Stiftung | 14.08.2021

Kooperation startet

FC-Doppelpass: BMZ und FC-Stiftung gehen Partnerschaft für Nachhaltigkeit ein

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der 1. FC Köln mit seiner Stiftung 1. FC Köln  setzen sich in der Bundesliga-Saison 2021/22 gemeinsam für Nachhaltigkeit ein. Unter dem Motto „Zusammen nachhaltig“ steht die gesamte Saison das Thema Nachhaltigkeit im Fokus.

Im Jahr 2015 verabschiedeten die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030. Sie enthält 17 Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung, die von der Beseitigung des weltweiten Hungers über die Stärkung von nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion bis hin zu Klimaschutz und dem Zugang zu Bildung reichen. Die Agenda 2030 bildet die Basis der Entwicklungspolitik des BMZ. Mit dem Programm „Sport für Entwicklung“ setzt das BMZ Sport und insbesondere Fußball gezielt ein, um die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern in den Bereichen Bildung, Jobchancen, Gesundheit, Gleichberechtigung und für ein friedliches Miteinander zu verbessern. Gemeinsam mit der Stiftung 1. FC Köln sind Aktivitäten in Jordanien und Tunesien vorgesehen. In Jordanien sollen Mädchen und junge Frauen durch Fußball in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt und ihr Zugang zum Fußball erhöht werden. In Tunesien ist geplant, mit Jugendlichen im Bereich Gewaltprävention im und um das Fußballstadion zu arbeiten und außerdem, die Jobchancen für Jugendliche vor Ort zu fördern. 

Ein weiterer Baustein der Kooperation ist der geplante Beitritt des Bundesligavereins zur „Allianz für Entwicklung und Klima“, eine im Auftrag des BMZ gegründete Stiftung. Die Allianz setzt neben der Vermeidung und Minderung von Treibhausgas-Emissionen auch auf den Ausgleich von CO2-Emissionen. Unternehmen, Institutionen, Vereine und Privatpersonen verbessern ihre Klimabilanz, unterstützen gleichzeitig die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und tragen damit zu besseren Lebensbedingungen von Menschen in Ländern des Globalen Südens bei. So  baut der 1. FC Köln sein Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit weiter aus und will verstärkt auch international seine soziale und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Der Verein ist als erster Bundesligist nach dem „ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften“ zertifiziert und wirtschaftet bereits ab dem Jahr 2021 klimaneutral. 

Ein Highlight der Kooperation ist der geplante gemeinsame Aktionsspieltag im April 2022, der im Rahmen des jährlichen „Earth Day“ stattfinden wird. An diesem Nachhaltigkeitsspieltag sind verschiedene Aktionen und die Einbindung unterschiedlicher Medienformate geplant. So sollen Inhalte rund um nachhaltige Entwicklung eine breite Aufmerksamkeit im RheinEnergieSTADION und darüber hinaus erreichen. 

Zum 1. FC Köln und der Stiftung 1. FC Köln

Der 1. FC Köln steht für leidenschaftlichen Fußball, gelebte Werte und eine einzigartige Mischung aus kölscher Tradition und Innovation. Der Club weiß um seine soziale und gesellschaftliche Rolle und Verantwortung als größte Sportorganisation in der Region. Er dient als Vorbild, stiftet Identität und kann Themen auf die Agenda setzen. 

In der Stiftung 1. FC Köln bündelt der Club sein vielfältiges soziales Engagement und setzt sich gezielt für Menschen ein, die gesellschaftlich im Abseits stehen. Nicht zufällig ist das Motto der Stiftung geprägt vom Titel der FC-Hymne: „Mer stonn zo Dir“. Die Stiftung 1. FC Köln entfaltet durch ihr Engagement für eine nachhaltige und generationsübergreifende Entwicklung der Gesellschaft eine besondere Wirkung durch Partnerschaftlichkeit und bildet mit Menschen Perspektiven für ihre gestaltungsoffene Zukunft.

Von der einzigartigen Treue und Unterstützung, die der FC erfährt, möchte der Club besonders jenen Menschen etwas zurückgeben, die auf Hilfe angewiesen sind. Der 1. FC Köln spielt deshalb jedes Jahr über eine Saisonpartnerschaft erfolgreiche Doppelpässe mit einer gemeinnützigen Organisation, um großen gesellschaftlichen Themen durch die Kraft und Reichweite des Fußballs eine Bühne zu geben. 

