Profis | 06.10.2018

Interview im GeißbockEcho

Dominick Drexler: Ich mag meinen Weg

Transferperioden sind für Profis besonders wichtige Phasen. Hier kann sich entscheiden, welche Richtung eine Karriere nimmt. Die Laufbahn von Dominick Drexler hat schon einige Richtungsänderungen erfahren – zuletzt sogar zwei in einem Sommer.

Dominick, wie hat dir Dänemark gefallen?
(lacht) Sehr gut. Es ist ein schönes Land, Silkeborg ist eine schöne Stadt, aber an Köln kommt nichts ran.

Wie viele Eindrücke konntest du tatsächlich sammeln in der kurzen Zeit beim FC Midtjylland?
Ich habe noch keine eigene Wohnung gehabt und in einem Hotel in Silkeborg gelebt. Silkeborg ist nur ­wenige Kilometer von Herning entfernt, wo das Stadion des FC Midtjylland steht. Aber es war in gewisser ­Weise auch eine etwas schwierige Zeit. Als von meiner Seite aus feststand, dass ich zum FC wechseln möchte, mussten sich die Vereine einigen. Das hat man als Spieler ja nicht in der Hand und deshalb war ich in dieser Phase ziemlich angespannt – und dann sehr froh, dass es geklappt hat.

Zwei Vereinswechsel in einer Transferperiode sind sehr außergewöhnlich. Was hat den Ausschlag für diese Entwicklung gegeben?
Der FC. Beim FC Midtjylland hatte ich schon Ende ­Februar unterschrieben. Als sich dann im Sommer abzeichnete, dass der 1. FC Köln Interesse hat, mich zu verpflichten, musste ich nicht lange überlegen. Solche Angebote bekommt man in einer Karriere nicht oft. Zudem hat auch die Personalie Markus Anfang einen Anteil daran. Außerdem wollte ich mal bei einem ­Verein spielen, der weniger als 400 Kilometer von meiner Heimat Bonn entfernt ist (lacht).

Also zählt Leverkusen bei deinen bisherigen Stationen nicht dazu?
Klar zählt das, aber dort habe ich nie im Seniorenbereich gespielt. Die Aussage bezieht sich auf meine Zeit nach den Jugendstationen. Zwar habe ich in Leverkusen die ersten Erfahrungen bei den Profis gesammelt, aber ich kam dort aus der Jugend und habe im Profibereich ­eigentlich noch überhaupt keine Rolle gespielt.

In einem Interview hast du mal gesagt, du seist im Leverkusener Profi-Training jeden Tag der Schwächste gewesen.
Das muss man in Relation sehen. Ich habe damals mit 18 Jahren in einem Kader trainiert, der unfassbare Qualität hatte. Damals waren selbst Toni Kroos und Lars Bender noch nicht gesetzt.

Von Leverkusen bist du nach Erfurt gewechselt. Nach zwei Jahren dort wollte dich Greuther Fürth verpflichten. Ein Wechsel kam aber nicht zustande, da sich die Clubs nicht einigen konnten. Sicher auch keine leichte Situation.
Es war keine ganz leichte Situation, stimmt, gerade als junger Spieler. Da ist man abhängig von Dingen, die man nicht beeinflussen kann. Im Nachhinein sind das aber alles Dinge, die einen prägen und reifen lassen.

Das komplette Interview mit Dominick Drexler gibt es hier oder in der GeißbockEcho-App für Apple und Android

  • empfehlen

Tabelle

Menu
Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 Hamburger SV 34
2 1. FC Köln 33
3 1. FC Union Berlin 28

FC-FANSHOP