Profis | 28.07.2022

Pressekonferenz vor Regensburg

Baumgart: „Jede Runde ist ein Finale“

Der 1. FC Köln trifft am Samstag, 30. Juli 2022, um 15.30 Uhr in der ersten DFB-Pokalrunde auf den SSV Jahn Regensburg. Vor der Partie sprachen FC-Cheftrainer Steffen Baumgart und Geschäftsführer Christian Keller auf der Pressekonferenz über die Partie gegen Regensburg, die Vorbereitung und die Ziele im Pokal.

Zur Auslosung

Christian Keller: „Ich hätte mir ein anderes Los gewünscht. Wir treffen auf einen harten Gegner, rein faktisch ist es das schwerste Los im Topf. Der gute Ligastart der Regensburger hat gezeigt, dass wir mit Respekt dahinfahren sollten. Ich freue mich auf die Partie. Wir wollen natürlich gewinnen.“

Zum Personal

Steffen Baumgart: „Alle Spieler sind auf dem Trainingsplatz. Steffen Tigges wird Spielpraxis bei der U21 sammeln. Das wird sein erstes Spiel nach seiner Verletzung sein. Ondrej Duda wird an seinem Trainingsrückstand arbeiten, um für die nächsten Spiele eine Option zu sein. Für den Kader wird es die ein oder andere harte Entscheidung geben.“

Über seine Kontakte nach Regensburg

Christian Keller: „Ich habe heute Morgen noch mit Mersad Selimbegovic telefoniert. Da ging es aber nicht ums Spiel, da sind wir professionell genug. Wir werden uns nach der Partie auf ein Getränk treffen. Ansonsten bekomme ich viele Nachrichten aus Regensburg, von Leuten, die sich mit mir treffen wollen. Wenn ich dem nachkommen würde, müsste ich mich die nächsten zwei Wochen in Köln ausbuchen (lacht).“

Über die Vorbereitung

Christian Keller: „Wir haben eine gelungene Vorbereitung absolviert, die vom Trainerteam sehr gut vorbereitet und gesteuert wurde. Die Umfänge waren hoch, die Trainingsintensität war sehr hoch. Wir sind ohne größere Blessuren durch die Vorbereitung gekommen, das spricht für eine richtig gute Trainingssteuerung. Alles, was man in der Vorbereitung machen konnte, wurde von der Mannschaft umgesetzt. Jeder freut sich jetzt drauf, dass es wieder los geht, das liegt in der Natur der Sache.“

Über die Besonderheiten des Pokal-Wettbewerbs

Steffen Baumgart: „Die Gefährlichkeit liegt alleine im Wettbewerb. Jede Runde ist ein Finale. Grundsätzlich zeichnet Regensburg über Jahre hinweg aus, dass sie gradlinig agieren, klar in ihren Aktionen sind und körperbetont zur Sache gehen. Sie scheuen keinem Zweikampf. Das müssen wir erstmal dagegenhalten. Wir müssen das annehmen, was auf uns zukommt. Sie haben einen klaren Plan in der Offensive. Sie wissen, wann sie hinten rausspielen oder mit langen Bällen agieren. Sie sind sehr wach und klar. Gerade in der Anfangsphase setzen sie den Gegner unter Druck und wollen früh das 1:0 erzielen. Die Standards von ihnen sind sehr gut. Es gibt viel, was Regensburg gut macht. Wir sind der Bundesligist, wir wollen weiterkommen und in die nächste Runde einziehen.“

Über die Spielphilosophie

Steffen Baumgart: „Wir werden unserem Weg treu bleiben. Ich gehe nicht davon aus, dass jemand etwas anderes erwartet. Den Fußball, den wir uns vorgestellt haben, haben wir in der vergangenen Spielzeit gut umgesetzt. Aus meinem Gefühl sind wir noch breiter aufgestellt als in der vergangenen Saison. Aus meinem Satz aus der Vorsaison, dass es keine erste Elf gibt, wird in der aktuellen Spielzeit, dass jeder im Kader auch in der Startelf stehen kann. Jeder, der auf dem Platz steht, kann adäquat ersetzt werden, das zeichnet uns aus. Auch in dieser Saison werden wir mit einer hohen Intensität agieren. Wir werden darauf bauen, dass wir von der Bank immer noch nachlegen können. Von den Neuverpflichtungen her passt alles. Wir haben früh in der Saison, die noch nicht begonnen hat, eine homogene Mannschaft, die auf allen Positionen doppelt besetzt ist.“

