Club | 17.03.2021

Handball

FC trauert um Werner Magierski

Werner Magierski hat den Handballsport beim 1. FC Köln über Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Der ehemalige Spieler, Betreuer und Funktionär ist am 4. März gestorben.

Werner Magierski konnte zweifellos als das Handballurgestein des 1. FC Köln bezeichnet werden. Seit 1953 war er FC-Mitglied und gehörte ebenso lange der Handballabteilung an. Aus beruflichen Gründen war der gebürtige Berliner nach Köln gekommen und spielte beim FC in der 1. Feldhandballmannschaft, mit der er ein Jahr später in die Oberliga West, die ihrerzeit höchste deutsche Spielklasse aufstieg. In dieser Mannschaft war auch der spätere FC-Präsident Klaus Hartmann aktiv, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Bis 1966 spielte Werner Magierski Handball – sowohl im Feld, als auch in der Halle. An die 1950er-Jahre dachte er immer besonders gerne zurück: „Eine schöne Zeit, auch mit dem damaligen Präsidenten Franz Kremer, der ein Freund des Handballs war. Er spendierte unseren Frauen nach den Spielen oft einen Sekt und war ein Präsident durch und durch, hemdsärmelig, aber doch mit edler Etikette“.

Förderer des FC-Frauenhandballs

Nach seiner aktiven Zeit wurde Werner Magierski Teambetreuer und später so genannter „Spielwart“ der Handballabteilung. 1983 übernahm er die Abteilungsleitung und wurde noch im selben Jahr als Vertreter der Handballer in den Sportbeirat gewählt. 27 lange Jahre amtierte er in diesem Gremium, aus dem er 2010 aus Altersgründen ausschied. Werner Magierski prägte jahrzehntelang die Entwicklung des Handballsports beim 1. FC Köln und förderte auch den überaus erfolgreichen FC-Frauenhandball. Zeitlebens nahm er regen Anteil am Geschehen bei den FC-Handballern, besuchte die Heimspiele und begleitete die Frauenmannschaft sogar gelegentlich zu den Auswärtsspielen. An den Geschicken der Fußballer nahm Werner Magierski als regelmäßiger Gast bei den Heimspielen ebenfalls regen Anteil. Mit etlichen FC-Legenden wie Hans Schäfer, Jupp Röhrig oder Karl-Heinz Thielen pflegte er freundschaftliche Beziehungen.

Handballtraining mit „Tschik“

Wer einem Club über lange Zeit besonders eng verbunden ist, hat immer einige Anekdoten zu erzählen – so auch Werner Magierski, dem es sogar gelang, Meistertrainer „Tschik“ Cajkovski ins FC-Handballtraining einzubinden: „Eine Halbzeit Handball, eine Halbzeit Fußball, das war eine Mordsgaudi“, erinnerte sich Werner Magierski und fügte an: „Trotz Abwerbungsversuchen anderer Clubs – ich war dem FC nie untreu“. Der FC würdigte diese Treue mit der Verleihung der silbernen, zweier goldener, sowie der goldenen Ehrennadel mit Brillant und schließlich mit der Ehrenmitgliedschaft. Werner Magierski, der in Berlin Grafik und Design studierte, war beruflich bis zur Verrentung für die Werbeabteilung des Kaufhof tätig. Seit 2012 verwitwet, verbrachte der zuvor in Köln-Seeberg wohnhafte Sport-Enthusiast seine letzten Lebensjahre in einer Kölner Senioreneinrichtung. Der 1. FC Köln wird Werner Magierski stets ein ehrendes Andenken bewahren. 

Werner Magierski

Geboren: 20. Januar 1932 in Berlin
Gestorben: 4. März 2021 in Köln

Laufbahn als Handballspieler
1946 - 1953: BSC Rehberge 1945 (Handball)
1953 - 1954: 1. FC Köln (1. Handballmannschaft, Feldhandball)
1955 - 1966: 1. FC Köln (1. Handballmannschaft, Feldhandball/Hallenhandball)

Laufbahn als Funktionär
1966 - 1983: 1. FC Köln (Betreuer 1. Handballmannschaft, Sportwart Handballabteilung)
4/1983 - 29.11.2001: 1. FC Köln (Leiter Handballabteilung)
14.11.1983 - 31.12.2009: 1. FC Köln (Sportbeirat)
01.01.2010 - 17.11.2010: 1. FC Köln (Vereinsbeirat)

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PL.VereinPkt.
16DSC Arminia Bielefeld26
171. FC Köln23
18FC Schalke 0413

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