Profis | 18.10.2020

Stimmen zu Frankfurt

Wolf: „Es war ein Kampfspiel“

Der 1. FC Köln hat am Sonntag gegen die noch ungeschlagenen Frankfurter einen Punkt geholt. Nach dem 1:1 äußerten sich neben Geschäftsführer Horst Heldt und Cheftrainer Markus Gisdol auch Marius Wolf, Sebastiaan Bornauw und Torschütze Ondrej Duda zur Partie.

Marius Wolf: Es war ein gerechtes Unentschieden, zu Beginn aber bestimmt kein schönes Spiel. Frankfurt ist kein einfacher Gegner. Es war ein Kampfspiel. Wir können darauf aufbauen, dass wir einen Punkt geholt haben. Ich glaube, man hat gemerkt, dass wir in den letzten zwei Wochen intensiv gearbeitet und Fortschritte gemacht haben. Wir haben den Fight angenommen und alles reingeworfen. Da können wir uns keinen großen Vorwurf machen. In der ersten Hälfte waren es zu viele lange Bälle von uns. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen. Im zweiten Durchgang haben wir es besser gemacht, uns einige Torchancen erspielt und auch das Tor gemacht. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten. Wir spielen schon am Freitag wieder. In Stuttgart wollen wir unbedingt gewinnen und müssen mit derselben Einstellung ins Spiel gehen wie gegen Frankfurt. Wir müssen zusätzlich noch mehr die spielerischen Aspekte mit einbringen.  

Sebastiaan Bornauw: Ein Punkt ist nach dem Spielverlauf fair. Wir haben mit hoher Intensität gespielt. Das müssen wir in den nächsten Partien fortsetzen. Vor dem Elfmeter war es für mich eine 50-50-Situation. Es ist nicht nur Pech, wenn man bereits drei Elfer gegen sich bekommen hat. Aber man muss jede Situation unabhängig voneinander bewerten. Man musste ihn nicht zwingend geben. Feststeht, dass wir am Freitag gegen Stuttgart ein gutes Spiel machen und den ersten Dreier holen wollen.

Ondrej Duda: Wir sind nicht gut gestartet, Frankfurt hatte die Spielkontrolle. Aber wir standen defensiv kompakt und diszipliniert. Der Elfmeter war für mich nicht zwingend einer. Es war nicht einfach für uns, mit einem Rückstand in die Pause zu gehen. Aber wir haben die Köpfe nicht hängen gelassen und verdientermaßen den Ausgleich gemacht. Wir haben konzentriert weitergespielt. Vor dem Tor habe ich auf die Hereingabe spekuliert. Die Direktabnahme war nicht einfach, aber ich bin froh, dass ich den Ball so getroffen habe, dass er reinging. Gegen Stuttgart ist es dann hoffentlich so weit, dass wir drei Punkte holen. Ich fühle mich wohl im Team und ich bin mir sicher, dass wir bereit sein werden.

Markus Gisdol: Wir haben gegen einen erwartet starken Gegner gespielt. In der ersten Hälfte war Frankfurt überlegen. Wir waren mit Ball zu unruhig und haben ihn zu schnell hergegeben. Wir hatten Möglichkeiten zu Kontern, haben es aber nicht sauber gespielt. In Hälfte zwei war es besser. Wir sind nach dem 1:1 gut im Spiel gewesen. Ich glaube, man kann von einem verdienten Punkt sprechen. Wir haben uns nach dem Nackenschlag kurz vor der Pause gut zurückgekämpft – mit einer engagierten Leistung. Der Elfmeter war bitter für uns. Aber die Reaktion haben wir dann in der zweiten Hälfte gezeigt. Frankfurt ist top drauf, wir geraten in Rückstand – da muss man sich erstmal gegen wehren. Dafür verdient meine Mannschaft heute ein Lob. Kingsley Ehizibue war heute formverbessert und hat besonders in der zweiten Hälfte gemeinsam mit Marius Wolf für viel Schwung über die rechte Seite gesorgt. Ich hoffe, dass seine Verletzung nicht schwerwiegend ist. Es sieht aber ganz gut aus.

Horst Heldt: Wir waren in der zweiten Hälfte viel besser im Spiel. Wenn man nach drei Spieltagen null Punkte hat, ist es zu Beginn einer Partie immer ein bisschen schwierig. Frankfurt ist eine gute Mannschaft, vor allem körperlich sehr stark. Sie hatten nicht ohne Grund einen guten Start in die Saison. Da musste unsere Mannschaft erstmal reinfinden. Dann bekommen wir bereits den dritten Elfmeter in dieser Saison, der nach Videobeweis gegen uns gepfiffen wurde. Man kann zumindest über die Entscheidung diskutieren. Man kann den Elfer geben, muss es aber nicht. Und das ist das Entscheidende, weil der Schiri sich zunächst gegen einen Elfer entschieden hatte. Deshalb wundere ich mich immer wieder darüber, dass der Videoassistent sich dann einmischt. Vor der Saison wurde eigentlich eine andere Marschrichtung vorgegeben. Wenn es dann doch anders gehandhabt wird, frage ich mich, wieso wir dann überhaupt zur Schiedsrichterschulung fahren müssen. Es wurde betont, dass hauptsächlich der Schiedsrichter auf dem Rasen entscheiden soll. Es war keine krasse Fehlentscheidung, daher wundere ich mich. Aber davon abgesehen war es ein gerechtes Unentschieden. Frankfurt hat gut gespielt, wir haben uns ins Spiel reingekämpft. Wir haben alle Elemente mit eingebracht, die wichtig sind, und verdient den Ausgleich gemacht. Wir müssen mit dem Punkt gegen eine gute Mannschaft zufrieden sein. Der Punkt ist wichtig für uns.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
14Sport-Club Freiburg8
151. FC Köln7
16DSC Arminia Bielefeld7