das Ziel Klassenerhalt erreichen zu können: „Wir haben vom ersten Moment an gespürt, dass die Mannschaft willig und bereit ist, unseren Weg mitzugehen. Das ist die wichtigste Grundlage für meine Arbeit.“ Und führte weiter aus: „Es ist wichtig, dass die Mannschaft am Samstag durch ihre Leistung ein Zeichen gesetzt hat. Viel wichtiger ist aber, dass die Mannschaft erkennt, warum sie eine gute Leistung gezeigt hat. Diese Tugenden müssen wir nun weiter abrufen. Wir brauchen Nachhaltigkeit in dieser Phase der Saison“, so Schaefer, der zudem die gute Leistung einiger Spieler lobte, die zuletzt in der Kritik standen. „Ich hatte am Samstag das Gefühl, dass der VfB Stuttgart gegen eine Wand gespielt hat. Diese Wand heißt 1. FC Köln, und diese Wand ist aufgrund ihrer Geschlossenheit sehr stark“, fügte Schaefer an: „Ich will hier keine Versprechungen machen, das wäre unseriös. Aber ich glaube an den Klassenerhalt“, schloss Schaefer sein Grußwort und bat abschließend um die „bedingungslose Unterstützung“ der Mitglieder und Fans in den verbleibenden Saisonspielen. Wieder erntete der FC-Trainer Applaus.

Sonderrederecht für Karl-Heinz Thielen

Der nächste Punkt sah die Abstimmung über ein Sonderrederecht für Karl-Heinz Thielen vor. Hier sprachen sich die Mitglieder des 1. FC Köln mit 63,3 Prozent für ein solches aus. Karl-Heinz Thielen betrat anschließend die Bühne und hatte Gelegenheit, sich und sein Team vorzustellen. „Ich werde keine Versprechen machen. Worauf man achten muss, ist, dass im operativen Geschäft weniger Fehler gemacht werden“, so Thielen, der anschließend sein Team um Bernd Steegmann und Franz-Josef Wernze vorstellte. „Ich bedauere, dass Werner Spinner und Toni Schumacher heute meine Gegner sind, dennoch halte ich mein Team für das richtige“, schloss Karl-Heinz Thielen seine Rede.

Werner Spinner stellt sein Team vor

Der wichtigste Tagesordnungspunkt, die Wahl des neuen Präsidiums, folgte. Dr. Werner Wolf erklärte den anwesenden Mitgliedern, wie die Suche nach dem neuen Präsidium durch die Findungskommission verlief. „Wir haben eine perspektivische und unabhängige Lösung gesucht“, erklärte Wolf den Vorgang der Präsidiumssuche ausführlich. „Wir haben unsere Wahl getroffen, jetzt sind sie an der Reihe. Sie als Mitglieder sind das Souverän des Vereins“, erklärte Dr. Werner Wolf und bat anschließend die drei Präsidentschaftskandidaten Werner Spinner, Markus Ritterbach und Harald „Toni“ Schumacher auf die Bühne. „Die heutige Rede ist meine wichtigste der vergangenen zehn Jahre“, richtete Werner Spinner das Wort an die FC-Mitglieder und erntete immer wieder Applaus. „Wir sind keine Heilsbringer und können keine Wunder vollbringen. Was wir aber können, ist Stabilität, Ehrlichkeit, Transparenz und Professionalität in den Verein bringen“, erklärte Spinner und fügte an: „Unser Interesse ist allein das Wohl des 1. FC Köln. Der 1. FC Köln braucht ein funktionierendes Team, und das sind wir drei.“ Abschließend bat Werner Spinner die Mitglieder, für das Präsidium im Block abzustimmen und nicht per Einzelwahl, „denn wir sind als Team angetreten.“ Unter stehenden Ovationen beendete der Präsidentschaftskandidat seine Rede. Auch „Toni“ Schumacher und Markus Ritterbach, die beiden Kandidaten für den Posten des Vizepräsidenten, ernteten während ihrer Reden immer wieder Applaus aus dem Publikum, das vor allem die Äußerungen zur Förderung des eigenen Nachwuchses und das Versprechen, den Verein einen zu wollen, wohlwollend zur Kenntnis nahm.

91,4 Prozent der Stimmen für Spinner, Ritterbach und Schumacher

Unter der Leitung eines Notars stimmten die FC-Mitglieder zunächst darüber ab, ob die Wahl des Präsidiums en bloc oder einzeln stattfinden sollte. Mit einer deutlichen Mehrheit von 87,9 Prozent entschieden sich die Mitglieder des 1. FC Köln für eine Blockwahl des Vorstands. Anschließend stand die Wahl des neuen Vorstands an: Mit 91,4 Prozent aller Stimmen sprachen sich die Mitglieder des 1. FC Köln klar für ein neues Präsidium, bestehend aus Werner Spinner, Markus Ritterbach und Toni Schumacher, aus. Alle drei vom Verwaltungsrat vorgeschlagenen Kandidaten nahmen die Wahl an. „Ab morgen beginnt unsere Arbeit“, versprach Werner Spinner, der sich, ebenso wie seine Mitstreiter, gerührt zeigte, vom klaren Votum der Mitglieder des 1. FC Köln.

Dr. Wolf: „Haben den Verein in gute Hände gegeben“

Als erste Amtshandlung übernahm Werner Spinner für den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ die Sitzungsleitung von Dr. Werner Wolf. Dr. Werner Wolf bedankte sich anschließend für eine „außerordentlich positiv verlaufene Versammlung, die für ein seriöses Öffentlichkeitsbild des Vereins hilfreich war.“ Anschließend äußerte sich der Vorsitzende des Verwaltungsrats zu den Entscheidungen der vergangenen fünf Monaten, in denen Dr. Werner Wolf kommissarisch die Leitung des Vereins innehatte. „Es war uns eine Herzensangelegenheit, den Verein in gute Hände zu geben. Das ist uns heute gelungen“, zeigte sich Dr. Werner Wolf zufrieden mit dem Verlauf des Abends. Im Anschluss betrat der Vorsitzende der Geschäftsführung, Claus Horstmann, die Bühne und sprach sich ebenfalls positiv über die Entscheidung der Mitglieder aus: „Ich bin sehr dankbar, da diese Wahl eine große Chance für den 1. FC Köln ist.“ Horstmann analysierte ausführlich die vergangenen Monate: „Wir haben in jeder Situation sofort, konsequent und schnell gehandelt.“ Nachdem die Mitglieder nochmals die Gelegenheit hatten, Fragen zu stellen, endete die außerordentliche Mitgliederversammlung des 1. FC Köln am späten Montagabend. 

Weitere Informationen:

- Eine Fotogalerie von der außerordentlichen Mitgliederversammlung gibt es auf der FC-Facebook-Seite.

- Die Mitgliederversammlung beim FC-LiveTicker.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36