Profis | 18.12.2019

Nach 0:2-Rückstand

FC bezwingt Frankfurt mit 4:2

Der 1. FC Köln hat am Mittwochabend dank einer großen Energieleistung mit 4:2 bei Eintracht Frankfurt gewonnen. Nach einem 0:2-Rückstand drehte der FC die Partie in der zweiten Hälfte durch Tore von Hector, Bornauw, Drexler und Jakobs.

Was für ein Spiel! Der FC hat am Mittwochabend in Frankfurt aus einem 0:2-Rückstand ein 4:2 gemacht – und ist dank des verdienten Sieges erstmals seit dem 9. Spieltag wieder auf einen Nicht-Abstiegsplatz vorgerückt. Nach dem Sieg schallte Karnevalsmusik aus der FC-Kabine. Und die Spieler feierten zurecht. Mit ihrer überzeugenden Leistung haben sie die Eindrücke vom 2:0-Sieg gegen Leverkusen vier Tage zuvor bestätigt. Der FC kämpft sich gerade zurück in die Spur. 

FC-Cheftrainer Markus Gisdol schickte mit zwei Ausnahmen die Elf aus dem Leverkusen-Spiel auf den Rasen. Für den gelbgesperrten Kingsley Ehizibue rückte Benno Schmitz in die Anfangsformation und verteidigte hinten rechts. Jhon Cordoba ersetzte außerdem Anthony Modeste in der Sturmspitze. 

Hinteregger schockt FC, Hector bringt neue Hoffnung

Die Partie begann mit einer Schrecksekunde für den FC. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, da landete eine Frankfurter Ecke beim freistehenden Hinteregger, dessen Kopfball aus kurzer Distanz nur knapp das Tor von Timo Horn verfehlte. Wenige Augenblicke später machte es Hinteregger leider besser: Erneut im Anschluss an eine Ecke hatte der Verteidiger genug Zeit, die Kugel im FC-Strafraum anzunehmen, und erzielte die frühe Führung für die Gastgeber (6.). 

Der FC brauchte knapp eine Viertelstunde, um ins Spiel zu finden – und war sichtlich um eine Antwort bemüht. Erst kam Cordoba nach einer Hereingabe von Czichos nicht an den Ball (17.), dann fand Jakobs nach einem Vorstoß über die linke Seite in der Mitte keinen Abnehmer (20.). Auf der Gegenseite war Timo Horn in höchster Not zur Stelle, als er vor dem einschussbereiten Paciencia klärte (25.). In der 30. Spielminute blieb der FC-Torwart dann jedoch chancenlos: Wieder war es Paciencia, der nach einem Eckball am höchsten stieg und für die Frankfurter erhöhte. Obwohl der FC eigentlich auf Augenhöhe agierte, war die Eintracht in dieser Phase effektiver. Doch die Elf von Markus Gisdol ließ sich nicht entmutigen, sondern suchte weiter ihre Chancen.

Kurz vor der Halbzeit wurde das belohnt, als Jonas Hector der verdiente Anschlusstreffer gelang. Der Kapitän fasste sich aus knapp 30 Metern ein Herz und traf mit einem leicht abgefälschten Distanzschuss zum wichtigen 1:2 aus FC-Sicht. Die Mannschaft von Markus Gisdol war nun am Drücker. Beinahe hätte Hector nach einer kurz ausgeführten Eckenvariante dann sogar den Ausgleich erzielt, sein Schlenzer aus spitzem Winkel segelte aber knapp über die Querlatte. So ging es mit dem knappen Rückstand in die Kabinen – und der FC wusste: Hier war noch was drin. 

FC dreht Partie mit vier Toren

Nach der Pause entwickelte sich eine Partie mit vielen intensiv geführten Zweikämpfen im Mittelfeld – aber zunächst ohne die vielen Torchancen aus dem ersten Durchgang. Gisdol wechselte daraufhin offensiv und brachte mit dem wiedergenesenen Florian Kainz eine frische Kraft, um den Angriff zu beleben – Jan Thielmann ging für ihn vom Feld (61.). 

Waren es die Frankfurter, die in Durchgang eins immer wieder nach Ecken torgefährlich wurden, setzte sich der FC nun mit einigen Eckbällen am gegnerischen Sechszehner fest. Die vierte Ecke in Folge brachte in der 71. Minute schließlich den Ausgleich: Nachdem die Eintracht zunächst geklärt hatte, flankte Kainz die Kugel nochmal rein und fand in der Mitte Sebastiaan Bornauw, der den Ball ins lange Eck zum 2:2 verlängerte. Im direkten Gegenzug dribbelte sich Kamada durch die FC-Abwehr, doch Timo Horn verkürzte geschickt den Winkel und lenkte den Versuch über das Tor. 

Beflügelt durch den verdienten Ausgleich, wurde der FC nun zusehends torgefährlicher. Bereits 80. Minuten waren gespielt, da sorgte Dominick Drexler dann für die Führung: Erneut wurde eine Ecke von Kainz abgewehrt, erneut brachte der FC den Ball scharf rein – Schmitz haute die Kugel flach in Richtung Fünfmeterraum, wo Drexler am langen Pfosten goldrichtig stand. 3:2 für den FC! 

Für die Schlussminuten wechselte Gisdol zweimal, wohl auch, um zusätzliche Kopfballstärke auf den Rasen zu bringen. Drexler machte Platz für Simon Terodde (89.), Cordoba für Anthony Modeste (92.). Die beiden neuen Akteure standen direkt im Blickpunkt und initiierten den Konter, der für die Entscheidung sorgen sollte: Über Terodde und Modeste, die beide Auge für den besser postierten Mitspieler bewiesen, landete der Ball beim mitgelaufenen Ismail Jakobs, der vor Wiedwald Ruhe bewahrte und mit seinem ersten Bundesligator den Schlusspunkt in einer furiosen Partie setzte. Kurz danach war Schluss. Nach 0:2-Rückstand hatte der FC das Spiel gedreht – und verlässt mit dem zweiten Sieg in Folge die Abstiegsränge. 

Im letzten Spiel des Jahres empfängt der 1. FC Köln am Samstag, 21. Dezember, den SV Werder Bremen, der jetzt direkt hinter dem FC steht. Anstoß der Partie ist um 15.30 Uhr.

Statistik zum Spiel: 

Eintracht Frankfurt: Wiedwald – Toure, Hasebe, Hinteregger – Chandler, Rode (32. Sow), Kohr (84. Silva), Kostic – Kamada – Paciencia (61. N'Dicka), Dost 

1. FC Köln: Horn – Schmitz, Bornauw, Czichos, Katterbach – Skhiri, Hector – Thielmann (61. Kainz), Drexler (89. Terodde), Jakobs – Cordoba (90. Modeste) 

Tore: 1:0 Hinteregger (2.), 2:0 Paciencia (30.), 2:1 Hector (43.), 2:2 Bornauw (71.), 2:3 Drexler (80.), 2:4 Jakobs (90.) 

Gelbe Karten: Chandler (31.) Hinteregger (90.) – Skhiri (34.), Katterbach (82.), Kainz (90.), Jakobs (90.) 

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach) 

Zuschauer: 50.300

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
9TSG 1899 Hoffenheim36
101. FC Köln34
11Hertha BSC34

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