Club | 15.03.2022

„LEBE WIE DU BIST“

Berührender FC-Besuch in der Synagogen-Gemeinde Köln

Vom 14. bis 27. März 2022 finden rund um den offiziellen internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2022 die Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Haltung zeigen“ statt. Der 1. FC Köln engagiert sich rund um das Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Sonntag, 20. März 2022, mit seiner Stiftung und der FC-Kampagne „LEBE WIE DU BIST“ für Akzeptanz, Vielfalt und Gleichberechtigung sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Dass auch der Antisemitismus eine Form der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit darstellt, haben Vorstand, Geschäftsführung und FC-Mitarbeitende beim Besuch der Synagogen-Gemeinde Köln eindrucksvoll vor Augen geführt bekommen. 

Abraham „Ebi“ Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, hatte die FC-Gruppe in das religiöse und kulturelle Zentrum an der Roonstraße eingeladen. Das Gebäude verfügt neben Festsaal und Bibliothek unter anderem über Kindergärten, Grundschule, Jugendzentrum und ein Restaurant. Es ist die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen. 2021/22 feiert die Synagogen-Gemeinde 1700 Jahre jüdisches Leben in Köln.

FC will Austausch mit Netzwerkpartnern intensivieren

Nach Anerkennung der Antisemitismusdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) verfolgen der FC und jüdische Gemeinde gemeinsam das Ziel, das Bekenntnis mit Leben zu füllen. Im Zuge der „Kultur der Vielfalt“ und der Diversity-Aktivitäten innerhalb des Vereins möchte der FC die Erinnerungskultur gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern weiter festigen. Antisemitismus ist laut Abraham „Ebi“ Lehrer nicht nur ein schrecklicher Teil der deutschen Geschichte, sondern leider ein nach wie vor sehr aktuelles Thema.

Synagogen-Gemeinde lädt alle Interessierten zum Besuch ein

„Wir stellen immer wieder fest, dass das Wissen über jüdisches Leben in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen und auch in Köln manchmal ein bisschen dünn ist. Insofern freuen wir uns über jede Frau, jeden Mann, jedes Kind, die zu uns kommen, sich informieren wollen und ein bisschen Zeit und Geduld mitbringen, um sich die Erläuterungen anzuhören. Wir sind sehr dankbar, dass der 1. FC Köln uns besucht hat“, erklärte Abraham „Ebi“ Lehrer während seiner Führung durch die Synagogen-Gemeinde.

Netzwerkpartner wie der FC seien enorm wichtig, um Vorurteile abzubauen und Verbindungen aufzubauen. „Den jungen Menschen fehlt manchmal die Vorbildfunktion. Da sind die handelnden Personen eines solch erfolgreichen Fußballvereins wie des FC absolut wichtig, wenn sie sich vor die jüdische Gemeinschaft stellen und die Menschen auffordern: Kommt in die Gemeinde, kommt in die Synagoge, informiert euch und stellt fest, dass es dort ganz normal ist wie überall anders auch.“

FC mit vielen Angeboten zum Thema Antisemitismus

Der 1. FC Köln engagiert sich vielfältig gegen Antisemitismus. Der Verein beteiligt sich an den DFL-Aktionsspieltagen unter dem Motto „!Nie wieder“ rund um den Befreiungstag des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Der FC veranstaltet Workshops zum Thema Diskriminierung und Antisemitismus für Jugendliche im Nachwuchsleistungszentrum und in der FC-Stadionakademie. Zudem werden in Kooperation mit dem Kölner Fanprojekt Gedenkstättenfahrten durchgeführt.

„Es hat mich sehr berührt, so tief und offen informiert zu werden. Bei vielen Dingen habe ich auch etwas Neues gelernt und bin mitgenommen worden – das ist sehr beeindruckend“, erklärte FC-Präsident Dr. Werner Wolf beim Besuch der Synagogen-Gemeinde. „Wir haben eine hohe Verantwortung der Gesellschaft gegenüber und das betrifft auch das Thema Antisemitismus. Alles, was wir tun können, um den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu helfen, werden wir tun.“

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PL.VereinPkt.
91. FSV Mainz 0511
101. FC Köln10
11SV Werder Bremen9
Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
11. FC Köln4
2Partizan Belgrade2
3Nice2
4Slovácko1

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