Profis | 08.08.2019

Neuer FC-Verteidiger

Bornauw: "Diese Chance musste ich ergreifen"

Am Donnerstag hat der neue Verteidiger Sebastiaan Bornauw seine erste Trainingseinheit beim 1. FC Köln absolviert. Im interview mit fc.de spricht der junge Belgier über seine Eindrücke von Verein und Stadt – und seine Deutsch-Fähigkeiten.

Sebastiaan, noch einmal willkommen beim FC. Was sind deine Eindrücke vom ersten Arbeitstag am Geißbockheim?

Die Stimmung und Gruppendynamik hier ist sehr gut, das merkt man direkt, wenn man hierher kommt. Alle sind voller Vorfreude und Energie. Überhaupt mag ich die deutsche Mentalität, diese Klarheit und Direktheit. Rechts ist rechts und links ist links. Mir gefällt auch, dass das Trainingszentrum mitten im Wald ist. Und die Fans sind unglaublich. Wie viele Leute heute beim Training waren! So etwas habe ich noch nicht gesehen. 

Hast du schon die Gelegenheit gehabt, ein bisschen was von Köln zu sehen?

Bisher nicht. Heute Abend wird mein erster richtiger Abend in der Stadt sein. Ich wohne ja noch im Hotel und möchte mir heute ein schönes Restaurant suchen, gemeinsam mit meiner Mutter und meiner Freundin, die mich hier zu Beginn begleiten. Ich werde mich bei Birger Verstraete erkundigen, wo man gut essen kann. Morgen schauen wir uns dann nach einem kleinen Haus oder einer Wohnung für mich um. Vielleicht finde ich ja was in der Nähe vom Geißbockheim und vom Wald. Das wäre mir lieber als mitten in der Stadt. Ich mag es ruhig und beschaulich. 

Bisher hast du in Brüssel bei deinen Eltern gewohnt. Freust du dich, zum ersten Mal auf eigenen Füßen zu stehen?

Ja, das stimmt. Bisher habe ich bei meinen Eltern gewohnt, das hat sich einfach angeboten. Aber jetzt freue ich mich darauf, von zu Hause auszuziehen. Ich glaube, das wird mich als Person weiterbringen. Und es ist ja auch nicht weit weg, bis Brüssel sind es nur zwei Stunden. Meine Freundin studiert dort und wird  aufgrund der Nähe auch viel bei mir in Köln sein können. Und ich werde mir von meiner Mutter zeigen lassen, wie das mit dem Wäschewaschen funktioniert (lacht).



Was glaubst du, wie wirst du mit der deutschen Sprache zurechtkommen?

Ich hatte in der zehnten Klasse für ein Jahr Deutsch in der Schule. Ich habe viel vergessen, aber wenn die Leute nicht allzu schnell sprechen, verstehe ich die Sprache recht gut. Und an ein paar Sätze oder Wörter erinnere ich mich auch noch: Haben Sie einen Tisch frei? Kartoffel? Ja. Nein. Ich bin Sebastian, ich bin 20 Jahre alt. Solche Dinge kann ich sagen. Das werde ich heute Abend im Restaurant direkt nutzen (lacht).

Hast du dich vor deinem Wechsel über den FC informiert?

Jemand aus dem Trainerstab in Anderlecht hat früher mal in Deutschland gespielt. Er hat mir vom FC und von den großartigen Fans erzählt. Und ich habe mich natürlich mit Vincent Kompany (Spielertrainer in Anderlecht, Anm. d. Red.) und meinem Berater Daniel van Buyten ausgetauscht, die mir viel Positives erzählt haben.

Mit Vincent Kompany hast du in Anderlecht vor deinem Wechsel noch kurz zusammengespielt.

Ja, und das war eine ganz besondere Erfahrung. Er ist ein herausragender Spieler und ein guter Typ. Ich habe versucht, so viel wie möglich von ihm zu lernen und es genossen, mit ihm zusammen zu spielen. Aber also sich die Chance für einen Wechsel zum FC ergab, musste ich sie einfach ergreifen.

Kompany ist gerade dabei, von seiner Spieler- zu einer Trainerkarriere zu wechseln. Auch wenn du noch jung bist und erst am Anfang deiner Profikarriere stehst: Du hast mal gesagt, dass du dir auch vorstellen könntest, eines Tages Trainer zu werden. Was findest du daran so spannend?

Ich interessiere mich einfach für Taktik und fürs Nachdenken über Fußball. Über die Frage nach der richtigen Strategie gegen einen bestimmten Gegner. Ich mag es, Fußball zu schauen und mir gefällt auch die Videoanalyse. Ich weiß, dass gerade die Videoanalyse bei manchen Spielern nicht so beliebt ist, aber für mich ist es immer spannend, die Aufnahmen zu sehen und zu schauen, wie der Gegner spielt. Und ich glaube, es macht Spaß, wenn man als Trainer Spieler entwickelt und besser macht. Das stelle ich mir sehr schön vor.

Du wirst beim FC die Trikotnummer 33 tragen – die Nummer, die zuletzt Matthias Lehmann getragen hat. 

Ja, ich habe im Nachhinein gehört, dass die 33 zuletzt von einem legendären FC-Spieler getragen wurde. Ich habe mir die Nummer aber ausgesucht, ohne das zu wissen. Ich hatte einfach in der Jugend bei Anderlecht und in der Nationalelf häufig die 3 – die war aber nicht frei, also habe ich die 33 genommen. Ich verspreche aber, dass ich die 33 in Ehren halten werde. Ich werde immer 100 Prozent für den FC geben. Immer. Ich kann gar nicht anders, wenn ich auf dem Fußballplatz stehe. Das ist meine Mentalität. Ich werde jeden Tag alles geben. 

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PL. Verein Pkt.
16 1. FSV Mainz 05 9
17 1. FC Köln 7
18 SC Paderborn 07 4

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