Club | 24.01.2019

Offener Austausch

Fanclubversammlung im Stadion

Rund 250 Vertreter von FC-Fanclubs haben sich im RheinEnergieSTADION zur jährlichen Vollversammlung getroffen. Dabei stellten sich unter anderem FC-Vizepräsident Toni Schumacher, Geschäftsführer Alexander Wehrle und Cheftrainer Markus Anfang den Fragen der Fans.

Selbst die Socken von Thomas Kessler wurden nicht ausgespart. Um mit Turnschuhen und Sneaker-Söckchen zu kommen, sei es doch viel zu kalt, mahnte ein FC-Fan mit väterlichem Unterton, nachdem er bei der Fanclub-Vollversammlung im RheinEnergieSTADION zum Mikrofon gegriffen hatte. Doch der FC-Torwart hatte die passende Antwort: „Keine Sorge, ich sitze hier neben Toni Schumacher. Der ist immer so heiß, dass er mich mit warmhält.“

Rund 250 Vertreter offizieller FC-Fanclubs aus der ganzen Republik waren in den 12. Mann in der Nordtribüne gekommen. Die FC-Fanbetreuung um Rainer Mendel hatte geballte FC-Prominenz für das Podium organisiert. Neben Kessler stellten sich FC-Vizepräsident Toni Schumacher, Geschäftsführer Alexander Wehrle, Cheftrainer Markus Anfang und Thomas Schönig, Leiter der AG Fankultur, der Diskussion. „Es ist eine Frage der Wertschätzung gegenüber unseren treuen Fanclubs, dass sie an so einem Abend passende Ansprechpartner zu allen Themen persönlich befragen können, sowohl zum Sport als auch zu allen anderen Themen die aus Sicht unserer Fans von Bedeutung sind“, sagt Mendel, der die Veranstaltung gemeinsam mit Tobias Kaufmann moderierte.

Die Bandbreite der Fragen reichte von der Situation um Anthony Modeste über Ticketing, Dauerkarten und Rollstuhlfahrerplätze bis hin zu Taktik und System. „Ich kenne die Stadt und die Menschen als Kölner ja sehr gut. Hier beschäftigt sich jeder mit dem FC, das ist unglaublich“, schwärmte Markus Anfang. „Allerdings gibt es auch wahnsinnig viele Trainer in Köln. Jeden Morgen habe ich wieder irgendeinen Zettel am Auto mit Tipps für die Aufstellung.“ Befolgt habe er jedoch noch keinen, bekannte Anfang unter großem Gelächter.

Alexander Wehrle gab unter anderem zum Stand bei den großen Zukunftsprojekten Auskunft. „Wir haben eine zweite Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, ob und wie wir das RheinEnergieSTADION erweitern könnten. Daran sieht man auch, dass wir unbedingt an unserem traditionellen Standort bleiben möchten“, sagte Wehrle. Bei der Erweiterung am Geißbockheim gebe es wieder Bewegung, so dass der FC spätestens Ende des Jahres mit einem positiven Beschluss der Politik rechnet. „Allerdings wird es dann vermutlich sofort eine Klage der Bürgerinitiative geben, darauf sind wir jedenfalls vorbereitet.“

Auch kritische Themen wurden offen angesprochen. Thomas Schönig erläuterte die Diskussionen in der AG Fankultur, Toni Schumacher wurde nach den Lehren aus der vergangenen Saison ebenso gefragt wie nach der Zukunft des Vorstands. Dabei stellte der FC-Vizepräsident noch einmal klar, dass er es für zu früh hält, über die Vorstandswahl zu reden. „Wir wollen den Abstieg wiedergutmachen. Das hat Priorität und ich würde mir wünschen, dass der ganze Club und die ganze Stadt jetzt nur an dieses eine, große Ziel denkt: den Aufstieg.“

Nach rund 90 Minuten endete die Diskussionsrunde und die Fans nutzten die Gelegenheit, Erinnerungsfotos und Autogramme zu sammeln und persönliche Fragen zu klären. Kalte Füße bekam Thomas Kessler auch dabei nicht.   

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