Profis | 25.06.2020

Pressekonferenz vor Werder Bremen

Gisdol: „Alle Energie fließt ins letzte Spiel“

Am Samstag tritt der 1. FC Köln zum Saisonfinale beim SV Werder Bremen an. Markus Gisdol und Horst Heldt sprachen am Donnerstag am Geißbockheim über den Klassenerhalt des FC, den anstehenden Spieltag und die Personalsituation.

Markus Gisdol sagte über… 

… den Klassenerhalt und den anstehenden letzten Spieltag: Jedem Einzelnen merkt man in dieser Woche an, welcher Druck abgefallen ist. Wir sind einen langen Weg gegangen und haben letzte Woche einen wichtigen Schritt vollzogen. Er hatte sich die Wochen davor schon angebahnt, aber rechnerisch war immer noch alles möglich. Deswegen ist es der Mannschaft deutlich anzumerken, dass sie befreit ist. Aber es ist nicht so, dass sie jetzt keine Lust mehr auf das Training haben. Im Gegenteil: Ich habe diese Woche Dinge im Training gesehen, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Einfach, weil die Jungs befreiter aufspielen. Außerdem will sich jeder noch einmal zeigen und setzt noch einmal letzte Energie frei. Wir werden im letzten Spiel keine Geschenke verteilen. Wir wollen in diesem Spiel unsere beste Mannschaft auf den Platz bekommen. Das fängt bei der Nummer 1 an und geht bis zum letzten Spieler im Kader. Timo Horn wird zu 100 Prozent spielen. Wir wollen noch einmal unser Bestes auf den Platz bringen und alles reinhauen, was wir haben.  

… die Partie gegen Werder Bremen: Es ist nicht leicht, die Bremer aktuell einzuschätzen. Sie hatten zuletzt viele Änderungen beim Personal, das sie aufgeboten haben und auch in der Herangehensweise an ihre Spiele. Es ist wieder ein Spiel, in dem wir uns auf uns fokussieren müssen. Wir sind froh, dass wir in unserer Rolle sind und nicht in der Rolle von Werder Bremen. Das ist klar. Die Situation ist unangenehm. Ich weiß, wie wichtig unser voller Einsatz ist. Denn unsere Verantwortung gegenüber der Liga und allen anderen Mannschaften ist hoch. Ich versuche, mich nicht so sehr in die Bremer hineinzuversetzen, sondern den Fokus auf unser Team zu legen. Unser Ziel ist es, noch einmal eine richtig gute Partie abzuliefern. Erst danach ist Pause. 

… die Personalsituation: Jhon Cordoba hat sich in der letzten Partie an den Adduktoren etwas aufgerissen. Deswegen hat er diese Woche nicht voll trainieren können. Sollte er einsatzfähig sein, wird er spielen. Florian Kainz ist gesperrt. Jonas Hector fehlt. Für Simon Terodde kommt die Partie nach seinen Kniebeschwerden zu früh. Thomas Kessler war bis Mittwoch krank. Wir hoffen, dass er es noch schafft, noch einmal in den Kader zu kommen. 

 … sein Saisonfazit: Mein Kopf lässt es noch nicht zu. Ich war erleichtert nach der letzten Partie. Aber dann kam in dieser Woche wieder der Fokus auf die Partie. Nach dem letzten Spiel können wir über alles sprechen. Aber wir als Trainerstab leben gerade vor, dass wir noch eine wichtige Partie haben, in die alle Energie fließen sollte. 

… die Sommerpause: Wir werden nach dem Spiel am Samstag keinen offiziellen Termin mehr mit der Mannschaft machen. Wir werden der Mannschaft sagen, wie unsere Planung ist und in welchem Zeitraum sie auf jeden Fall frei hat. 

Horst Heldt sprach über…

… die Kaderplanung für die neue Saison: Wir legen den absoluten Fokus gerade auf das wichtige Spiel gegen Bremen. Wir wollen noch einmal einen guten Abschluss haben. Alle anderen interessanten Themen stellen wir deswegen hintenan, um auch ein Zeichen nach innen zu setzen. Tendenziell haben wir aber vergangene Woche gesagt, dass es Bewegung gibt. Mit Birger Verstraete haben wir ja auch bereits die erste Personalie verkündet. Wir werden aber vor diesem Wochenende nichts mehr bekanntgeben. Wir können noch Plätze nach oben klettern, was für den Verein nicht unwichtig ist. Es ist auch ein finanzieller Aspekt für uns dabei. Das haben wir auch dem Mannschaftsrat noch einmal mitgeteilt. Alle Personalien, die im Raum stehen, stellen wir die nächsten Tage hintenan. Damit verdeutlichen wir, dass es uns wichtig ist, am Samstag die beste Leistung abzurufen.

… Jhon Cordoba: Jhons Berater hat sich geäußert, dass wir im Austausch sind. Das sind wir auch. Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir den Vertrag verlängern wollen. Es gab ein virtuelles Treffen. Es gibt Vorschläge und es ist hinterlegt. Viele Personalien sind mit Fragezeichen verbunden. So ist es auch bei Jhon. Wir haben uns aber kein Zeitfenster gegeben. Es macht in der jetzigen Situation keinen Sinn. Wir sind entspannt, weil wir noch einen Vertrag haben. Alles andere werden wir sehen. 

… die Wiederaufnahme der Bundesliga in Corona-Zeiten: Wenn ich jetzt auf unsere Planungen vor und während Corona zurückblicke: Es war holprig und es lief nicht alles perfekt. Doch bei aller Holprigkeit am Anfang ist es jetzt für alle selbstverständlich, dass am Wochenende wieder Bundesliga stattfindet. Das zeigt letztlich, dass wir es in der Bundesliga hervorragend gemacht haben. Wir wurden von vielen Menschen kritisch begleitet. Die größten Skeptiker hat es in Deutschland gegeben. Es gab eine Menge Bewunderung weltweit von Menschen, die im Sport tätig sind – auch von anderen Ligen und Sportarten. Wir waren die ersten, die wieder Fußball gespielt haben. Dann kam der Basketball. Das ist auch ein Kompliment an die deutsche Basketball-Liga, die den Mut hatte, es umzusetzen. Wir haben es aus Überzeugung versucht. Dass es gelungen ist, ist ein Verdienst ganz vieler Menschen und einer guten Organisation. 

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36