Seine Zeit in Regensburg

Christian Keller: „Regensburg war über viele Jahre hinweg mein Baby. Wir sind aus dem Nirgendwo gekommen und haben es geschafft, uns in der 2. Bundesliga zu etablieren. Viele zwischenmenschliche Beziehungen sind in der Zeit entstanden, die ein Leben lang halten werden. Ich bin dankbar, dass ich diese Menschen kennenlernen durfte. Das wird für immer bleiben.“

Das Ziel im DFB-Pokal

Steffen Baumgart: „Berlin. Alles andere geht ja nicht. Ein Großteil der Mannschaften wird das Pokalfinale als Ziel haben. Für die anderen Teams geht es darum, eine Runde weiterzukommen. Mein persönliches ist es, irgendwann im DFB-Pokale in Berlin zu stehen. Es kann mit Regensburg aber gleich vorbei sein. Das ist mir auch bewusst. Wir wollen so weit wie möglich kommen und das letzte Finale zu erreichen. Jede Runde ist ein Finale. Ich wurde als Spieler zweimal im Halbfinale abgefangen und bin als Trainer nie über das Viertelfinale hinausgekommen. Trotzdem liebe ich den Wettbewerb und die Art des Spiels. Ich hoffe, dass wir in Regensburg eine gute Leistung bringen. Das reicht aber nicht aus. Wir müssen das Tor mehr machen. Daran werden wir alles setzen. Aber für mich ist es ein klares Ziel: Ich möchte nach Berlin.“

Christian Keller: „Der DFB-Pokal ist der Wettbewerb, der am leichtesten, in Anbetracht der Spielanzahl, zu gewinnen ist. Man muss sechsmal gewinnen und kann einen Pokal in die Höhe halten. Es gibt keinen Wettbewerb, in dem man mit weniger Spielen zum Titel kommen kann. Es ist doch logisch, dass man mit dem Ziel, den DFB-Pokal zu gewinnen, in den Wettbewerb geht.“

Über die Kampagne „Für friedliche Fußballfeste” der Stadt Köln

Christian Keller: „Als die Kampagne gedanklich bei der Stadt geplant wurde, hatte ich beim FC noch nicht angefangen. Die finale Umsetzung habe ich mitverfolgt. Dabei hatte ich Kontakt mit Frau Blome (Anm. D. Red.: Stadtdirektorin der Stadt Köln). Wir haben unsere Position deutlich gemacht, dass wir die Stadt bei der Kampagne „Gewalt im Fußball“ nicht aktiv unterstützen können, weil dies mit einer Vorverurteilung unserer Fans gleichkommen würde. Und das ist mitnichten der Fall. Wir haben der Stadt deutlich gemacht, dass wir sie bei allen allgemein gesellschaftlichen Themen gegen Gewalt gerne unterstützen.“

Über die deutsche Frauen-Nationalmannschaft

Steffen Baumgart: „Die Frauen haben eine sehr gute mannschaftliche Leistung gegen Frankreich gezeigt. Gerade durch diese mannschaftliche Geschlossenheit macht die deutsche Nationalmannschaft aus. Das Team schafft es, durch viel Einsatz und einen großen Willen die Begegnungen in ihre Richtung zu kippen. Die Mannschaft macht einen Riesenjob. Sie haben sich nicht nur mit guten Leistungen ins Finale gespielt, sondern auch mit guten Ergebnissen. Ich glaube, dass sie ihre Leistung jetzt noch krönen können. Im Finale geht es nochmal darum, alles rauszuhauen. Das Team hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Ich traue ihnen sehr viel zu.“

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12Bayer 04 Leverkusen18
131. FC Köln17
14FC Augsburg15
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