Club | 30.12.2018

Unsere Wünsche für 2019

Brief des Vorstands

Zum Jahreswechsel zieht der FC-Vorstand Bilanz und wünscht allen Mitgliedern und Fans ein gesundes, friedliches und erfolgreiches Jahr 2019.

Liebe Mitglieder und Fans des 1. FC Köln,

wir hoffen, ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. Kurz vor dem Jahreswechsel möchten wir uns, wie ihr es von uns gewohnt seid, mit einer kurzen Jahresbilanz und einigen persönlichen Worten an euch wenden.

Leider ist uns das perfekte Ende des Spieljahres gegen den VfL Bochum nicht gelungen. Doch jetzt, da die Enttäuschung ein wenig abgeklungen ist, fällt der Blick auf die Tabelle wieder etwas leichter. Und die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Sie hat uns im Mai 2018 gnadenlos gezeigt, dass es für die Bundesliga nicht gereicht hat. Die Tabelle zeigt uns im Dezember 2018 ebenso, dass der Neustart in der zweiten Jahreshälfte bisher gelungen ist. Platz 2 und 36 Punkte aus 18 Spielen, dazu das mit Abstand beste Torverhältnis: Wir sind auf Kurs. Aber wir wissen auch, dass wir noch lange nicht am Ziel sind und dass noch viel Arbeit nötig sein wird, es am Ende zu erreichen. Wir als Vorstand des 1. FC Köln bleiben realistisch und tun alles, um die Voraussetzungen und den Rahmen dafür zu schaffen, dass die Geschäftsführung, die sportliche Leitung, das Team und das Team hinter dem Team für den FC erfolgreich sein können.

Die sportliche und wirtschaftliche Ausgangslage im Sommer 2018 hat sich dank der Arbeit der vergangenen Jahre deutlich von der Situation nach dem Abstieg 2012 unterschieden. Es ging und geht – glücklicherweise – nicht darum, die Existenz des FC zu retten. Sondern es geht darum, den Abstieg 2018 wiedergutzumachen und auch sportlich wieder an das anzuknüpfen, was wir zwischenzeitlich erreicht hatten. Das ist nach wie vor, den 1. FC Köln zu einem stabilen Bundesligisten zu machen.

Die besonnene Art und Weise, wie unser Club mit dem Abstieg umgegangen ist, hat uns bei aller Enttäuschung auch stolz gemacht. Dank unserer wirtschaftlichen Basis waren wir vom ersten Tag der neuen Saison an in der Favoritenrolle. Diese Rolle, die für ein neues Trainerteam mit einer neu zusammengestellten Mannschaft gerade zu Beginn sicher nicht immer leicht war, nehmen alle Verantwortlichen an. Wir sind euch, den Mitgliedern und Fans des 1. FC Köln, sehr dankbar dafür, wie ihr uns dabei unterstützt. Das RheinEnergieSTADION ist in der Hinrunde auch zu ungewohnten Anstoßzeiten immer voll gewesen, unsere Mitgliederzahl wächst bei jetzt 106.000 weiter. Das macht den FC nicht nur in Deutschland, sondern europaweit besonders.

Wir haben die Saison 2018/19 unter ein Motto gestellt: Mer sin eins. Angelehnt an das Lied von Kasalla, die bekanntlich ebenfalls große FC-Fans sind. Wir glauben daran, dass Zusammenhalt eine Grundlage für Erfolg ist und dass der Zusammenhalt unseren Club einzigartig machen kann. „Vorstand raus“-Banner im Stadion ändern nichts an dieser Überzeugung – und auch nicht daran, dass wir zum Dialog mit allen Fans des 1. FC Köln bereit sind.

„Mer sin eins“, das haben wir auf der Saisoneröffnung erlebt, bei Fanclubbesuchen und Mitgliederstammtischen, bei allen Events rund um den 70. Geburtstag des FC. Auf der Jubiläumsgala im November, die ja ursprünglich für den Sommer geplant gewesen war, haben wir noch einmal das Double und seine Helden gefeiert. Wir haben mit großen FC-Persönlichkeiten aus sieben Jahrzehnten an Höhe- und Tiefpunkte der FC-Geschichte erinnert. Wir haben zudem an jenem Abend nach einem Durchbruch in den wochenlangen Bemühungen hinter den Kulissen spontan beschlossen, das Bekenntnis von Anthony Modeste zum FC öffentlich zu machen. Dass Tony seine Zukunft beim FC sieht, ist außergewöhnlich und ein starkes Signal – unabhängig vom Ausgang der Fifa- oder CAS-Verfahren, die 2019 folgen werden und die nicht in unserer Hand liegen.

