Profis | 08.09.2021

FC-Verteidiger

Benno Schmitz: „Ich will auf meinen Leistungen aufbauen“

Benno Schmitz hat in den ersten Pflichtspielen der Saison mit seinem Offensivdrang überzeugt. Einen Treffer bereitete er vor. Zudem schlug er die drittmeisten angekommenen Flanken aller Außenverteidiger. Im Interview spricht der 26-Jährige über den guten Saisonstart, die sozialen Medien – und seinen neuen Spitznamen.

Benno, im Pokal seid ihr weitergekommen, in der Liga habt ihr zwei von drei Spielen gewonnen und Lob für eure mutigen Auftritte erhalten. Wie bewertest du den Saisonstart?
Wir sind gut in die Saison gestartet. Es war wichtig für uns, zu sehen, dass das neue System funktioniert. Wir merken, dass wir über Arbeit und Kampf sowohl Erfolg als auch Spaß haben können. Es ist ein gutes Gefühl, früh in der Saison so gepunktet zu haben. Aber es sind erst drei Spiele absolviert. Noch ist nichts erreicht. Wir wollen unser gutes Gefühl in die nächsten Wochen mitnehmen und weiter punkten.

Kam die Länderspielpause zu einem ungünstigen Zeitpunkt, weil ihr so gut drauf wart in den Spielen?
Das werden wir in Freiburg sehen. Wir sind alle fit und hätten nichts dagegen gehabt, ohne Unterbrechung weiterzuspielen. Aber zurückgelehnt haben wir uns in der Länderspielpause ja auch nicht. Wir haben hart trainiert. Und am Wochenende hat es auch mal gutgetan, ein wenig durchzuschnaufen. 

Für dich persönlich hat die Saison ebenfalls gut begonnen. Vom Fachmagazin Kicker hast du für deine Leistung gegen den VfL Bochum die Note 1,5 bekommen. Wieso bist du so gut drauf?
Wenn wir als Mannschaft gut spielen und Erfolg haben, sieht jeder einzelne auf dem Platz auch besser aus. Ich bin körperlich fit. Das ist enorm wichtig. In der vergangenen Saison hat mir das ein bisschen gefehlt. Damals habe ich auch eine gute Vorbereitung gespielt, aber im Pokal gegen Altglienicke habe ich mich verletzt. Danach bin ich nicht mehr so richtig in Tritt gekommen. 

In der Vergangenheit wurdest du von einigen Fans in den sozialen Medien für deine Leistungen kritisiert. Hast du das wahrgenommen – und wenn ja, wie bist du damit umgegangen?
In den vergangenen Monaten bin ich gut damit gefahren, nicht mehr auf Instagram unterwegs zu sein. Man hängt sonst manchmal doch zu lange in der App rum. Gerade jetzt, weil ich einen Sohn habe, ist es gut, ein bisschen Abstand von den sozialen Medien zu haben. Ich verbringe die freie Zeit lieber mit meiner Familie, statt vor dem Smartphone zu sitzen. Zeitung habe ich ohnehin nie viel gelesen. Ich konzentriere mich auf mich und will auf meinen Leistungen aufbauen.

Wie gefällt dir eigentlich dein neuer Spitzname – kölscher Cafú?
Das ist über euch (die FC-Medienabteilung, Anm. d. Red.) und über das „Guten Morgääähnmagazin“ während des Trainingslagers nach außen getragen worden. Es ist ein lustiger Name, die Rückennummer passt schonmal. (lacht) Aber ich bin immer noch der Benno.

War Cafú denn ein Spieler, den du als Kind bewundert hast? Hattest du andere Vorbilder auf deiner Position?
Weil ich in München aufgewachsen bin und auch einige Male mit ihm trainiert habe, war mein Vorbild Philipp Lahm. Das lag örtlich näher. (lacht) Ich habe weniger die brasilianische Nationalmannschaft oder die italienische Liga verfolgt, wo Cafú gespielt hat. 

Am Wochenende geht es in der Bundesliga weiter. Ihr seid zu Gast beim SC Freiburg. In der vergangenen Saison habt ihr dort 0:5 verloren und wirktet chancenlos. Was erwartest du dieses Mal für ein Spiel?
In Freiburg tut sich jede Mannschaft schwer. Das hat man am zweiten Spieltag gesehen, als Dortmund dort verloren hat. Der Platz ist eng, das Stadion hat ein gewisses Flair. Die hohe Niederlage tat weh. Vor zwei Jahren haben wir in Freiburg aber ein gutes Spiel gemacht und gewonnen. Auswärts in Freiburg zu spielen, ist eine harte Nuss, die nicht einfach zu knacken ist. Aber es ist alles möglich. Es wird sicher ein sehr körperliches, hitziges und intensives Spiel. Wir müssen mutig vorne draufgehen und unseren Stil durchdrücken. Wir wollen in Freiburg erfolgreich sein.

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PL.VereinPkt.
6Bayer 04 Leverkusen7
71. FC Köln7
81. FC Union Berlin6

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