Profis | 15.12.2017

VfL Wolfsburg

Frage der Perspektive

Unter Martin Schmidt ist der VfL Wolfsburg in elf seiner zwölf Bundesliga-Spiele ungeschlagen geblieben. Allerdings gewannen die Wölfe davon nur zwei Partien. Aufwärtstrend oder Mittelmaß – das hängt von der Sichtweise ab.

Eins hat Martin Schmidt dem VfL Wolfsburg ganz sicher gebracht: Stabilität. In den ersten sieben Bundesliga-Spielen mit dem Schweizer als Trainer gab es sieben Unentschieden. Von mittlerweile 13 Pflichtspielen unter Schmidt verlor der VfL nur eins. Eine sehr gute Bilanz – auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick wird aber klar, dass erst drei Siege unter dem neuen Cheftrainer auf dem Konto der Wölfe stehen. Nach dem 16. Spieltag belegen die Wolfsburger den zwölften Tabellenplatz. Für einen Verein, der vergangene Saison in die Relegation musste, scheint dies eine solide Platzierung zu sein. Für einen Club, der vor zwei Jahren jedoch noch Real Madrid in der K.o.-Phase der Champions League besiegte, ist ein zwölfter Platz womöglich trotzdem unter den eigenen Ansprüchen.

Seit 1997 spielt der VfL Wolfsburg in der Bundesliga. 2009 wurden die Wölfe Deutscher Meister, 2015 Vizemeister, DFB-Pokal- und Supercup-Sieger. Doch es gelang den Niedersachsen nicht, sich oben festzusetzen. Stattdessen rutschten die Wolfsburger in der vorletzten Saison auf Platz acht und in der vergangenen Spielzeit sogar auf Rang 16. Der Absturz in den Tabellenkeller, der Abstiegskampf und die Rettung in der Relegation sollen eine Ausnahme bleiben. In dieser Saison scheint der Klassenerhalt nicht in unmittelbarer Gefahr. Oben mitgespielt wird aber auch nicht. Seit dem zweiten Spieltag bewegen sich die Wölfe im Mittelfeld der Tabelle zwischen Platz elf und 14. 

Im bisherigen Saisonverlauf stehen zehn Unentschieden drei Siegen und ebenso vielen Niederlagen gegenüber. Am fünften Spieltag übernahm Martin Schmidt die sportliche Verantwortung beim VfL Wolfsburg. In diesem Jahr sahen die Zuschauer bereits drei verschiedene Trainer an der Seitenlinie der Niedersachsen stehen: Hecking-Nachfolger Valerien Ismaël trainierte die Wölfe bis Februar, gefolgt von Andries Jonker, der bis September Cheftrainer war. Und nun Martin Schmidt.

Auffällig bei Schmidt ist sein Rotationsprinzip. In keinem seiner zwölf Bundesligaspiele mit den Wölfen ließ der Schweizer dieselbe Startelf auflaufen. Zwei Spieler, die trotzdem in allen zwölf Partien zum Einsatz kamen, sind die Toptorschützen des Vereins, Daniel Didavi und Divock Origi. Der offensive Mittelfeldspieler Didavi erzielte fünf Tore, der aus Liverpool ausgeliehene Mittelstürmer Origi vier. Damit schossen sie zusammen neun der insgesamt 21 Wolfsburger Treffer. Der 27-jährige Didavi kommt mit sechs Vorlagen sogar auf insgesamt elf Torbeteiligungen. Gegen den FC traf der Wolfsburger in bisher sechs Aufeinandertreffen zweimal.

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Tabelle

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PL. Verein Pkt.
16 Sport-Club Freiburg 30
17 Hamburger SV 25
18 1. FC Köln 22
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PL. Verein Pkt.
1 Arsenal London 13
2 FK Roter Stern Belgrad 9
3 1. FC Köln 6
4 BATE Borisov 5

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