Profis | 23.03.2019

Ausblick

Endspurt um den Aufstieg

Nach der Länderspielpause beginnt für den 1. FC Köln die heiße Phase im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga. Gelegenheit für einen genaueren Blick auf das Aufstiegsrennen.

1. FC Köln
Der FC verbringt die Länderspielpause in einer recht komfortablen Position: auf dem ersten Tabellenplatz. Und das, obwohl der FC durch die Absage des Auswärtsspiels in Duisburg eine Partie weniger als die Konkurrenz absolviert hat. Im nach der Pause anstehenden Endspurt um den Aufstieg hat der FC sein Schicksal also selbst in der Hand.

Statistisch spricht einiges für die Rückkehr des FC in die Bundesliga. 51 Punkte hat die Mannschaft von Markus Anfang in bisher 25 Spielen geholt. Besser war nur eine Aufstiegsmannschaft in der Geschichte des 1. FC Köln: Nur in der Saison 2002/03 unter Friedhelm Funkel hatte der FC zum selben Zeitpunkt noch mehr Punkte auf dem Konto, nämlich 53. Und: Alle 23 Teams, die seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der 2. Bundesliga nach 25 Spieltagen mindestens 51 Punkte auf dem Konto hatten, stiegen am Ende auch auf.

Mit 64 Treffern ist der FC in dieser Saison außerdem in Sachen Torausbeute das Maß aller Dinge in der Liga. In der Geschichte der eingleisigen 2. Bundesliga hatte nur Hannover 96 zum selben Zeitpunkt mehr Tore erzielt. Ihnen gelangen in der Saison 2001/02 sogar 69 Tore in 25 Spielen – und sie stiegen am Ende souverän auf.

Das Restprogramm des FC: Kiel (H), Heidenheim (A), Duisburg (A), Hamburg (H), Dresden (A), Darmstadt (H), Fürth (A), Regensburg (H), Magdeburg (A)

Hamburger SV
Der HSV steht mit 50 Punkten einen Zähler hinter dem FC, hat aber – genau wie alle anderen Konkurrenten um den Aufstieg – ein Spiel mehr absolviert. Zwar verlor der HSV zuletzt gegen Darmstadt nach 2:0-Führung noch mit 2:3. Aber laut Statistik stehen trotz dieses Ausrutschers auch die Aufstiegschancen der Hamburger gut: 30 der 35 Mannschaften, die so wie der HSV 50 (oder mehr) Punkte nach 25 Spieltagen auf dem Konto hatten, stiegen am Ende auch auf. Außerdem verfügen die Hamburger über die zweitbeste Defensive (erst 29 Gegentore) und spielten zwölfmal zu null – Ligabestwert. Am 29. Spieltag kommt es zum Topduell der 2. Bundesliga: Dann empfängt der FC den HSV im RheinEnergieSTADION.

Das Restprogramm des HSV: Bochum (A), Magdeburg (H), Köln (A), Aue (H), Union (A), Ingolstadt (H), Paderborn (A), Duisburg (H)

Union Berlin
Mit 47 Punkten steht Union derzeit auf dem Relegationsplatz. Für Union spricht im Saisonendspurt die starke Defensive – mit nur 23 Gegentoren die sicherste der Liga – und ihre gute Form: In der Rückrundtabelle stehen die Berliner mit 16 Spielen aus neun Spielen auf dem zweiten Platz. Sie sind mit nur drei Niederlagen auch die Mannschaft, die bisher am seltensten geschlagen wurde und mit 31 Punkten aus 13 Spielen in der Alten Försterei das heimstärkste Team der Liga.

Das Restprogramm von Union: Paderborn (H), Dresden (A), Regensburg (H), Fürth (A), Hamburg (H), Darmstadt (A), Magdeburg (H), Bochum (A)


FC St. Pauli
Auf Platz vier mit 43 Punkten steht der FC St. Pauli. Das 0:4 in Sandhausen war für die Aufstiegsambitionen von St. Pauli ein herber Rückschlag. Zumal man in der Woche zuvor beim Derby gegen den HSV mit demselben Ergebnis vom Platz gegangen war. Direkte Duelle mit den vor ihnen liegenden Mannschaften stehen für die Kiez-Elf nicht mehr auf dem Programm – und damit auch keine Gelegenheit, die Konkurrenz selbst zu schlagen. Man muss also auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen und gleichzeitig selbst konstant punkten. Mit dem nächsten Sieg würde St. Pauli übrigens den 300. Zweitliga-Sieg seiner Vereinsgeschichte feiern. Nur Fürth (305 Siege) und Aachen (302) gewannen in der eingleisigen 2. Bundesliga häufiger.

Das Restprogramm von St. Pauli: Duisburg (H), Kiel (A), Bielefeld (H), Heidenheim (A), Regensburg (H), Dresden (A), Bochum (H), Fürth (A)


Holstein Kiel
Der nächste Gegner des FC rangiert mit 42 Punkten auf dem fünften Platz – und hat im Aufstiegskampf noch Außenseiterchancen. Dabei müssen die Kieler hoffen, dass ihr 5:1-Sieg am vergangenen Spieltag gegen Aue eine Trendwende war: In den fünf Partien zuvor holten sie insgesamt nur fünf Zähler. Und ihr Restprogramm ist alles andere als leicht – nicht nur wegen des anstehenden Auswärtsspiels beim FC.

Das Restprogram von Kiel: Köln (A), St. Pauli (H), Ingolstadt (A), Paderborn (H), Sandhausen (A), Duisburg (H), Dresden (H), Bielefeld (A)


1. FC Heidenheim
Die Heidenheimer haben bisher ebenfalls 42 Punkte geholt und stehen damit auf dem sechsten Platz. So wie den Kielern schien auch ihnen zuletzt die Puste auszugehen. Vor dem wichtigen 2:1-Sieg gegen Union am vergangenen Spieltag waren sie seit vier Partien sieglos. Um im Aufstiegsrennen noch ein Wörtchen mitzureden, brauchen die Heidenheimer „Big Points“. Gelegenheit, diese zu holen, haben sie bei den beiden Heimspielen gegen den FC und St. Pauli.

Das Restprogramm von Heidenheim: Magdeburg (A), Köln (H), Aue (A), St. Pauli (H), Paderborn (A), Sandhausen (H), Duisburg (A), Ingolstadt (A)


SC Paderborn
Ihr großes Potenzial zeigten die Paderborner nicht nur bei ihren beiden Liga-Siegen gegen den FC und dem 5:3-Erfolg im Testspiel. Überhaupt spielt der Aufsteiger eine starke Serie – besonders seit dem Jahreswechsel. In der Rückrundentabelle stehen die Paderborner auf dem ersten Platz. Mit aktuell insgesamt 41 Punkten haben die Paderborner zwar nur Außenseiterchancen im Aufstiegsrennen. Aber Endspurts liegen ihnen: In dieser Saison erzielten sie bereits 22 Tore in der Schlussviertelstunde – Ligabestwert.

Das Restprogramm von Paderborn: Union (A), Sandhausen (A), Duisburg (H), Kiel (A), Heidenheim (H), Bielefeld (A), Hamburg (H), Dresden (A)

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 1. FC Köln 59
2 1. FC Union Berlin 52
3 Hamburger SV 52

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