Profis | 23.05.2019

Neuer Trainer im Interview

Beierlorzer: „Wollen Begeisterung entfachen“

Am Donnerstag hat sich Achim Beierlorzer am Geißbockheim vorgestellt. Im Interview spricht der neue FC-Cheftrainer über seine ersten Worte an die Mannschaft, wichtige Einzelgespräche und die bevorstehende Sommerpause.

Herzlich willkommen beim 1. FC Köln, Achim Beierlorzer. Wie ist dein erster Eindruck vom FC?

Der erste Eindruck ist klasse, weil das Geißbockheim, wie es hier im Wald liegt, einfach eine tolle Atmosphäre hat und weil ich hier heute schon viele nette Menschen kennengelernt habe.

Du hast dich heute Morgen der Mannschaft vorgestellt. Was hast du den Jungs gesagt?

Das Wichtigste, was ich den Jungs sagen wollte, ist: Dass sie sich freuen sollen über den Aufstieg in die Bundesliga – und das als Meister. Es war eine Riesenaufgabe, in eine Saison reinzugehen, in der nur der Aufstieg zählt. Für alle Mannschaften, gegen die sie gespielt haben, war das ein Festtag. Die Freude über das, was sie erreicht haben, ist das Allerwichtigste. Und mit einer ähnlichen Freude komme ich hier nach Köln und möchte in der Bundesliga mit der Mannschaft Großes erreichen.

Mit einigen Spielern hast du heute bereits Einzelgespräche geführt. Geht’s da bloß ums Kennenlernen oder seid ihr schon ins Detail gegangen, was du mit ihnen vorhast?

Da geht’s schon ins Detail. Weil der ein oder andere Spieler ein paar Fragezeichen im Kopf hat und die sollen in solchen Gesprächen gelöst werden. Wenn ein neuer Trainer kommt, ist der ein oder andere unsicher oder weiß nicht, ob er ins System des neuen Trainers passt. Aber darum geht’s ja gar nicht. Es geht darum, dass wir mit Freude und Begeisterung Fußball spielen wollen. Einen sehr aktiven Fußball. Mein System ist mit 4-4-2 ein eher gängiges. Da finden sich die Spieler relativ schnell wieder. Ich glaube, solche Gespräche sind unheimlich wichtig und ich werde in den Trainingslagern, die wir im Sommer haben, mit jedem einzelnen Spieler sprechen.

Bevor es mit der Vorbereitung auf die neue Saison losgeht, steht erst noch die Sommerpause an. Ist das fast schade, dass du nicht direkt loslegen kannst?

Nein, ich fahre mich jetzt gerade nochmal hoch, merke aber, dass ich auch eine Saison mit 34 Spielen plus Pokal hinter mir habe. Und ich weiß, was es bedeutet, sich für jedes einzelne Spiel hundertprozentig zu motivieren. Ich weiß, was ich geleistet habe in diesem Jahr und freue mich auf die freie Zeit. Auf freie Tage, an denen ich manchmal gar nicht weiß, was ich machen möchte. Und ich werde auch ein bisschen in den Urlaub fahren.

Du warst früher Lehrer, deshalb die Frage: Ist die Sommerpause für einen Trainer wie die großen Ferien für einen Lehrer – man hat frei, muss aber trotzdem das nächste Jahr vorbereiten?

Man merkt, dass du kein Lehrer warst. Die großen Ferien hat man als Lehrer wirklich komplett frei.  Man hat seine Klasse abgegeben und fängt erst an den letzten zwei Tagen an zu fragen, welche Klasse man im nächsten Schuljahr kriegt. Im Fußball, als Cheftrainer, gibt’s längere komplett freie Zeiten gar nicht. Aber man muss in der Sommerpause kein Training und kein Spiel vorbereiten und steckt nicht so tief in der Analyse, sondern hat auch mal ein paar Tage Ruhe.

Wie viele Tage verbringst du jetzt noch in Köln und was steht noch an für dich?

Ich bin bis Samstag noch hier.  Am Freitag ist unser Großkampftag in Sachen Wohnungssuche. Da kommt meine Frau mit dazu, sie ist da ein wichtiger Entscheidungsträger, der Einzige höchstwahrscheinlich. (lacht) Nein, das machen wir natürlich zusammen, weil wir Köln schon als zweite Basis neben unserem Zu Hause in der Nähe von Nürnberg sehen. Wir freuen uns darauf, hier unsere Zelte aufzuschlagen.

Im Juli geht’s dann los mit dem Trainingsauftakt. Was nimmst du dir da besonders für die ersten Tage vor?

Das Wichtigste ist, dass wir – wie ich es gerade schon mal gesagt habe – eine Begeisterung entfachen. Wir haben eine tolle Mannschaft, wir haben ein super Umfeld. Wir haben eine super Vorbereitung geplant. Ich werde mich auch noch mit den Athletiktrainern zusammensetzen, dass wir für die Spieler einen kontinuierlichen Fitnesszuwachs haben. Früher hat man in der Vorbereitung so hart trainiert, dass man sich nicht mehr bewegen konnte und nur noch ins Bett gefallen ist. Das gibt es ja heutzutage gar nicht mehr. Aber natürlich wird es anstrengend. Ich freue mich einfach, mit der Mannschaft im Detail zu arbeiten, sie weiterzuentwickeln und ihr ein paar neue Inhalte mitzugeben. Aber im Großen und Ganzen können wir auf so ein großes Fundament bauen, dass ich mich einfach darauf freue, mit der Mannschaft zu arbeiten.

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15 SV Werder Bremen 0
17 1. FC Köln 0
18 1. FSV Mainz 05 0

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