Profis | 15.12.2018

Interview im GeißbockEcho

Cordoba: Ich kenne beide Seiten der Medaille

Das Jahr 2018 hatte für Jhon Cordoba vieles zu bieten – sportliche Rückschläge, lehrreiche Momente, aber auch wachsendes Selbst­vertrauen und Erfolge. Vor den beiden letzten Heimspielen des Jahres blickt der kolumbianische Stürmer auf turbulente Monate zurück.

Jhon, wir haben dich vor mehr als einem Jahr im GeißbockEcho den FC-Fans vorgestellt. Wie blickst du auf die vergangenen Monate zurück?
Es hat sich im letzten Jahr so ziemlich alles geändert für mich. Es war teilweise eine schwierige Zeit, ich habe unglaublich viel gelernt, besonders im ersten Halbjahr 2018. Aber ich habe immer weitergearbeitet und auch in schwierigen Situationen immer an mich geglaubt.

Was war zu Beginn am schwierigsten?
Meine Verletzungsprobleme nach dem siebten Spieltag haben mir den Einstieg hier beim FC schwer gemacht. Erst in der Rückrunde konnte ich mich wieder herankämpfen.

Der FC steckte vergangene Saison in einem emotio­nalen Spagat zwischen Europapokal und Abstieg. Ist dein Treffer in London gegen den FC Arsenal dennoch ein Highlight für dich?
Natürlich sind Tore das Wichtigste für Stürmer. Das Tor in London werde ich nie vergessen. Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, wenn wir als Team erfolgreicher gewesen wären. Aufgrund meiner Verletzungen konnte ich dem Team längere Zeit nicht helfen. Danach habe ich nicht zu meinem Spiel gefunden. Es war insgesamt nicht leicht.

Aktuell spielst du deine beste Saison in Deutschland. Sechs Liga-Treffer sind bereits jetzt deine persönliche Bestleistung. Warum läuft es momentan so gut?
Während der gesamten Zeit in Köln hat mich die Mannschaft total unterstützt. Auch meine Freunde und Familie sind sehr wichtig. Die Hauptsache für mich und meine Leistung ist, dass ich verletzungsfrei bleibe. Dafür arbeite ich jeden Tag sehr hart. Die ­Unterstützung aus meinem Umfeld hat auch dabei geholfen, nie das Selbstvertrauen zu verlieren. So kann ich über viel harte Arbeit auch meine Leistung für das Team auf den Platz bringen.

Wie wichtig ist es, dass seit dieser Saison mit Omar Wagdy auch ein Dolmetscher ein permanenter Teil des Teams ist?
Omar ist eine große Hilfe – nicht nur für mich, sondern für alle im Team, die die deutsche Sprache nicht perfekt sprechen. Das hilft in gewissen Momenten sehr. Ich verstehe eigentlich fast alles, aber wenn jemand zu schnell spricht, ist es oft noch schwer für mich, ­alles richtig zu verstehen. Selbst Deutsch zu sprechen, daran arbeite ich, so oft es geht. Die Kommunikation im Team auf dem Platz läuft ausschließlich auf Deutsch. Das finde ich auch gut, denn so lerne ich am besten.

Welche Rolle spielt bei deiner derzeitig starken Form auch der im Stadion deutlich hörbare Zuspruch vieler FC-Fans?
Ich bin immer zu hundert Prozent motiviert, aber wenn ich höre, wie die Fans meinen Namen rufen oder sogar Lieder singen, dann ist das für mich noch mehr Motivation, für diesen Club und seine Fans alles zu geben.

Das komplette Interview mit Jhon Cordoba gibt es hier oder in der GeißbockEcho-App für Apple und Android.  

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