Profis | 14.01.2021

Pressekonferenz

Gisdol: „Es kann ein reinigendes Gewitter sein“

Am Samstag tritt der 1. FC Köln zu Hause gegen Hertha BSC an. Markus Gisdol und Horst Heldt sprachen auf der Pressekonferenz zum Spiel über die Aufarbeitung der Niederlage gegen Freiburg, Kritik von außen und den kommenden Gegner.

Markus Gisdol sagte über…

… die hohe Niederlage in Freiburg: Im ersten Moment hast du keine Erklärung. So eine Leistung hat sich nicht abgezeichnet oder angebahnt. Man nimmt sich Zeit, um die Spieler zu fragen, wie es dazu gekommen ist. Ein guter, ehrlicher und konstruktiver Austausch ist wichtig. Es ist wichtig, die Dinge zu verändern und Anregungen der Spieler einzufordern und sie mit unseren Vorstellungen im Trainerteam abzugleichen. So ein Spiel kann ein reinigendes Gewitter sein. Es kann helfen. Damit meine ich, dass sich jeder hinterfragt, was er beitragen und besser machen kann. Es ist auch gut, wenn sich einzelne Spieler mehr unterhalten über unser Spiel und die Leistungen und jeder dem anderen auch klar sagt, was zu wenig war. Es war bislang eine intensive Woche.

…. Kritik von außen: Bevor ich einen einzelnen Spieler kritisiere, fange ich immer bei mir selbst an. Ich habe die Verantwortung für das, was die Mannschaft abliefert. Dass sich die Kritik auf mich bezieht, nehme ich gerne auf mich, wenn es dazu führt, dass der eine oder andere Spieler vielleicht weniger Druck verspürt. Ich kann damit umgehen. Ich bin mir gegenüber der Kritischste. Wenn wir 0:5 verlieren, war es auch von mir nicht die beste Performance. 

… die taktische Einstellung im nächsten Spiel: Es geht nicht um die Frage, ob Stoßstürmer oder nicht, ob Dreierkette oder Viererkette. Es ist völlig egal, in welcher Formation du spielst, wenn der Zugriff und die richtige Einstellung fehlen. Der Gegner hat uns nicht an die Wand gespielt. Wir haben uns die Tore fast selbst reingeschossen. Es geht darum, den richtigen Zugriff und die richtige Einstellung wiederzufinden. Wir brauchen wieder das zweikampforientierte Spiel. Das ist der erste Schritt. Darauf aufbauend wollen wir vernünftig Fußball spielen. Die Partie in Freiburg hat gezeigt: Ohne gutes Spiel gegen den Ball hast du in der Bundesliga gegen keine Mannschaft eine Chance. 

… die Personalsituation und den kommenden Gegner, Hertha BSC: Die Personalsituation ist die gleiche wie letzte Woche. Die Hertha hat häufig 4-3-3 gespielt. Sie wechseln aber oft im Spiel. Es ist schwierig vorherzusagen, was uns erwartet. Es ist sehr wichtig, dass wir stabil sind und uns auf uns konzentrieren. 

… Anthony Modeste: Er macht oft Extraschichten. Ich hoffe, er findet seine Form wieder. Er tut viel dafür. Lasst ihn mal ein Stück weit in Ruhe arbeiten.

… Kingsley Ehizibue und Tolu Arokodare: Easy hatte ein kleines Loch, aber er ist wieder im Kommen. Das ist gut. Bei Tolu sehe ich eine Entwicklung. Er kommt Stück für Stück vorwärts. Er ist ein ganz junger Bursche. Das denkt man bei seinem Erscheinungsbild nicht. Er macht die typische Entwicklung eines jungen Spielers, der aus einer nicht so guten Liga kommt und erst einmal eine Anpassungszeit braucht. Er kommt im Training besser zum Torschuss und wird immer mehr zu einer Alternative für uns. Er hat Potential, aber wir müssen ihm die Zeit geben. Das Gras wächst nicht schneller, wenn du dran ziehst. 

Horst Heldt sagte über…

… die Aufarbeitung der 0:5-Niederlage gegen Freiburg: Wir haben immer einen guten Austausch und eine klare Kommunikation mit der Mannschaft – besonders das Trainerteam, aber auch ich führe meine Gespräche. Wir haben das diese Woche intensiviert und uns mit Spielern einzeln, aber auch in Gruppen auseinandergesetzt. Wir hatten viele gute Gespräche mit den Spielern. Wir haben uns ausgetauscht. Was wir beredet und klargestellt haben, bleibt im inneren Kreis. Wir haben anhand der Gespräche ein gutes Gefühl. Die Spieler waren einsichtig. Sie wollen das, was am vergangenen Wochenende passiert ist, nicht noch einmal. So ist auch die Woche gelaufen. Was ich in den Trainingseinheiten gesehen habe, stimmt mich optimistisch. Jeder Einzelne weiß, welche Stunde geschlagen hat. 

… die Bedeutung des Spiels gegen Hertha: Wir gehen nie leichtfertig in ein Spiel. Beide Mannschaften haben am Wochenende enttäuscht. Deswegen ist Brisanz im Spiel. Deswegen ist Feuer drin. Wir müssen uns voll und ganz darauf konzentrieren. 

… Bewegungen auf dem Transfermarkt: Christian Clemens führt Gespräche. Wir wünschen ihm viel Glück, dass sie erfolgreich sind. Es wäre für ihn gut. Die Signale sind vorhanden, dass sich etwas entwickeln könnte. Bei Kingsley Ehizibue habe ich mitbekommen, was geschrieben wird, kann es aber nicht bestätigen. Solange sich kein Verein meldet, muss ich mich damit nicht auseinandersetzen.

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