Profis | 24.11.2019

Stimmen zu Leipzig

Czichos: „Müssen ein anderes Gesicht zeigen“

Nach der 1:4-Niederlage in Leipzig sprach NetCologne FC-TV mit Jonas Hector, Rafael Czichos, Markus Gisdol und Horst Heldt.

Jonas Hector: Wir haben dumme Fehler gemacht. Mein Fehler beim 0:1. Die Szene vor dem 0:2 habe ich nicht gesehen. Aber wir kriegen wieder einen Elfmeter gegen uns. Dann ist es natürlich hier in Leipzig extrem schwer, wenn man etwas öffnet und offensiver wird. Bei Ballverlusten geht es dann ratzfatz. Da ist es schwer, nochmal zurückzukommen, in unserer Situation, auch wenn wir noch das 1:3 machen. Leipzig ist aber auch nicht der Maßstab, den wir uns jetzt setzen sollten. Wir hatten heute, wenn man die ganzen 90 Minuten betrachtet, keine Aktien, hier was mitzunehmen. Wir müssen jetzt weiter arbeiten und nächste Woche versuchen, das Heimspiel zu gewinnen.

Rafael Czichos: Wir waren nicht mutig genug und haben defensiv die Räume nicht zu bekommen. Das sind die zwei Sachen, die wir bis nächstes Wochenende auf jeden Fall abstellen müssen. Es ist extrem frustrierend. Wenn du so den Gegner einlädst, wird es schwer. Das haben wir nicht gut gemacht. Wir müssen jetzt die Köpfe frei kriegen, die Fehler analysieren, und mit dem Trainer weiter an den neuen Dingen arbeiten, die er diese Woche schon rein zu bringen versucht hat. Gegen Augsburg müssen wir mit unseren Fans im Rücken ein anderes Gesicht zeigen.

Markus Gisdol: Es ist klar, dass du in so einer Situation nicht voller Selbstbewusstsein bist. Dann spielst du gegen einen Gegner, der voll im Flow ist, der momentan von allen Mannschaften in der Bundesliga vielleicht die beste Form hat. Das ist eine schwierige Partie für die Jungs. Wir müssen unbedingt daran arbeiten, dass wir aus engen Situationen unsere fußballerische Qualität besser entwickeln, dass wir aggressiver verteidigen, um unangenehmer zu werden für die Gegner. Das geht nur mit harter Arbeit. Stück für Stück, in jedem Training. In Ruhe zu arbeiten und Ruhe zu bewahren, das ist das Wichtigste.

Horst Heldt: Keine Frage, wir haben verdient verloren. Wir wussten vorher, dass es schwer wird. Jetzt haben wir wenigstens schon gegen Leipzig gespielt. Wir müssen es aufarbeiten, weil am Ende vom Tag haben wir sie ein Stück weit eingeladen. Wir haben vier Tore bekommen, zwei durch Standardsituationen. Trotzdem hatten sie noch viele andere Möglichkeiten. Wir waren heute nicht auf Augenhöhe mit Leipzig, das war nicht unsere Kragenweite, aber wir werden nicht haufenweise solche Mannschaften gegen uns haben. Das Selbstvertrauen schwindet, wenn man sich immer wieder Niederlagen einfängt. Das merkt man, das wirkt ein bisschen gehemmt. Das muss man durchbrechen, da muss man viele Gespräche führen. Der ein oder andere hat ein bisschen Beton unter den Füßen, kann viel mehr und hat das auch schon gezeigt. Da muss man sie hinführen und sich gegenseitig unterstützen. Aber es gab auch das ein oder andere Positive. Ich fand, dass wir hinten zwei gute Innenverteidiger haben, die es gut gemacht haben. Einen jungen Spieler, der vorne links und hinten links gut gespielt hat und mutig gewesen ist. Es bedarf jetzt einer Menge Arbeit und auch Zeit. Wir haben viel zu tun. Es sollte jedem klar sein, dass das jetzt eine Periode ist, die länger dauert. Wir brauchen Erfolgserlebnisse, die muss man sich im Training holen. Jeder muss sich auf seinen Job konzentrieren und daran erinnern, was er gut kann. Jeder muss an seinen Stärken arbeiten, damit die Automatismen greifen, bei jedem Einzelnen, aber auch bei der Mannschaft. Heute ist es bitter, eine verdiente Niederlage – aber es geht weiter.

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