Profis | 04.04.2022

Neuer Geschäftsführer vorgestellt

Christian Keller: Das begeistert mich am FC

Das Präsidium des 1. FC Köln hat am Montagmittag den neuen Geschäftsführer Sport, Christian Keller, auf einer Pressekonferenz am Geißbockheim vorgestellt. Nach einer Begrüßung durch FC-Präsident Werner Wolf und Vizepräsident Eckhard Sauren erklärte Christian Keller, warum er sich für den FC entschieden hat, welche Herausforderungen auf ihn warten, welche Vorstellungen er mitgebracht hat und worauf er sich besonders freut.

„Ich wünsche Christian Keller viel Glück für alles, was vor ihm liegt. Die Strukturen sind geschaffen, menschlich passt es. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft starten können“, sagte FC-Präsident Werner Wolf auf der Pressekonferenz am Geißbockheim. „Wir wollten den FC in der Geschäftsführung neu aufstellen – und das aber möglichst mit fließenden Übergängen. Das hat aus unserer Sicht gut funktioniert.“

Keller war absoluter Wunschkandidat

FC-Vizepräsident Eckhard Sauren, der seit den ersten Gesprächen in engem Austausch mit Christian Keller stand, erinnerte sich an den ersten Kontakt mit dem neuen Geschäftsführer Sport. „Wir hatten als Vorstand, unterstützt von Jörg Jakobs, ein erstes Gespräch mit Christian Keller. Nach diesen zwei Stunden waren wir schon sehr von ihm überzeugt. Er hat eine herausragende Kompetenz im sportlichen und kaufmännischen Bereich. In Regensburg hat er Beeindruckendes geleistet. Er kennt alle Zahlen und die Herausforderungen. Es ist wichtig, einen Sport-Geschäftsführer zu haben, der ganzheitlich im Sinne des Clubs arbeitet. Wir sind sehr glücklich, dass wir Christian Keller verpflichten konnten“, sagte Eckhard Sauren. 

„Seine langfristige Perspektive hat dazu beigetragen, dass mit Jörg Jakobs ein absoluter Experte gerne dazu bereit war, für eine Interimslösung zur Verfügung zu stehen. Seine Zusage war sehr beruhigend und hat dabei geholfen, den Prozess gut aussteuern zu können. Die Arbeit von Jörg Jakobs im Team mit Thomas Kessler und Lukas Berg hat uns in den vergangenen Monaten in die komfortable Situation gebracht, dass Christian Keller nicht vor einem Neuanfang, sondern vor einem Übergang steht.“

Der FC-Vorstand ist dankbar, auch in Zukunft auf die Expertise von Jörg Jakobs bauen zu können, wie Werner Wolf erklärte: „Jörg Jakobs wird auf jeden Fall im sportlichen Kompetenzteam bleiben. Zudem möchten wir ihn auch gerne weiterhin ins operative Geschäft mit einbinden.“

Nach der Begrüßung äußerte sich Christian Keller …

… über seine Entscheidung für den FC: „Da gab es eine ganze Palette von Kriterien, die den Ausschlag gegeben haben. Der FC ist ein großer Klub mit einer unglaublichen Strahlkraft, es gibt ein klares Bekenntnis zur 50+1-Regel. Die Aufgabe ist auf inhaltlicher Ebene sehr interessant, weil die Corona-Pandemie uns vor große Herausforderungen stellt, die auch direkte Auswirkungen auf die Möglichkeiten im sportlichen Bereich haben.“

… über das Verständnis der FC-Verantwortlichen für seine Auszeit: „Ich war positiv überrascht, dass das kein Ausschlusskriterium war. Ich war sehr angetan über die Gespräche, auch mit dem Gemeinsamen Ausschuss. Da habe ich einen guten Vergleich, weil ich nicht nur mit dem FC gesprochen habe. Die Planungen der FC-Gremien sind langfristig ausgerichtet, das hat mich überzeugt. Auch deswegen konnte ich mich sehr leicht für den FC entscheiden.“

