Club | 09.07.2018

FC beim CSD

Gelebte Toleranz

Der 1. FC Köln hat wieder mit einem eigenen Wagen am Christopher-Street-Day teilgenommen. Auf der Demoparade in Köln präsentierte der FC erstmals das Auswärtstrikot für die Saison 2018/19.

Blick auf den Rhein, der Dom im Hintergrund und aus den Boxen schallte die FC-Hymne. Wagen Nummer 48 hatte sich bei der diesjährigen CSD-Parade gerade erst in Bewegung gesetzt, als erstmals „Mer stonn zo dir FC Kölle“ ertönte. Es sollte nicht das letzte Mal an diesem Nachmittag bleiben. Zum fünften Mal hat der 1. FC Köln am Sonntag mit einem eigenen Wagen an der jährlichen CSD-Parade durch Köln teilgenommen. Die Cologne Pride stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Coming-out in DEINEM Style“. Die Teilnehmer demonstrierten dafür, dass jeder Mensch die Freiheit haben muss, sein Coming-out selbstbestimmt und im persönlichen Style zu übermitteln.

In Sachen Style hatte sich der FC für den CSD in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Das Wagen-Motiv des FC zeigte unterschiedliche Männer- und Frauenbeine. Kräftige und dünnere Beine. Beine in Netzstrümpfen. Füße in hohen Glitzer- und in farbigen Lackschuhen. Dazu hatten die Teilnehmer auf dem FC-Wagen das neue FC-Auswärtstrikot für die Saison 2018/19 an, das beim CSD erstmals offiziell präsentiert wurde und ab sofort erhältlich ist (hier geht es zum Fanshop).

„Der Wagen soll symbolisieren, dass der FC tolerant ist und dass der Club jedem offen gegenüber ist – Menschen jeder Herkunft, jeder Religion, jeden Geschlechts und jeder Sexualität. Den Geißbock auf der Brust darf jeder tragen. Der FC schließt niemanden aus“, sagte Alexander Wehrle. Neben dem FC-Geschäftsführer waren in diesem Jahr auch FC-Vizepräsident Toni Schumacher und Spielerinnen der FC-Mannschaften dabei.

Angeführt wurde der Wagen des FC von einer großen Fußgruppe. 200 Mitglieder des schwul-lesbischen Fanclub „andersrum rut-wieß“, von fans1991 und der FC-Cheerleader gingen voraus. Die Parade führte den FC von der Deutzer Brücke in Richtung Neumarkt und von dort weiter bis zur Ehrenstraße. Vom Friesenwall aus ging es zur Magnusstraße. Die Demo endete unweit des Kölner Hauptbahnhofs. Mit 170 Wagen und Fußgruppen war der CSD 2018 der bislang größte in der Geschichte der Cologne Pride. „Ich war jetzt zum dritten Mal dabei. Der CSD ist für mich wie Karneval im Sommer“, sagte FC-Vizepräsident Toni Schumacher. „Der FC ist spürbar anders und der CSD ist das auch. Das passt. Außerdem ist es uns wichtig als 1. FC Köln und mit der FC-Stiftung, Minderheiten und Menschen, die noch immer diskriminiert werden, zu helfen.“

Schlagwörter:

CSD Auswärtstrikot
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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 Hamburger SV 27
2 1. FC Köln 24
3 1. FC Union Berlin 23

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