Club | 26.03.2020

Gemeinsame Aktion mit der REWE Group

Erste Kölner Tafel wiedereröffnet

Der erste Schritt ist getan. Der 1. FC Köln hat am Mittwoch die erste Tafel-Anlaufstelle in Köln wiedereröffnet. Alexander Wehrle und Horst Heldt waren in Stammheim dabei.

In Zeiten der Corona-Krise ist die Angst bei vielen Menschen spürbar. In ihrer Sorge stürzen sich viele in die Supermärkte, um sich mit Lebensmitteln für den Ernstfall einzudecken. Gleichzeitig gibt es in der Gesellschaft Menschen, denen es am Nötigsten fehlt – schon vor und besonders jetzt in der Krise.
 
Wie groß die Not ist, zeigte sich am Mittwoch in Köln-Stammheim. Hier eröffnete der 1. FC Köln eine erste zwischenzeitlich geschlossene Ausgabestelle der Kölner Tafel wieder. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FC packten tütenweise Lebensmittel und verteilten sie an die zahlreichen Bedürftigen. Der Andrang war groß. Viele Ausgabestellen der Tafel Deutschland mussten in den vergangenen Wochen schließen. Ein Grund dafür ist, dass ein überwiegender Teil der Ehrenamtler der Tafel ältere Menschen sind. Sie müssen sich besonders vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen. Der FC und die Stiftung 1. FC Köln haben eine Aktion ins Leben gerufen, um die Tafeln nach und nach wiederzueröffnen.
 
„Ich halte es für elementar wichtig, dass man seiner sozialen Verantwortung gerecht wird. Es gibt ganz viele Menschen, denen es noch schlechter geht und die gar keine Möglichkeit haben, einkaufen zu gehen, weil ihnen das Geld fehlt“, sagte FC-Geschäftsführer Horst Heldt bei der Wiedereröffnung in Stammheim. „Wir wollen den Menschen helfen, die es besonders nötig haben, versorgt zu werden.“
 
Unterstützt wird das Projekt von FC-Hauptpartner REWE Group. Während der Kölner Handelskonzern Lebensmittel und Gutscheine spendet, stellt der 1. FC Köln Personal ab, um den Wegfall von ehrenamtlichen Helfern zu kompensieren. „Wir haben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die etwa im Fanshop, in der Gastronomie oder im Nachwuchsbereich derzeit nicht arbeiten können. Diese Mitarbeiter sorgen jetzt dafür, dass die Tafeln wiederöffnen können. Sie kümmern sich um die Logistik und die Verteilung der Lebensmittel. In Zeiten wie diesen müssen wir alle zusammenstehen“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. 
 
Das Projekt umfasst aber auch finanzielle Unterstützung. Die Stiftung des 1. FC Köln stellt aus ihren Mitteln 100.000 Euro zur Verfügung. Auch die FC-Familie hilft. „Wir haben in der vergangenen Woche viele Spenden von Fans, Mitgliedern und Dauerkartenkunden bekommen. Ich hoffe, dass noch viele weitere hinzukommen“, sagte Alexander Wehrle. „Die momentane Situation ist schwierig für die gesamte Gesellschaft. Doch es gibt Menschen, den ging es bereits vorher sehr schlecht und die sollten jetzt nicht vergessen werden.“ 
 
Unter dem Motto „Gemeinsam Lebensmittel retten, Menschen helfen“ kooperiert der 1. FC Köln bereits seit Beginn der laufenden Saison mit der Tafel Deutschland. Ein Engagement, das in Zeiten der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Ralf Juras, Leiter des Stadtteilbüro Tafel Stammheim, sagte: „Es ist sehr wichtig, dass wir die Tafel hier im Veedel wieder öffnen konnten, denn wir versorgen hier in der Woche bis zu 850 Personen. Wir hatten jetzt eine Woche zu und man sieht, was hier los ist, obwohl wir das sehr kurzfristig angekündigt haben. Die Not ist sehr groß.“
 
Die Tafel Stammheim soll aber erst der Anfang sein. Viele Bedürftige in ganz Köln haben in den letzten Wochen auf die Lebensmittelausgabe verzichten müssen. Die Menschen sind an die Ausgabestelle in ihrem Viertel gebunden, zu der sie zugeteilt wurden. Sobald eine Ausgabestelle schließt, habe sie keine Möglichkeit, eine andere aufzusuchen. Gemeinsam mit der REWE Group wird der 1. FC Köln in den kommenden Wochen weitere Tafel-Anlaufstellen wiedereröffnen – darunter Höhenhaus, Bocklemünd und Chorweiler. 
 

Erste Kölner Tafel wiedereröffnet
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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36