Club | 11.12.2012

FC-Mitglieder stimmen für neue Satzung

Mitgliederversammlung in der LANXESS arena

Mit einer sehr deutlichen Mehrheit von 96,01 Prozent wurde die neue Satzung des 1. Fußball-Club Köln 01|07 e.V. auf der Mitgliederversammlung am Dienstagabend, 11. Dezember 2012,  von den Club-Mitgliedern angenommen.


Begrüßung durch den FC-Präsidenten

Nachdem Vorstand, Geschäftsführung und die 1.125 stimmberechtigten Mitglieder gemeinsam die FC-Hymne anstimmten, eröffnete FC-Präsident Werner Spinner die ordentliche Mitgliederversammlung 2012. Gemäß Tagesordnungspunkt eins gedachten alle Anwesenden mit einer Schweigeminute den verstorbenen Mitgliedern. Im Anschluss gab der Präsident einen Überblick über die bevorstehende Veranstaltung und erklärte das elektronische Wahlsystem. 

Applaus für Holger Stanislawski

Im Anschluss betrat Trainer Holger Stanislawski unter Applaus der Mitglieder das Podium und zog ein Resümee des letzten halben Jahres. Stani sprach von einer schwierigen Situation, die er sowie Jörg Jakobs und Frank Schaefer zu Beginn des Amtsantrittes vorgefunden haben. „Der Abstieg stand zu Buche. Wir sind davon überzeugt, dass wir die Mannschaft umbauen mussten. Wir haben versucht, einen kleinen, kompakten und konkurrenzfähigen Kader zusammenzubauen.“ Er betonte, wie viel Spaß es ihm bereite, täglich mit dieser willigen und talentierten Mannschaft zu arbeiten. Er lobte den Charakter des Teams, die Lernbereitschaft sowie die Art und Weise, wie es mit schwierigen Situationen umgehe. Zum Abschluss seines Beitrags versprach er, bis zum 34. Spieltag zusammen mit „seinen Jungs“ alles geben zu wollen. Außerdem werde Stani weitere Talente aus der eigenen Jugend in den Lizenzspielerkader einbauen.

Aktueller Vorstand entlastet

Unter Tagesordnungspunkt acht "Entlastung des Vorstands" wurde der neue Vorstand mit Werner Spinner, Markus Ritterbach und Toni Schumacher mit 96,11 Prozent von den Mitgliedern des 1. FC Köln entlastet. Da das ehemalige Präsidium um Wolfgang Overath, Jürgen Glowacz sowie Friedrich Neukirch aus terminlichen Gründen nicht erscheinen konnten, verlas Dr. Werner Wolf, Vorsitzender der Verwaltungsrats, eine schriftliche Erklärung des ehemaligen Präsidiums. Mit 76,14 Prozent Gegenstimmen wurde das alte Präsidium um Wolfgang Overath nicht entlastet.

Horstmann mit Statement zur vergangenen Saison

Danach sprach Claus Horstmann zu den Mitgliedern und erläuterte aus Sicht der Geschäftsführung den Verlauf der Saison 2011|2012. Für ihn sei es „in 13 Jahren beim 1. FC Köln das schwierigste Jahr seiner Amtszeit“ und den daraus resultierenden „unnötigsten Abstieg der Vereinsgeschichte“. Zum Abschluss bedankte er sich bei allen Mitarbeitern des Clubs, „die im vergangenen Jahr sich teilweise über die Belastungsgrenze hinaus für den 1. FC Köln einsetzten.“

Dialog aufrecht erhalten

Anschließend äußerte sich das Präsidium um Werner Spinner, Toni Schumacher und Markus Ritterbach zu den vergangenen Ereignissen rund um den Verein. Werner Spinner ging auf die Finanzen ein und gab zu Protokoll, dass aufgrund der aktuellen Verbindlichkeiten der Umbruch „absolut nötig“ gewesen sei. Außerdem betonte er, den stetigen Dialog mit den Mitgliedern und Fans aufrecht erhalten zu wollen. „Die Fankultur in Köln ist einzigartig. Dafür ist die aktive Fanszene verantwortlich. Zudem gab es in dieser Saison keinerlei Zwischenfälle. Das Stadionerlebnis in Köln ist absolut sicher.“ Er lobte die kreativen, friedlichen Demonstrationen der unterschiedlichen Fangruppen in Deutschland. „Lassen Sie sich nicht einreden, wir hätten ein Fanproblem. Nach einer Studie über Vereine mit den gewalttätigsten Fans in Deutschland steht der 1. FC Köln auf dem 15. Platz.“

Gründung der Heinz-Flohe-Fußballschule

Die sportlichen Ereignisse kommentierte Vizepräsident Toni Schumacher. In einer emotionalen Rede lobte der ehemalige FC-Torwart und Europameister die aktuellen Leistungen der Frauen- und Nachwuchsmannschaften. Anschließend kündigte er die Gründung einer neuen Fußballschule an, die nach der ehemaligen FC-Legende Heinz Flohe benannt werden soll. Nachdem dieses Vorhaben mit großem Applaus bedacht wurde, spannte er den Bogen zur aktuellen Lizenzspielermannschaft. Er lobte den Teamgeist, die Chemie und den, trotz schwieriger Phasen, stetigen Zusammenhalt. „Ich spüre, wie der 1. FC Köln Tag für Tag stärker wird. Wer für den FC spielt, muss mit Haut und Haar dahinter stehen. Der Umbruch ist kein 100-Metersprint, sondern ein Marathon.“ Außerdem sprach Toni Schumacher davon, dass die Lizenzspielermannschaft möglicherweise in der Winterpause weiter verstärkt werde. Anschließend redete Markus Ritterbach. Der Vizepräsident thematisierte die Arbeit mit Sponsoren und betonte die enorme Präsenz des 1. FC Köln in Köln und in Deutschland. „Der Verein ist eine der stärksten Marken im Rheinland und Aushängeschild der Metropole am Rhein.“ 

Neue Satzung mit großer Mehrheit verabschiedet

Gegen 21.30 Uhr gelang die Mitgliederversammlung zu ihrem wichtigsten Punkt. Werner Spinner erläuterte die Notwendigkeit, die alte Satzung zu ersetzen und gab ausführliche Auskunft zu den ausschlaggebendsten Veränderungen des neuen Entwurfes. Er bezeichnete die neu ausgearbeitete Satzung „mehr eine Revolution als eine Evolution“ und betonte, dass der Verein den Mitgliedern gehöre und diese, ohne das die Handlungsfähigkeit des Clubs darunter leide, mehr Einflussmöglichkeiten bekommen sollten. Nachdem Werner Spinner die Präsentation der neuen Satzung beendet hatte, wurden die anwesenden Mitglieder gebeten, über die neue Satzung abzustimmen. Das Ergebnis war eindeutig: 96,01 Prozent stimmten der neuen Satzung zu.

Abstimmung über DFL-Sicherheitspapier

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung äußerte sich Präsident Werner Spinner mit einer ausführlichen Stellungnahme zum DFL-Sicherheitspapier „Sicheres Stadionerlebnis“. Nach regen Diskussionen zwischen dem Präsidenten und den sich zu Wort meldenden Mitgliedern und einer anschließenden Abstimmung, entschied sich die Mehrheit mit 53,94 Prozent, das DFL-Sicherheitspapier abzulehnen. Präsident Spinner versprach die Forderungen der Mitglieder des 1. FC Köln in Frankfurt am 12. Dezember 2012 zur Geltung bringen zu wollen.

Weitere Informationen:
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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 Hamburger SV 34
2 1. FC Köln 33
3 1. FC Union Berlin 28

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