Unsere aktuelle Mannschaft hat bei der Feier ein besonderes Zeichen gesetzt, indem sie den von Toni Schumacher gestalteten Kunstbock ersteigert und damit dazu beigetragen hat, dass die Stiftung 1. FC Köln allein aus der Gala mehr als 200.000 Euro Erlös erzielte. Überhaupt haben sich das Engagement unserer Stiftung und das Maß an gesellschaftlicher Verantwortung, die der FC übernimmt, enorm entwickelt. Darauf werden wir weiter großen Wert legen. Umso mehr hat es uns erschreckt und nachdenklich gemacht, dass es auch in diesem Jahr wieder üble Reaktionen auf Berichte auf unseren Vereinskanälen über die Anti-Rassismus-Aktion der Stiftung gegeben hat. Und es erschreckt uns und macht uns nachdenklich, wenn es rund um die Spieltage des 1. FC Köln zu Feindseligkeit, Schmähungen oder gar Gewalt kommt. Wenn dem gegnerischen Torwart der Selbstmord gewünscht wird, wenn es Schlägereien im Block gibt oder unverantwortliche Exzesse wie den Angriff auf einen Fanbus von Union Berlin, dann rückt alles in den Hintergrund, worum es an jenen 34 speziellen Tagen im Jahr doch eigentlich gehen sollte. Sport ist undenkbar ohne Regeln und ohne Fairplay. Wir sind uns mit allen Gremien des FC einig, dass wir an diesem Punkt einiges zu tun haben.

Wir wünschen uns für 2019 nichts so sehr wie den Aufstieg. Darüber hinaus wünschen wir uns, dass im Fußball allgemein und beim FC im Besonderen wieder mehr Gelassenheit und Freude einkehren. Härte, Unversöhnlichkeit und Misstrauen, die zwischen Fan-, Club- und Verbandsvertretern und auch innerhalb von Clubs zunehmend herrschen, tun dem Sport nicht gut. Fußball ist ein Spiel, und in Fußball-Clubs sollte es vor allem um Fußball gehen.

Liebe FC-Mitglieder,

wir haben euch zum Jahreswechsel 2017/18 versprochen, nicht aufzugeben, nicht vor der 2016 von euch übertragenen Verantwortung davonzulaufen. Daran haben wir uns gehalten. Wir haben sportlich einen Neubeginn gestartet und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. 2019 erwarten wir einen Ratsbeschluss zu Gunsten unserer wichtigen Erweiterungspläne am Geißbockheim. Zudem erwarten wir die Ergebnisse der von uns mitbeauftragten zweiten Machbarkeitsstudie für einen Ausbau des RheinEnergieSTADIONs am Standort Müngersdorf. Und schließlich steht für 2019 die Wahl des Vorstands auf der Tagesordnung.

Wir werden derzeit oft gefragt, ob wir über die aktuelle Amtszeit hinaus weitermachen wollen. Bei vielen unserer Treffen mit Fans und Mitgliedern werden wir dazu ermutigt. Natürlich denken wir auch darüber nach. Bitte habt dennoch Verständnis dafür, dass wir uns dazu momentan nicht äußern. Das Vorschlagsrecht für ein Vorstandsteam liegt beim Mitgliederrat. Und es ist noch Zeit, bis diese Frage wirklich wichtig wird. Momentan geht es um Fußball, nicht um Vereinspolitik. Es geht darum, aufzusteigen. Das hat für uns Priorität, diesem Ziel ordnen wir alles unter. Denn wir hängen am FC. Ihn zu führen ist eine Aufgabe, der wir uns mit Herzblut, Hingabe und aller Konsequenz widmen. Alles Weitere entscheidet am Ende ihr: die Mitglieder des FC.

Wir wünschen euch einen fröhlichen Jahresausklang und ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2019 voller schöner Momente – auch mit eurem 1. FC Köln.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 1. FC Köln 51
2 Hamburger SV 50
3 1. FC Union Berlin 47

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