… über seine mehrmonatige Auszeit: „Die Akkus aufzuladen, war gar nicht so notwendig. Das war nicht mein Hauptgrund für die Pause. Ich war achteinhalb Jahre in Regensburg und erfolgreiches Management beginnt mit Identifikation. Ich kann mir nicht heute auf die Brust klopfen und sagen: Ich bin Jahn Regensburg. Und am nächsten Tag bin ich der 1. FC Köln. Deswegen wollte ich eine Pause. Ich bin viel rumgereist, hatte unterschiedliche Auslandsaufenthalte, bin nun bestens erholt und freue mich, anzufangen.“

… über seine ersten Tage am Geißbockheim: „Für den Start extrem wichtig, dass ich alle Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, kennenlerne und mich mit ihnen austausche, um mehr alles über die Abläufe zu erfahren.“

… über die neue Struktur in der FC-Geschäftsführung: „In Regensburg war ich lange alleiniger Geschäftsführer, am Ende ging alles über meinen Schreibtisch. Wenn da noch ein zweiter gekommen wäre, hätten wir uns gegenseitig reingeredet. Hier ist die Ausgangssituation etwas ganz anderes. Ich werde Philipp Türoff nicht reinreden, sondern gut mit ihm im Team zusammenarbeiten. Da freue ich mich drauf.“

… über die aktuelle FC-Saison und die Ziele bis Saisonende: „Der FC kann mit der aktuellen Saison sehr zufrieden sein. Wenn da vielleicht die Kirsche noch auf die Sahne draufkommt, ist das schön, weil sie auch gut schmeckt. Doch auch wenn das nicht klappt, bleibt es eine sehr gute Saison.“ 

… über den Fußball, den Steffen Baumgart und sein Trainerteam spielen lassen: „Es macht einfach Freude, sich den FC anzuschauen. Das habe ich auch dem Trainerteam am Freitag gesagt. Mutiger, offensiver Fußball, der viel Herzblut mitbringt, wo das Arbeiten an erster Stelle steht. Viele Spieler haben sich dadurch sehr gut entwickelt.“

… über seinen Austausch mit Steffen Baumgart: „Wir haben uns im Dezember für ein intensiveres Kennenlernen zusammengesetzt, hier in Köln. Vergangene Woche haben wir auch telefoniert und nach dem Start miteinander geredet. Das werden wir jetzt jeden Tag machen.“

... über sein Auftreten an Spieltagen: „Ab dem nächsten Spiel gegen Mainz werde ich alle Abläufe mitnehmen. Aber eines werde ich nicht tun: auf der Bank sitzen. Auf der Tribüne hat man noch mal eine andere Perspektive und kann dem Trainer einen zusätzlichen Input geben.“

… über die Kaderplanung zur kommenden Saison: „Die Kaderplanung gilt es, so schnell wie möglich anzugehen. Ich habe alle Aufgaben auf dem Schirm und werde mich ihnen widmen. Die sportliche Leitung um Jörg Jakobs, Thomas Kessler und Lukas Berg sowie der Scoutingbereich rund um Martin Schulz haben hier sehr gute Arbeit geleistet, die wir jetzt in Entscheidungen ummünzen werden. Ich habe Jörg Jakobs gebeten, dass er die restlichen Spiele bis zum Saisonende begleitet.“

… über seine bisherigen Köln-Erfahrungen: „Für die Stadt und die Leute sowie alle Mitarbeiter hier gilt: Alle waren total offen und hilfsbereit. Das kann ich auch für meine Vermieter sagen, gefühlt bin ich schon zusätzliches Familienmitglied, obwohl ich erst zehn Tage da bin. Viel von der Stadt gesehen habe ich noch nicht. Am ersten Tag habe ich mich gleich mit dem Fahrrad verfahren. Zuvor war ich einmal in Köln zu einem Fußballspiel, das war nicht positiv für den FC. Einen Tag war ich mal hier zum Karneval, da muss ich noch viel lernen. Dann war ich da, um den Gemeinsamen Ausschuss kennenzulernen, das war's. Ich bin offen und freue mich, Köln kennenzulernen.“

… über die Emotionalität rund um den FC: „Ich finde das total positiv. Wenn man Menschen bewegt, geht das auch mit Emotionen einher – in alle Richtungen. Im Kern steht aber die Begeisterungsfähigkeit der Menschen für den Club.“

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