Profis | 01.02.2019

Interview

Anfang: „Wir brauchen mehr Entschlossenheit“

Nach der Niederlage gegen Union Berlin bereitet sich der 1. FC Köln in der Hauptstadt auf die anstehende Partie gegen Erzgebirge Aue vor. FC-Cheftrainer Markus Anfang sprach am Freitag nach dem Training mit NetCologne FC-TV über den Rückschlag zum Jahresauftakt, die Debüts der Neuzugänge und die anstehende Partie in Aue.

Markus, du hast jetzt eine Nacht drüber geschlafen: Wie sehr nervt dich die Niederlage gegen Union?
Es ist nicht besser geworden, das muss ich ehrlicherweise sagen. Es ist ärgerlich, so früh in Rückstand zu geraten. Das ist jetzt das zweite Mal passiert. Wir sind hinterhergelaufen und das ist immer schwierig, weil die Gegner auch eine Qualität nach vorne haben. So dürfen wir in die Spiele nicht reinkommen.

Trotz des frühen Gegentreffers hatte man das Gefühl, dass die Mannschaft nicht den Faden verloren hat. Woran hat es am Ende gelegen, dass wir das Spiel doch nicht für uns entschieden haben?
Wenn wir aus den Chancen, die wir hatten, das ein oder andere Tor machen, dann ist noch alles drin. Aber wir haben es einfach nicht gemacht. Das kann mal passieren, das müssen wir akzeptieren. So viele Torchancen haben wir in der Vergangenheit ja nicht liegen gelassen. Wir müssen es jetzt besser machen.

Wie haben es die beiden Neuzugänge, Florian Kainz und Johannes Geis, gegen Union gemacht?
Ordentlich. Ich glaube, dass wir keinen schlechten Fußball gespielt haben und die beiden Jungs haben es nicht schlecht gemacht. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir mit ihnen geduldig sein müssen. Aber sowohl Flo über die linke Seite, als auch Geisi im Zentrum haben ihre Sache ordentlich gemacht. Sonst hätten wir uns auch nicht so viele Chancen herausgespielt gegen eine Mannschaft, die bisher nur ein Spiel in der ganzen Saison verloren hat und auch oben dabei ist. Union ist keine Mannschaft, die unten steht und schon zig Gegentore bekommen hat. Es war schon ordentlich, sonst hätten wir uns die Chancen nicht erspielt.

Niederlagen sind immer bitter. Aber ist so eine Auftaktniederlage gegen einen direkten Konkurrenten doppelt schmerzhaft?
Jede Niederlage ist schmerzhaft. Es ist egal, gegen wen sie ist. Wir gehen raus, um Spiele zu gewinnen. Klar, gibt es Gründe für eine Niederlage. Die müssen angesprochen werden. Aber es tut natürlich weh.

Ihr seid jetzt bis zum Aue-Spiel als Team zusammen. Ist das ein Vorteil?
Es ist ein Vorteil, weil alle Spieler immer greifbar sind. Es können Einzelgespräche geführt werden. Der größte Faktor, warum wir die Jungs eigentlich hier zusammengelassen haben, ist aber die Regenerationsphase. Wir haben drei Physios und einen Arzt dabei. Wir können regenerieren und haben keine Reisestrapazen. Deswegen ist es sinnvoll.

Was erwartest du am Sonntag für ein Spiel gegen Aue?
Von der Aggressivität und von der Spielweise des Gegners her wird es identisch. Sie werden versuchen, uns den Schneid abzukaufen und über viele taktische Fouls versuchen, uns nicht in Spielfluss kommen zu lassen. Das müssen wir bekämpfen. Wir müssen uns durchsetzen. Wir dürfen nie nachlassen und wir brauchen mehr Entschlossenheit als gegen Union, um uns in den entscheidenden Situationen durchzusetzen.

Die Personalsituation wird sich ändern. Jonas Hector wird nach seiner Gelbsperre wieder spielen können. Wie werdet ihr auflaufen?
Wir müssen erst einmal schauen, wie die anderen angeschlagenen Spieler das Spiel verkraftet haben. Jorge Meré hat ein bisschen Schwierigkeiten. Wir werden am Samstag so trainieren, dass wir immer wieder die Möglichkeit haben, zu variieren. Dann werden wir schauen, wen wir aufstellen können. 

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PL. Verein Pkt.
2 1. FC Union Berlin 40
3 1. FC Köln 39
4 1. FC Heidenheim 1846 38

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