Club | 05.10.2022

Kein Gang vor den CAS

Der 1. FC Köln erlässt erste Stadionverbote

Der 1. FC Köln erlässt erste Stadionverbote gegen die Gewalttäter von Nizza und verzichtet auf Gang vor den Sportgerichtshof CAS.

Der 1. FC Köln wird gegen die 16 bislang von der Polizei Köln identifizierten Personen, die an den gewalttätigen Ausschreitungen beim Spiel der UEFA Conference League in Nizza beteiligt waren, per sofort und bis auf weiteres ein örtliches Stadionverbot aussprechen. Die für das RheinEnergieSTADION geltenden Verbote werden umgehend zugestellt. Die Personalien der betroffenen Personen wurden dem 1. FC Köln am Mittwochvormittag zusammen mit Erkenntnissen der bisherigen Ermittlungen von der Kölner Polizei übermittelt. Die betroffenen Personen erhalten vom 1. FC Köln im Nachgang die Möglichkeit auf Anhörung. Darüber hinaus werden über die Zentrale Informationsstelle der Polizei (ZIS) bundesweite Stadionverbote gegen diese 16 Personen beim DFB anregt. Der 1. FC Köln unterstützt dieses Vorgehen.

Zudem hat sich der 1. FC Köln dafür entschieden, keine Rechtsmittel gegen die Entscheidung des UEFA-Revisionsgerichts einzulegen und auf den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu verzichten. Die UEFA hatte den 1. FC Köln für die gewalttätigen Ausschreitungen in Nizza mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro sowie mit einem Verbot zum Verkauf von Gästetickets für die beiden noch ausstehenden Auswärtsspiele der Vorrunde in der UEFA Conference League bei FK Partizan Belgrad und beim 1. FC Slowácko belangt. Die Entscheidung zum Verzicht auf Rechtsmittel trafen Geschäftsführung und Vorstand des 1. FC Köln nach intensiver und umfassender Prüfung der schriftlichen UEFA-Urteilsbegründung, damit einhergehend einer umfassenden Abwägung aller gegebenen Perspektiven sowie der Einholung externer Expertise. Im Ergebnis bestanden sowohl aus (verbands-)rechtlicher als auch aus zeitlicher Hinsicht keine hinreichenden Erfolgsaussichten gegen das Urteil der UEFA vorzugehen.

Unabhängig vom Verzicht auf Rechtsmittel erachtet der 1. FC Köln das von der UEFA ausgesprochene Strafmaß in mehreren relevanten Aspekten für praktisch falsch. Allen voran bestraft ein generelles Verbot von Gästetickets zu Unrecht die Vielzahl friedlicher FC-Fans. Solche Strafen haben sich in der Vergangenheit zudem nicht als zielführend erwiesen, um Gewalt im Stadion zu verhindern.

Abschließend erneuert der 1. FC Köln seinen dringlichen Hinweis an seine Anhänger, aus Sicherheitsgründen keine Tickets für das nächste Auswärtsspiel bei FK Partizan Belgrad über den Heimverein oder auf dem Schwarzmarkt zu erwerben oder die Reise, nach Belgrad ohne Tickets anzutreten. Der 1. FC Köln bedauert, dass durch die gegebenen Rahmenbedingungen vielen Anhängern, die bereits ihre Reise geplant hatten, das Erlebnis Europa genommen wird.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
12Bayer 04 Leverkusen18
131. FC Köln17
14FC Augsburg15
Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
1Nice9
2Partizan Belgrade9
31. FC Köln8
4Slovácko5

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