Profis | 16.10.2020

Pressekonferenz vor Frankfurt

Gisdol: „Jede Einheit hilft“

Am Sonntag tritt der 1. FC Köln zu Hause gegen Eintracht Frankfurt an. Markus Gisdol und Horst Heldt sprachen am Freitag über die Arbeit in der Länderspielpause, die Personalsituation und Jonas Hectors Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

Markus Gisdol sagte über…

… die Personalsituation: Es ist erfreulich, wenn wir auf unser Personal schauen. Klar, wir haben noch den einen oder anderen Ausfall, aber es hat sich einiges getan. Marius Wolf konnte gut mittrainiern, er hat gut Anschluss gefunden und ist gut integriert. Ismail Jakobs ist wieder voll im Training und wieder eine Alternative. Genauso Jorge Meré. Meré ist auch seit einer Woche wieder im Training. Anthony Modeste hat ein gutes Aufbauprogramm geleistet. Benno Schmitz ist wieder einsatzfähig. Jonas Hector fällt weiter aus. Er hat noch Probleme mit dem Nacken. Sebastian Andersson steigt am Freitag wieder planmäßig ein, genau wie die Nationalspieler. Ondrej Duda hat bei der Nationalelf einen Schlag abbekommen. Das müssen wir uns noch anschauen und abwarten. Mit Marco Höger und Sava Arangel-Cestic haben wir zwei angeschlagene Spieler dazubekommen. Bei Högi sieht es nach einer leichten Bänderverletzung aus, bei Sava ist es eher muskulär. Robert Voloder ist als Kontaktperson 1 in Quarantäne. 

… Anthony Modeste: Er hatte keine Vorbereitung und dadurch einen großen Rückstand. Jetzt hatte er drei Wochen ein gutes Aufbautraining. Wir sind von vier Wochen ausgegangen. Er hat es fleißig und gewissenhaft durchgezogen. Er ist durchaus eine Option für den Kader. Er hat schneller Fortschritte gemacht, als wir es uns ausgemalt haben. Das ist schön. Es freut mich. So einen Spieler können wir immer gebrauchen. Aber wir sollten ihn auch nicht zu früh in etwas reinjagen. Wir müssen vorsichtig bleiben, aber er ist eine Option.

… Sebastian Andersson, der zuletzt in München zur Behandlung war: Er scheint voll einsatzfähig zu sein. Er hat auch in München trainiert. Es war ein Mix aus Behandlung und Arbeit mit dem Ball. 

… den kommenden Gegner, Eintracht Frankfurt: Frankfurt ist eine Mannschaft, die sehr gewachsen und sehr reif ist. Sie spielen physisch und körperbetont Fußball. Im Zweikampfbereich muss man zu 100 Prozent dagegenhalten. Aber ich weiß, wie wir gearbeitet haben. Wir sind an die Themen rangegangen und haben Lauf- und Zweikampfleistung verbessert. Die Basis ist vorhanden. Körperlich darf man gegen Frankfurt keinen Meter preisgeben. Frankfurt ist gespickt mit guten Fußballspielern.

… die Arbeit in der Länderspielpause: Ein Teil der Spieler war bei der Nationalmannschaft. Andere Spieler hatten wir jetzt zwei Wochen bei uns im Training. Das hilft. Ich denke da an Marius Wolf und Ismail Jakobs. Es sind zwei Spieler, die prädestiniert für eine Startformation sind. Auch wenn wir in  der Länderspielpause nur 13 oder 14 Spieler im Training hatten, hilft uns jede Einheit. Unter den Umständen, die wir hatten, bin ich sehr zufrieden. Ich bin froh, dass wir erst Sonntag spielen. Wir haben noch den Freitag und Samstag.  Es sind ab Freitag nahezu alle auf dem Platz und das ist gut.

… die ersten Spiele: Es ist schon so, dass man in den ersten Wochen Abstriche machen musste. Tempo ist ein wichtiges Element im Fußball. Einige Spieler, die dieses Element mitbringen, haben uns in den ersten Spielen gefehlt. Es war trotzdem ordentlich. Aber jetzt haben wir fast den kompletten Kader wieder zusammen. Das freut mich. Die Spielidee haben wir jetzt. Jetzt wollen wir daraus auch wieder Kapital schlagen. 

… Ziele: Es geht nicht um mich oder um persönliche Ziele. Wir haben letzte Saison unser Ziel erreicht. Wir wollen nicht über Negativserien sprechen. Wir haben mittlerweile viele neue Spieler, die mit einem Rückblick nichts anfangen können. Das wird ihnen nicht gerecht. Wir müssen unsere individuellen Fehler abstellen. Wir haben Bälle hinter die Kette zugelassen und Elfmeter gegen uns leichtfertig produziert. Wir haben das gut analysiert. In der Basis stimmt vieles.  

… Jonas Hectors Entscheidung, nicht mehr für das DFB-Team zu spielen: Jonas hat seine eigene Art und die wird von uns geschätzt. Er ist unser Kapitän und Anführer. Wir haben mit ihm über seine Beweggründe gesprochen. Aber alles bleibt unter uns. Er war und ist in seiner Karriere immer ein vorbildlicher Profi. Er hat auch hier immer Gas gegeben, seit ich ihn kenne, und sich nie etwas zu Schulden kommen lassen. 

 Horst Heldt sagte über…

… Zuschauer im RheinEnergieSTADION: Freitagabend gibt es absolute Klarheit. Wir hoffen und rechnen damit, dass wir 300 Zuschauer ins Stadion bekommen. Das wäre schön. Wir müssen aber abwarten. 

… den Rücktritt von Jonas Hector aus der Nationalmannschaft: Jonas hat uns im Trainingslager in Donaueschingen informiert. Wir haben zusammengesessen und er hat uns erzählt, dass er dem Bundestrainer seine Entscheidung mitgeteilt hat. Ich finde seine Karriere beeindruckend. Das hat er sich intensiv erarbeitet. In all den Jahren ist er auch beim FC immer vorwegmarschiert. Man muss den Hut vor ihm ziehen. Wir kennen Jonas. Dass er so eine Entscheidung im Stillen trifft und sie im Stillen transportiert, passt zu ihm. Er legt den Fokus auf das Wesentliche. Er ist ein Mensch, auf den man sich zu 100 Prozent verlassen kann. Er hat für sich einen Weg gefunden, wie er im Fußballzirkus zurechtkommt. Ich bin überzeugt, dass er jetzt für den FC weiter gute Leistungen bringt. Es ist beeindruckend, wie er in vielerlei Hinsicht agiert. 

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15Hertha BSC3
161. FC Köln1
17FC Schalke 041