Club | 07.04.2020

Kölner Tafel in Flittard

FC-Mitarbeiter helfen Bedürftigen

Vier Standorte der Kölner Tafeln wurden mithilfe des FC und der Stiftung 1. FC Köln inzwischen wiedereröffnet. Bereits zum zweiten Mal bekamen Bedürftige am Montag in Flittard kostenlos Lebensmittel.

Elf Ehrenamtler arbeiten normalerweise bei der Tafel in Flittard und kümmern sich dort regelmäßig um bedürftige Menschen. Die Tafelausgabe gibt es bereits seit mehr als 15 Jahren und stellt für viele Leute eine wichtige Anlaufstelle im täglichen Leben dar. Mithilfe der Stiftung 1. FC Köln und der personellen Unterstützung von FC-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnte der Tafelstandort nun bereits zum zweiten Mal wiedereröffnen. „Wir sind hochdankbar für die Unterstützung des 1. FC Köln. Unserem Hauptkundenstamm habe ich sogar persönlich einen Brief in den Kasten geworfen, um sie darüber zu informieren, dass die Tafel hier weitergeht“, sagt Eva Wolf, organisatorische Leiterin der Tafel am Standort Flittard. „Sie sind natürlich wahnsinnig dankbar und freuen sich, dass wir sie wieder versorgen können.“

Bereits am Mittag trafen sich die helfenden FC-Mitarbeiter, um alles Nötige für die Essensausgabe vorzubereiten. „Wir sind vom Geißbockheim hierher gefahren, haben gemeinsam alles aufgebaut und jetzt geht es jeden Moment los“, sagt Patrick Bürger. Normalerweise arbeitet er als Aushilfe im FC-Fanshop – doch der ist momentan Corona-bedingt geschlossen. Seine freie Zeit widmet er nun dem sozialen Projekt. „Ich bin heute zum ersten Mal dabei, aber es ist eine klasse Erfahrung. Wir haben ein motiviertes Team, das macht Spaß. Und bevor ich einfach zu Hause rumsitze, helfe ich gerne mit.“

Neben frischem Obst und Gemüse stehen am Nachmittag auch bunte Tulpen zur Ausgabe bereit. Wenige Minuten später betreten die ersten Bedürftigen das Gelände. Im Schnitt kommen pro Tag etwa 35 bis 40 Familien, um sich in Flittard mit Lebensmitteln zu versorgen. „Das Verhältnis zu unseren Kunden ist sehr locker und freundlich. Normalerweise kassieren wir von jeder Familie einen Euro, damit sie nicht das Gefühl haben, immer alles umsonst zu bekommen, weil sich das für sie nicht gut anfühlt“, sagt Wolf. Von dem überschüssigen Geld wird dann noch zusätzliche Ware eingekauft. Einige Bedürftige helfen sogar selbst regelmäßig bei der Ausgabe mit, beispielsweise beim Aufbau oder bei der Sortierung der Lebensmittel. Anschließend nehmen sie für sich und ihre Familien etwas mit nach Hause.

Bei frühlingshaften Temperaturen packen die FC-Mitarbeiter tatkräftig Lebensmittel in die mitgebrachten Taschen. Die Atmosphäre ist herzlich und locker. Der ein oder andere Bedürftige freut sich über ein nettes Gespräch augenscheinlich genauso viel wie über das ausgegebene Essen. Auch Luisa Goebel, festangestellte Mitarbeiterin in der FC-Eventabteilung, hat Freude an ihrer neuen Übergangsarbeit: „Das ist bereits das dritte Mal, dass ich beim Tafelprojekt mitarbeite. Mir macht es wirklich Spaß. Zum einen komme ich dadurch raus und sehe ein paar Kollegen, zum anderen tut man ja auch eine gute Sache. Es ist einfach schön, den Leuten hier zu helfen“, sagt die 24-Jährige.

Über das Engagement der größtenteils jungen Leute ist Leiterin Eva Wolf sehr erfreut: „Die Zusammenarbeit klappt wirklich super. Wir hatten Spaß, es hat alles toll funktioniert“. Auch ihre eigentlichen Mitarbeiter freuen sich, dass der Betrieb weitergehen kann und niemand durch ihre Abwesenheit auf der Strecke bleibt. Ein überwiegender Teil der Ehrenamtler der Tafel sind ältere Menschen und muss sich besonders vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen. „Ich kann das meinen Mitarbeitern momentan einfach nicht zumuten, daher freue ich mich, dass der FC uns in dieser Notsituation so tatkräftig unterstützt“, sagt Wolf.

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PL.VereinPkt.
14Sport-Club Freiburg7
151. FC Köln6
161. FSV Mainz 055