Mit dem Projekt „FC-Doppelpass“ unterstützt die Stiftung 1. FC Köln soziale Organisationen wie die Aktion Mensch, die DKMS oder die Tafel Deutschland nicht nur auf Werbebanden, sondern setzt über die Saison hinweg unterschiedliche Aktionen und Kampagnen um. Auf den Kick-Off zum Beginn der Saison folgt während der Spielzeit ein Aktionsspieltag als Highlight der Kooperation.

Zum Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Das BMZ ist innerhalb der Bundesregierung für die deutsche Entwicklungspolitik zuständig. Aufgabe des BMZ ist es, die Ziele der deutschen Entwicklungspolitik festzulegen, die Zusammenarbeit mit den etwa 80 Partnerländern weltweit abzustimmen und die Zusammenarbeit auf multilateraler Ebene zu gestalten. Die von den Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bildet den internationalen Rahmen der deutschen Entwicklungspolitik. Das BMZ legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Schaffung von Perspektiven in den Herkunftsländern von Flüchtlingen. Wichtige Themen sind zudem die weltweite Ernährungssicherung, nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz. Das Ministerium hat seinen Dienstsitz in Bonn und Berlin und ist zudem durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den deutschen Botschaften in den Partnerländern sowie bei den internationalen Organisationen vertreten. Das BMZ beauftragt mit der Umsetzung seiner Vorhaben u.a. die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie Engagement Global. Weitere Infos gibt es hier.

Zum Programm „Sport für Entwicklung“ des BMZ

Das BMZ nutzt mit „Sport für Entwicklung“ die positive Kraft des Sports, um die Zukunftsperspektiven von Kindern und Jugendlichen in den Partnerländern zu verbessern. Der methodische Ansatz verbindet Elemente des Sports mit Jugendpädagogik, um spielerisch Werte wie Fairplay, Teamgeist und Selbstbewusstsein sowie (jobrelevante) Kompetenzen und Wissen zu vermitteln. Das sind Schlüsselqualifikationen, die ihnen zum Beispiel den Einstieg in die Berufswelt erleichtern. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) im Auftrag des BMZ und ihre Partner bilden hierfür Trainerinnen und Trainer aus. Als Teil ihres Trainings sprechen sie Gesundheitsthemen an, vermitteln Umweltschutz oder zeigen die Bedeutung einer guten Ausbildung auf. Seit 2013 profitierten über 1,2 Millionen Kinder und Jugendliche in 40 Ländern von „Sport für Entwicklung“, über 7.000 Trainerinnen und Trainer sind geschult und allein in Afrika sind 150 Sportplätze gebaut bzw. modernisiert und mit einem nachhaltigen Nutzungskonzept ausgestattet worden. Unter dem Leitsatz „Sport für Entwicklung zusammen mehr bewirken“ leistet Sport so einen wesentlichen Beitrag, um die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Weitere Infos gibt es hier.

Zur Stiftung „Allianz für Entwicklung und Klima“ des BMZ

Seit Herbst 2018 verfolgt die Allianz für Entwicklung und Klima das Ziel, Entwicklungszusammenarbeit und internationalen Klimaschutz über das Instrument der freiwilligen Kompensation von Treibhausgasen zu verknüpfen und für die Finanzierung wichtiger Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern zusätzliche Mittel zu mobilisieren. Inzwischen arbeiten über 1.000 Unterstützerinnen und Unterstützer aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft für dieses Ziel – Partner, die Klimaneutralität anstreben und dafür ihre Treibhausgasemissionen gleichzeitig vermeiden, reduzieren und kompensieren. Um ihr langfristiges Wirken zu sichern und sogar zu multiplizieren und um ihre Arbeit auf ein solides Fundament zu stellen, wurde die Allianz für Entwicklung und Klima im Auftrag des BMZ gegründet und in eine Stiftung überführt. Weitere Infos gibt es hier.

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PL.VereinPkt.
6Bayer 04 Leverkusen7
71. FC Köln7
81. FC Union Berlin6

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