Club | 19.11.2018

Aufruf des 1. FC Köln

Für Fankultur. Gegen Gewalt und Rassismus.

Rund um den FC häufen sich Vorfälle und Verhaltensweisen, die dem 1. FC Köln schaden. Alle Gremien stellen deshalb gemeinsam klar: Für Gewalt, Rassismus und Extremismus ist beim 1. FC Köln kein Platz.

Der 1. FC Köln ist ein Traditionsverein mit mehr als 100.000 Mitgliedern und riesiger Fanbasis. Die Stimmung im RheinEnergieSTADION ist einzigartig und vielfältig. Was die FC-Fans über alle Unterschiede hinweg verbinden sollte, ist neben der Treue zum FC das Bekenntnis zu den Werten des Vereins. Sie sind in der Charta des 1. FC Köln festgeschrieben und aus der Mitte unserer Mitglieder entwickelt worden.

Doch leider tragen nicht alle diesen Konsens mit. Rund um unseren Verein häufen sich vielmehr Vorfälle, die dem 1. FC Köln schaden. Der Fußball als Spiegelbild der Gesellschaft dient als Bühne für eine Form von Konfrontation, die mit sportlicher Rivalität nichts mehr zu tun hat. Dem treten wir entschieden entgegen.

Zum Fußball gehören Fairplay und Respekt vor den Regeln. Zu den Regeln gehören unsere Charta, die Stadionordnung und natürlich die Gesetze. Es darf nicht sein, dass Fans des 1. FC Köln sich mit Fans anderer Vereine prügeln. Dass Schlägereien verabredet und Polizisten attackiert werden. Die Sicherheit Unbeteiligter darf nicht gefährdet werden. Wer sich an solchen Aktionen beteiligt, schadet dem Verein und kann nicht Teil des FC sein. Ebenso wenig darf es sein, dass auf Auswärtsfahrten Züge und Busse demoliert, Toiletten und Gästeblöcke verwüstet werden.

Auch in unserem Stadion nehmen wir Entwicklungen wahr, die dem FC schaden. Im Stadion herrscht Meinungsfreiheit für alle Fans und Zuschauer. Es ist jedoch kein rechtsfreier Raum – und vor allem kein Raum, in dem das Recht des Stärkeren gilt. Unser Stadion ist ein Ort, den unsere Fans und Mitglieder mit ihren Freunden und ihrer Familie gerne besuchen und in dem Fans beider beteiligten Clubs ihre Leidenschaft zum Fußball ausleben können sollen: emotional, lautstark und friedlich. So muss es bleiben.

Zugleich bemerken wir in letzter Zeit vermehrt Anzeichen eines sich wieder ausbreitenden Rassismus. Es ist nicht akzeptabel, wenn Spieler oder Fans rassistisch beleidigt werden. Der Verein wird gegen solche Tendenzen mit aller Konsequenz vorgehen. Für Gewalt, Rassismus und Extremismus ist beim 1. FC Köln kein Platz. In der Mitgliederversammlung haben sich die Mitglieder klar bekannt und sie erwarten, dass der FC Kante zeigt. Diesen Auftrag nehmen wir ernst und werden ihn umsetzen.

Zugleich bekennt sich der FC zum Dialog mit und unter allen Fans und Fangruppen. Wir begreifen es als gemeinsame Aufgabe, für unsere in der FC-Charta festgeschriebenen Werte einzutreten. Dazu werden wir kurz-, mittel- und langfristig Gespräche führen, Projekte starten und Maßnahmen ergreifen. Wir freuen uns über jedes Mitglied und jeden Fan des 1. FC Köln, der uns auf diesem Weg begleitet.

Vorstand, Mitgliederrat, Aufsichtsrat, Beirat und Geschäftsführung des 1. FC Köln

  • empfehlen

Tabelle

Menu
Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 Hamburger SV 34
2 1. FC Köln 33
3 1. FC Union Berlin 28

FC-FANSHOP