Profis | 09.12.2019

Stimmen zum Spiel

Gisdol: „Wir brauchen mehr Härte“

Nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin sprach NetCologne FC-TV mit Louis Schaub, Simon Terodde und Markus Gisdol. Auch Horst Heldt äußerte sich nach Abpfiff.

Louis Schaub: Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass Standardsituationen entscheidend sind. Und dann kriegen wir durch eine Ecke ein Gegentor. Es ist hier schwierig, davon noch zurückzukommen. Dann haben wir kurz nach der Pause das zweite Gegentor bekommen und wenig Chancen gehabt. Wir sind in einer ganz schwierigen Situation. Wir wissen, wo wir uns in der Tabelle befinden. Es tut weh. Wir müssen da schnell wieder rauskommen.

Simon Terodde: Ich weiß nicht, wie es von außen aussah, ich glaube wir sind gut in die Partie gekommen, haben wenig bis gar nichts zugelassen und selber ja den guten Freistoß von Birger gehabt, den der Torwart noch von der Linie kratzt. Ich hatte noch eine Chance, wo nur Zentimeter gefehlt haben und vom Gefühl her standen wir eigentlich gut und haben nichts zugelassen – bis ich dann bei der Standardsituation nur hinterherlaufe. In der Halbzeit nehmen wir uns vor, alles zu probieren, kriegen dann aber direkt das 0:2. Es war eine verdiente Niederlage. Die Körpersprache fand ich trotzdem positiv. Jeder war für den anderen da, das war mein Gefühl auf dem Platz.

Markus Gisdol: Es war heute total unnötig. In der Anfangsphase sind wir gut im Spiel, haben vier Chancen, aber machen kein Tor. Dann laden wir den Gegner ein, Tore zu schießen. Fehler im Mittelfeld, dann die Standardsituation nicht richtig verteidigt und schon liegst du 0:1 hinten. Dann ist es immer schwer, hier dagegen zu halten. In der ersten Hälfte war die Reaktion aber in Ordnung, da waren wir noch im Spiel drin. In der zweiten Hälfte machen wir dann einen ähnlichen Fehler, schenken dem Gegner wieder im Mittelfeld den Ball, kriegen einen Konter, es steht 0:2 und das Spiel ist weg. Wir haben zweimal genau die Fehler gemacht, die man hier nicht machen darf. Wir haben den Ball genau da verloren, wo der Gegner darauf lauert. Wir müssen jetzt schauen, wie wir da unten rauskommen, wie wir uns da unten rausarbeiten können. Es geht nicht mit Schönspielen. Wir brauchen mehr Härte, mehr Konsequenz, wir müssen in jedem noch so kleinen Moment da sein. Das in die Köpfe der Spieler reinzubekommen, wird ein harter Weg. Aber wir werden es anpacken.

Horst Heldt: Wir haben verdient verloren. Wir kriegen zwei Gegentore nach Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung. Das müssen wir abstellen. Nach dem 0:2 war nicht mehr viel drin. Das ist das Bild, das wir derzeit abgeben. Das müssen wir ändern, damit es besser wird. Wir haben heute keine Lösungen gefunden, waren bei den Standardsituationen nicht gefährlich genug. Wir agieren da ohne Überzeugung. Jeder einzelne Spieler muss Verantwortung übernehmen. Jeder muss bereit sein, alles dafür zu tun, dass wir da unten rauskommen. Das ist unsere Erwartungshaltung. Wir machen die Tore nicht und kriegen sie zu leicht. Dass die Fans bei so einem Spielstand so reagieren, ist absolut verständlich. Wir haben immer gesagt, dass wir die Unterstützung brauchen – aber es ist auch klar und das habe ich immer gesagt: Es muss von uns ausgehen. Von uns kam nach dem 0:2 aber nichts mehr, deshalb verstehe ich die Reaktion der Fans.

Stimmen nach Union
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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36