Club | 05.06.2013

„Wir wollen den Richtigen finden“

Interview mit Alexander Wehrle

Von wegen Sommerpause – derzeit vergeht kein Tag ohne Nachrichten über den 1. FC Köln, während die Verantwortlichen  im Hintergrund am Kader für die neue Saison arbeiten. fc-koeln.de hat mit FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle über den aktuellen Stand bei der Trainersuche und den möglichen Klassenerhalt der U21 gesprochen.


fc-koeln.de: Herr Wehrle, die Fans warten gespannt auf den neuen FC-Trainer. Wie läuft die Suche?

Alexander Wehrle: Wir sind in Gesprächen mit mehreren Kandidaten. Uns geht es darum, nicht irgendeinen Trainer zu präsentieren, sondern einen Trainer, der wirklich zum 1. FC Köln passt und hier langfristig arbeiten kann und will. Solche Gespräche führen nicht immer von heute auf morgen zum Ergebnis, wenn man sie gewissenhaft führen will.

fc-koeln.de: Aber ist der Club nicht unter Zeitdruck, weil am 10. Juni schon das erste Training angesetzt ist?

Wehrle: Zum Trainingsauftakt ist der Kader bei weitem nicht komplett und es stehen einige medizinische und leistungsdiagnostischen Untersuchungen an, so dass wir nicht auf Teufel komm‘ raus alles auf einen symbolischen Termin setzen. Unser Team wird davon unabhängig auf den Punkt topfit sein, da bin ich sicher.

fc-koeln.de: Öffentlich entsteht aber manchmal der Eindruck, der FC sei extrem unter Druck, weil er seine Wunschkandidaten nicht bekommen hat.

Wehrle: Dass wir mit Mike Büskens und Roger Schmidt geredet haben, ist kein Geheimnis. Aber sie sind von Anfang an nicht die einzigen auf unserer Liste gewesen. Wir haben diese Liste auch nicht in „Super-Trainer“ und „Geht-so-Trainer“ unterteilt. Derjenige, der kommt, wird kein Ersatzkandidat sein, sondern ein Trainer, den wir haben wollten. 

fc-koeln.de: Welche der vielen Namen, die in der Presse genannt werden, sind denn überhaupt realistisch?

Wehrle: Es ist normal, dass die Medien Namen ins Spiel bringen, das ist ihr Job. Ich finde, man sollte als Club zum Schutz aller Beteiligten aber diese Namen nicht ohne gegenseitiges Einverständnis öffentlich kommentieren. Deshalb möchte ich das auch nicht tun. Ich glaube, dafür haben alle Fans Verständnis. 

fc-koeln.de: Am Dienstag kam auch die Meldung von der Insolvenz des Wuppertaler SV, was bedeutet, dass unsere U21 wohl in der Regionalliga bleibt. Eine gute Nachricht?

Wehrle: Wir wünschen keinem Verein etwas Schlechtes. Insofern ist die Nachricht von den Problemen des WSV, eines absoluten Traditionsclubs, zunächst einmal bedauernswert. Wir wünschen den Wuppertalern viel Erfolg bei ihrem Neuaufbau. Aber natürlich nehmen wir den Nebeneffekt, dass unser U21-Team weiter viertklassig spielen könnte, als große Chance wahr. Das ist als Signal sehr wichtig, ebenso wie der Pokalsieg unserer U19. Unsere gute Jugendarbeit ist ein Faustpfand für die Zukunft des 1. FC Köln.

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