Profis | 06.08.2021

Pressekonferenz vor Jena

Baumgart: „Klar aufzeigen, wer der Chef im Ring ist“

Am kommenden Sonntag tritt der 1. FC Köln in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena an (Anstoß 15.30 Uhr). Vor der Partie sprach FC-Trainer Steffen Baumgart über die Vorbereitung, den Leistungsstand des Teams, seine Erwartungen an die Partie und die Zielsetzung im DFB-Pokal.

Steffen Baumgart sagte über…

…die Personalsituation: Kingsley Schindler wird wegen einer Trainingsblessur nicht dabei sein und voraussichtlich nächste Woche wieder einsteigen. Ich werde am Samstag in Ruhe den Kader bekanntgeben. Ich glaube nicht, dass es da zu großen Überraschungen für den ein oder anderen Spieler kommen wird. Wir haben einen breit aufgestellten Kader und jeder wird über die Saison hinweg seine Chance bekommen. Das wissen die Jungs und das nehmen sie auch so an.

…den Leistungsstand des Teams: Fast alle Spieler konnten die gesamte Vorbereitung mitmachen. Die Jungs gehen gutes Tempo, ich bin mit allem sehr zufrieden – wie sie arbeiten und mit dem Gesamtpaket. Jetzt geht’s darum, die Jungs loszulassen und das, was wir uns erarbeitet haben, auch auf dem Platz zu zeigen. Was in der Vergangenheit gespielt wurde, hat ja nichts damit zu tun, wie ich jetzt spielen lassen will. Die Mannschaft hat viele Waffen, die sie vielleicht selbst noch gar nicht entdeckt hat. Leidenschaft will ich bei meiner Mannschaft immer sehen. Das hat nichts mit dem Pokal zu tun. Wir werden immer den Weg nach vorne suchen. Ich wünsche mir eine gute Arbeit nach hinten, die weiter vorne anfängt. Ich glaube, wenn die Spielweise funktioniert, werden wir weniger Tore kassieren und mehr Tore erzielen. Wenn wir in dieser Saison 60 Gegentore bekommen, aber 80 schießen, kann ich da wahrscheinlich auch mit leben. Mehr Erfolg zu haben, das ist mein Ziel. Wir müssen weniger Fehler machen und Lösungen gegen tiefstehende Gegner finden.

…die Zielsetzung im DFB-Pokal: Wir möchten Spaß an dem Wettbewerb haben. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer die höchstmöglichen Ziele erreichen möchte. Und das ist in diesem Fall das Finale in Berlin. Wenn Du nach Berlin willst, musst Du in Jena gewinnen. Mein Ziel ist ganz klar, nicht nur weit zu kommen, sondern auch gut zu spielen.

…den Gegner FC Carl Zeiss Jena und die Atmosphäre am Ernst-Abbe-Sportfeld: Wir wollen weiterkommen. Darum geht es. Ich weiß, dass es immer wieder Pokalsensationen gibt. Das habe ich mit Paderborn zweimal im positiven Sinne erlebt. Im negativen will ich es nie erleben. Jena ist eine der größten Traditionsmannschaften im Osten – und dementsprechend werden wir empfangen werden. Aber wir müssen klar aufzeigen, wer der Chef im Ring ist. Wir wollen den Gegner permanent unter Druck setzen und so auftreten, wie wir es über weite Strecke in der Vorbereitung gezeigt haben. Wir wollen uns viele Torchancen und Standards erarbeiten. Jena ist sehr gut im Umschaltspiel. Sie haben Geschwindigkeit auf den Außenpositionen, können einen guten Ball spielen. Aber meine Mannschaft muss ihre Stärken auf den Platz bringen und hat alle Möglichkeiten, diesen Gegner in 90 Minuten zu schlagen.

Pressekonferenz vor Jena

…die Torwartfrage: Es wird bei uns keine Torwartdiskussion geben. Timo Horn ist die klare Nummer eins. Mit Marvin Schwäbe gibt es eine klare Nummer zwei, mit Jonas Urbig gibt es noch einen 17-jährigen, der die klare Nummer drei ist. Das ist eine gute Konstellation, die uns sehr glücklich macht. Es ist wichtig, dass Du in einer Gruppe arbeitest, dass jeder das Gefühl hat, dazu zu gehören – das funktioniert in der Gruppe mit Torwarttrainer Uwe Gospodarek sehr gut. Es geht darum, auch auf Leistung zu reagieren. Marvin hat das umgesetzt, was wir verlangt haben. Timo ist die Nummer eins, aber im Pokal wird Marvin spielen. Das ist mit Timo abgesprochen und Marvin hat sich das mit guten Leistungen verdient.

…die Situation im Sturm: Wir haben eine sehr gute Qualität. Was Anthony Modeste, Sebastian Andersson, Jan Thielmann und Tim Lemperle machen, ist genau das, was wir sehen wollen. Ondrej Duda kommt eher aus der Zehner- oder Achterposition. Wir haben auf der Position jederzeit die Möglichkeit, zu variieren. Wir sind breit aufgestellt. Das ist ein wichtiger Vorteil. Mir fällt auf, dass Sebastian Andersson häufiger auf dem Trainingsplatz steht als in der vergangenen Saison. Er drängt darauf, zu spielen. Seb ist noch kein Kandidat für die Startelf zu Beginn der Saison, aber ich kann ihn jederzeit reinwerfen. Es wird für uns wichtig sein, während der Spiele gut nachlegen zu können von der Bank. Wir suchen als Ergänzung noch einen Stürmer, der Konstanz mitbringt und uns weiterhelfen kann. Das wird aber kein Stürmer sein, der direkt gesetzt ist – das muss man sich hier erarbeiten.

…die Rückkehr der Fans in die Stadien: Mir wird noch zu viel darüber geredet, was alles nicht geht. Ich bin eher der Typ, der darüber spricht, was geht. Ich als Trainer will Spiele lieber live sehen. Ich schaue mir lieber ein U17-Spiel im Stadion an als ein Champions-League-Spiel im Fernsehen – ich will den Rasen riechen. So geht es den Fans ganz bestimmt auch. Der Fußball lebt von Emotionen. 

…seine ersten Wochen in Köln: Ich fühle mich in Köln und beim FC gut aufgenommen und sehr wohl. Wir haben eine gute Mannschaft, die viel erreichen kann. Dass viel in der Zeitung stehen würde rund um den FC, war mir klar. Alles ist ein bisschen größer, ein bisschen mehr.

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
6Bayer 04 Leverkusen7
71. FC Köln7
81. FC Union Berlin6

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